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Nürnberg: Eisbär-Baby bekommt "Flascherl"

09.01.2008 | 12:48 |   (DiePresse.com)

Der letzte kleine Nürnberger Eisbär wurde von seiner Mutter verstoßen. Nun will ihn die Zooleitung doch händisch großziehen lassen - wie "Knut" in Berlin.

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Nachdem Eisbärendame "Vilma" am Montag ihre beiden Kinder aufgefressen hatte, hat nun die zweite Bärenmutter "Vera" ihr Junges verlassen. Die Zooleitung in Nürnberg entschied sich in diesem Fall aber zum Eingreifen und wird das wahrscheinlich männliche Baby doch mit der Flasche aufziehen. Die Umstände erinnern an den Berliner Eisbären und Medienliebling "Knut".

Die Tiergartenleitung war für ihre Entscheidung, sich nicht in die Aufzucht der ursprünglich drei Eisbärkinder einzumischen, in die Kritik geraten: Verschiedene Lokalpolitiker hatten die Verantwortlichen nach dem Tod der Babies von "Vilma" zum Umdenken aufgefordert. Noch kurz vor dem Einschreiten hatte die Leitung jedoch ihre Haltung verteidigt. Weil Eisbärmama "Vera" ihr Junges aber aus der Wurfbox holte und keinen sicheren Platz mehr für das Kleine fand, trennten es die Tierpfleger von seiner Mutter. Zoodirektor Encke begründete das Eingreifen damit, dass das Baby eindeutig überlebensfähig und hervorragend ernährt sei. Den ersten Tag ohne Mama habe der kleine Eisbär gut überstanden.

"Knut" Superstar

Vor rund einem Jahr wurde im Berliner Zoo das Eisbärenjunge "Knut" von seiner Mutter verlassen und ebenfalls mit der Flasche aufgezogen. Er wurde zum bekanntesten Eisbären Deutschlands, verschiedene Songs wurden ihm gewidmet, auch ein "Knut"-Film ist geplant. Nun steht dem Nürnberger Tiergarten ein ähnliches Spektakel bevor. Ob sich die Tierpfleger darüber freuen werden, steht auf einem anderen Blatt: "Knuts" Pfleger konnte sich erst Monate nach der Geburt des kleinen Bären einen freien Tag nehmen.

Wiener Eisbären geht es gut

Den Wiener Eisbärzwillingen, die im Dezember im Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt erblickt haben, geht es übrigens gut. Mutter "Olinka" befindet sich mit den Kleinen noch in der Wurfbox. Ende Februar werden die drei wohl ihr Gemach verlassen und ein eigenes Gehege beziehen.

(APA/Red.)

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3 Kommentare
Gast: SchuhBert
11.01.2008 13:08
0 0

Flocken für Flocke

Ich stimme darin überein, dass es sich wahrscheinlich nur um reine Profitgier handeln kann.

Berlin hat es vorgemacht und Nürnberg zieht nun nach.
Nötig oder in diesem Fall vielleicht nicht notwendig!?
wir werden es nicht erfahren...


Gast: urmel
10.01.2008 15:22
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nürnberger tiergartenchef dag encke ...pfui

diesen tiergartenchef sollte man sofort absetzen,er lässt die tiere eher sterben als ihnen zu helfen,schon allein diese äußerung er würde immer wieder so handel wie bei diesenkleinen eisbären,...hallo herr dag encke -sie leiten einen tierpark und kene wildnis,im zoo oder tierpark kan man helfen,in der wildnis nicht..,aber ich glaube es macht ihnen spass da zuzusehen wie kleine hilflose wesen,augefressen werden,oder von ihrer mutter fast tod geschleppt werden.so einer hat doch mit tieren nichts im sinn !!!!!ßßß

Gast: Wal- und Delfinschutz-Forum
10.01.2008 13:52
0 0

Keine Eisbären in Zoos!

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF in Hagen/Westf.) ist der Ansicht, dass es sich im Hinblick auf die nicht reproduzierbaren natürlichen Haltungsbedingungen in Zoos, die z.B. in den letzten drei Jahren zu bereits sieben toten Delfin-Babys im Nürnberger Tiergarten geführt haben, von absoluter Ignoranz dem Leben der kleinen Eisbären gegenüber handelt, dass Eisbären in Zoos überhaupt gezüchtet werden dürfen. Die Handaufzucht ist das letzte Mittel, um Leben aufrecht zu erhalten, wenn es in den Zoos durch den Menschen auf unnatürliche Weise und in unnatürlicher Umgebung durch Nachzuchten forciert wird.

Es handelt sich bei den Eisbären um Raubtiere, die ausschließlich am Nordpol verbreitet sind und unter einer wärmeren Umgebung leiden und nicht vom Aussterebn bedroht sind. Es geht hier nur um Profit.

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