Die ägyptische Regierung will eine Art Urheberrecht auf Pyramiden und andere berühmte Altertümer einführen. Nach einem neuen Gesetz sollen alle Kopien der Pyramiden, der Sphinx und anderer antiker Monumente künftig mit einer Abgabe belegt werden. Mit dem Geld solle die Instandhaltung der antiken Sehenswürdigkeiten finanziert werden, so der Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung am Dienstag.
Nach Angaben vom Chef der Altertümerverwaltung, Zahi Hawass,soll das Gesetz für alle Länder gelten. "Ägypten hat das alleinige Recht zur Reproduktion seiner antiken Monumente", verteidigte Hawass den Plan. Er betonte, ägyptische und ausländische Künstler dürften sich jedoch weiterhin von den ägyptischen Kulturschätzen "inspirieren" lassen - solange sie diese nicht einfach nur kopierten. Deshalb müsse auch das Luxor Hotel in Las Vegas keine Tantiemen zahlen, obwohl es auf seiner Internetseite damit wirbt, das "einzige pyramidenförmige Gebäude der Welt" zu sein, sagte Hawass. Das Hotel sei weder von außen eine "exakte Kopie der Pyramiden", noch habe seine Innenausstattung Ähnlichkeit mit den Grabkammern der Pharaonen.
Die ägyptische Oppositionszeitung "El Wafd" hatte am Sonntag den Hotelkomplex in Las Vegas aufgefordert, einen Teil seiner Gewinne an die ägyptische Stadt Luxor abzuführen, wo sich das legendäre Tal der Könige befindet. "35 Millionen Touristen kommen jährlich nach Las Vegas, um sich den Nachbau von Luxor anzusehen, während das echte Luxor nur sechs Millionen besichtigen", argumentierte das Blatt.
(APA)
Wiener Radtaxi Mit der Fahrrad-Kutsche durch Wien
Gefährdete Wörter Wenn der ''Afterarzt'' den ''Autofahrergruß'' zeigt
Stadttempel Zu Besuch in der Wiener Hauptsynagoge
''Eingefroren'' Fünf Minuten Stillstand für zwei Tage Spaß
Sonnenfinsternis ''Feuerring'' auf beiden Seiten des Pazifiks