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Erzbischof Christodoulos in Athen gestorben

28.01.2008 | 06:53 |   (DiePresse.com)

Das 69-jährige Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche erlag seinem Krebsleiden. Er leitete die Geschicke der griechischen Christen zehn Jahre lang.

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Erzbischof Christodoulos, das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche ist Montag früh nach langer Krankheit in seiner Residenz in Athen gestorben. Dies berichtete das staatliche griechische Fernsehen (NET). Der 69-jährige höchste Geistliche der griechischen Kirche litt an Leber- und Darmkrebs. Zunächst wurde nicht bekannt, wann die Beerdigung stattfinden wird.

Der späterer Erzbischof wurde am 17. Januar 1939 in Athen geboren. Sein weltlicher Name war Christos Papaskevaides. Am 29. April 1998 wurde er vom höchsten Gremium der griechisch orthodoxen Kirche, der Synode, zum Oberhaupt gewählt worden.

Vermittler mit dem Vatikan

Christodoulos baute in seiner zehnjährigen Amtszeit die Spannungen mit dem Vatikan ab, zugleich wurde er aber auch wegen seiner eher liberalen Ansichten vielfach kritisiert. Als Höhepunkt seiner Amtszeit gilt der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Mai 2001 in Athen. Es war der erste Besuch eines Papstes in Griechenland seit der Trennung (Schisma) der beiden Kirchen im Jahr 1054. Als erster griechischer Erzbischof besuchte Christodoulos im Dezember 2006 Rom.

Christodoulos wurde im Juni vergangenen Jahres in ein Krankenhaus in Athen eingeliefert, wo die Ärzte bei ihm Leberkrebs feststellen. Eine geplante Lebertransplantation wurde im Oktober abgebrochen, als sich zeigte, dass sich der Krebs weiter ausgebreitet hatte. Eine Behandlung in einem Krankenhaus in seinen letzten Lebenswochen lehnte er ab. Er starb in seinem Haus.

Die Synode der griechischen Bischöfe wird innerhalb von 20 Tagen einen neuen Erzbishof wählen, berichtete das griechische Fernsehen weiter. Fast 97 Prozent der Griechen bekennen sich als orthodoxe Christen. (APA)

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