Die Wintersportler in der Schweiz können laut Suva eine mit Radarmessung ausgerüstete Strecke befahren und anschließend einen Tipp abgeben, wie schnell sie unterwegs waren. Wer seine Schnelligkeit auf zwei Kilometer pro Stunde genau einschätzt, erhält ein "kleines Geschenk". Die Gewinnquote sei aber gering: Die meisten der Skifahrer würden ihre Geschwindigkeit um zehn bis 20 Stundenkilometer unterschätzen, berichtete Suva-Sprecherin Marie-Christine Repond.
50 km/h oder mehr
Viele Fahrer würden 50 Stundenkilometer oder mehr erreichen, so Repond. Bei einer Kollision könne es dabei aber zu schweren Verletzungen kommen, da dies dem Absturz aus fast zehn Metern Höhe entspreche. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h würde der Zusammenstoß einem Fall aus 25 Metern Höhe gleichen.In Österreich sei eine Radarkontrolle auf Pisten bisher kein Thema gewesen, sagte Erik Wolf, Geschäftsführer der Fachverband der Seilbahnen Österreichs. Es gebe nicht einmal eine Regelung, wie schnell jemand über den Hang hinunterfahren dürfe. "Ich halte das für nicht sinnvoll, weil jeder - und das geht auch aus den Pistenregeln hervor - seine Geschwindigkeit an sein Können und die jeweilige Situation anpassen muss. Das muss individuell sein und das hat nichts mit einer objektiv messbaren Geschwindigkeit zu tun", erklärte Wolf. Eine Radarkontrolle hätte für ihn deshalb nur "Unterhaltungswert". (APA/Red.)

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