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"Händler des Todes": USA klagen wegen Verschwörung

07.03.2008 | 11:54 |   (DiePresse.com)

Mit dem Russen Viktor Bout wurde am Donnerstag in Thailand einer der meistgesuchten Waffenhändler festgenommen. In den USA wurde er nun angeklagt, die Auslieferung könnte sich jedoch verzögern.

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Einer der skrupellosesten Waffenhändler der Welt ist nach jahrelanger Fahndung am Donnerstag in Thailand gefasst worden. Der 41-jährige Viktor Bout, Ex-Major der Sowjetarmee, gilt als "Händler des Todes", der nicht nur Rebellen in aller Welt, sondern auch die Taliban in Afghanistan und das Terrornetzwerk al-Qaida mit Waffen ausgerüstet haben soll. Bout hat sämtliche Anschuldigungen stets zurückgewiesen.

Der Russe wurde am Donnerstag in einem Luxushotel in der thailändischen Hauptstadt Bangkok aufgrund eines Haftbefehls der US-Behörden festgenommen. Nach seiner Festnahme wurde er in USA angeklagt. Ihm wird Verschwörung wegen des versuchten Verkaufs unter anderem von Abfangraketen an die kolumbianischen FARC-Rebellen vorgeworfen, so das US-Justizministerium.

Die Auslieferung könnte sich jedoch verzögern: "Wenn er für schuldig befunden wird, kommt er hier für zwei bis zehn Jahre ins Gefängnis", sagte ein Mitglied der Untersuchungsbehörde am Freitag in Bangkok. Andere Polizeiquellen gingen davon aus, dass die Vorwürfe in Thailand fallengelassen würden, damit der 41-Jährige an die Vereinigten Staaten doch zügig ausgeliefert werden kann.

"Normaler Geschäftsmann" oder "Händler des Todes"?



Bout hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in großem Stil Flugzeuge und Waffenbestände aufgekauft und damit ein weltweites florierendes Geschäft aufgebaut. Er war zunächst in Afrika aktiv, wo er nach Erkenntnissen der Geheimdienste zahlreiche Transportfirmen gründete. Ermittler werfen ihm vor, die Schergen des liberianischen Präsidenten Charles Taylor mit Waffen versorgt zu haben. Taylor muss sich zur Zeit in Den Haag von einem internationalen Tribunal wegen Kriegsverbrechen verantworten. Auch die FARC-Rebellen in Kolumbien sollen mit Waffen aus Bouts Lieferungen kämpfen.

Bout hat sich immer als ganz normalen Geschäftsmann bezeichnet. In einem Interview mit dem US-Sender CNN wies er alle Anschuldigungen zurück. "Ich habe in meinem Leben nie etwas getan, was mir Angst machen sollte", sagte er 2002. Für die Rolle von Nicolas Cage in dem US-Film "Lord of War" sold Der Globetrotter, der Sprachen studierte und mindestens sechs fließend spricht, Modell gewesen sein.

(APA)
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2 Kommentare
Ratio
07.03.2008 13:03
0 0

Hätte er die gleichen Waffen an Verbündete der USA geliefert,

dann hätten ihn die Amerikaner mit Orden bedacht.

Gast: Don Quichote
07.03.2008 12:35
0 0

Kann es sein, daß ...

... die Amis mit Konkurrenz in diesem schmutzigen Geschäft keine Freude haben?

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