England: Vergewaltigung gefilmt und ins Internet gestellt

22.02.2008 | 11:01 |   (DiePresse.com)

Die Gesichter der Täter sind zu erkennen, die Kinder des 25-jährigen Opfers schreien im Hintergrund. Das Video wurde erst vom Internet-Portal YouTube genommen, als das Opfer zur Polizei ging.

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Britische Teenager haben Videoszenen von der Vergewaltigung einer 25-jährigen Mutter ins Internet gestellt. Erst nachdem sich das Opfer bei der Polizei gemeldet habe, sei das mit einer Handy-Kamera aufgenommene Video von der Internetplattform YouTube entfernt worden, berichtete am Freitag die Zeitung "The Sun". Auf dem Video sollen die Gesichter der Täter zu erkennen und auch die Schreie beiden kleinen Kinder der Vergewaltigten zu hören sein.

Scotland Yard habe Ermittlungen aufgenommen und hoffe, die seinerzeit 14 bis 16 Jahre alten Täter bald festnehmen zu können, berichtete der Sender BBC. Nach Darstellung der "Sun" waren die insgesamt drei zu einer Bande gehörenden Teenager gemeinsam mit einer Nachbarin an der Wohnungstür der 25-Jährigen im Süden Londons erschienen und hatten sie zu einer Champagner-Party überredet. Später seien sie über die junge Mutter hergefallen.

"Ich bin die ganze Nacht vergewaltigt worden, es war wie Folter", sagte die Frau der Zeitung. "Ich verstehe nicht, wie eine Internetplattform etwas Derartiges zeigen kann. Wie krank muss man dafür sein?" Ursprünglich habe die Frau die Vergewaltigung im vergangenen November nicht angezeigt, berichtete die Zeitung. Erst nach dem Auftauchen des Videos im Internet habe sie sich an die Polizei gewandt.

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5 Kommentare

Kaputte Gesellschaft

was müssen Gewalttäter noch alles tun, um als das behandelt zu werden, was sie sind. Psychologen müssen ihre bisherigen Erkenntnisse als gescheitert betrachten. Der Gesetzgeber verbietet faktisch sich zu wehren. Wehe es passiert dem Angreifer etwas, dann werden die Richter richtig böse. Kann mir schon vorstellen, warum das Opfer keine Anzeige gemacht hat. In England dürfte die Rechtssicherheit kaum mehr funktionieren, wie man ja am Mord des 11jährigen in London gesehen hat. Alle haben Angst, den Täter, der sogar im Internet genannt wird, zu belasten. Drogenhändler und mafiose Organisationen geben immer mehr den Ton an, und der Staat schaut hilflos zu.
Was Youtube anlangt, das ist eine Plattform für Psychopathen und Kranke.

Antworten Gast: Oberkochem
22.02.2008 13:48
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Re: Kaputte Gesellschaft

Eine kluge Feststellung! Allerdings sollte sich diese nicht nur auf Youtube beschränken. Vielmehr kann durchaus pauschalierend über den gesamten Internetbetrieb so geurteilt werden. Wobei die - vielleicht 5 % - Ausnahmen dort bloß die Regel bestätigen. Diese 5 % sind seriöse Datenbanken und seriöse/s Kunst/Geschäft. Die restlichen 95 % der letzte Müll vom allerletzten Müll! Jeder halbwegs vernünftige Mensch weiß das und schaut zuallermindest, dass dieser Dreck den eigenen Kindern weitgehendst erspart bleibt. Conclusio: Datenverarbeitung sollte in den Schulen etwas gebremst und vor allem die Glorifizierung des Internetes in den Schulen durch ein Aufzeigen dieser elenden Situation beendet werden.

Re: Re: Kaputte Gesellschaft

ich unterrichte in einer höheren schule. mein vorschlag-ein unterrichtsfach zu installieren, wo man medientheoretisch, die vorzüge und nachteile, des internet, mit den schülern diskutiert, wurde nicht einmal ignoriert. vertreter der schulbehörde haben keine zeit sich mit diesen entwicklungen zu beschäftigen, sie sind hauptsächlich damit beschäftigt, den sessel zu verteidigen, den sie erklommen haben.
wenn man keinen intensiven kontakt mit adolescenten hat, nicht sieht, mit was sie sich beschäftigen, geht die rasante entwicklung, die sich schon wöchentlich ändert, , am sprichwörtlichen a... vorbei.

Antworten Antworten Antworten Gast: Oberkochem
26.02.2008 13:12
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Re: Re: Re: Kaputte Gesellschaft

Ein einsamer Rufer in der Wüste! Das Volk liebt aber spektakulär dahockende Säulenheilige ... Nun mal im Ernst: Ihr Vorschlag ist ausgezeichnet! Der Umgang mit Medien will gelernt werden. Allerdings werden Sie sich mit Ihrem grundvernünftigen Vorschlag wohl außer Feinde nur noch Feinde machen. Als Lehrer haben Sie eindeutig zu viel Schneid. Bald wird man Sie wohl unter irgendeinem billigen Vorwand - ich wünsch Ihnen mit möglichst hohen Bezügen - pensionieren um Sie los zu werden. Es geht schon unter den Eltern kaum mehr gegen die Internetionitis und Elektronikrechneritis anzugehen. Die Leute halten jede/n, die/der es wagt die Segnungen der virtuellen Welt anzuzweifeln für eine/n überkandidelte/n Spinner/in die/der ihren ach wie klugen Nachwuchs vom "Fortschritt" ausschließen möchte. Fernsehen, Internet, PC-Spiele und Mobilkommunikation samt iPod und Mp3-Player machen aus "normalen" Kindern nur leider allzu häufig kleine Trotteln ...

Antworten Antworten Gast: HW1
23.02.2008 19:32
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Re: Re: Kaputte Gesellschaft

ja, ja Edv im Job ist HORROR, weg damit - aber überall wo ich hin geh steht so ein Trottel! die Wissenschaftler sollen sich bitte unbedingt was besseres einfallen lassen - letzte Hoffnung

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