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Südafrika: Tausende Ausländer fliehen vor Gewalt

20.05.2008 | 12:29 |   (DiePresse.com)

Die Polizei kämpft erfolglos gegen eine Welle der Gewalt gegen Ausländer. In den Armenvierteln von Johannesburg macht der Mob Jagd auf Menschen aus Simbabwe.

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Die fremdenfeindlichen Unruhen in der südafrikanischen Metropole Johannesburg haben in der Nacht auf Dienstag erstmals auch den Südwesten der Stadt erfasst. Die Polizei nahm rund 40 Menschen wegen Raubes, Vergewaltigungen und anderer Delikte fest. Die Flucht zahlreicher Ausländer aus den Armenvierteln in Polizeiwachen, Kirchen und Gemeindesäle hielt unvermindert an. Dort drängen sich rund 11.000 verängstigte Menschen.

Nach einer am Montag veröffentlichten ersten Polizeibilanz wurden bei den Ausschreitungen im Großraum Johannesburg innerhalb einer Woche mindestens 22 Menschen getötet, 19 von ihnen allein am Wochenende. Das UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) kritisierte die Untätigkeit der Regierung, die die wachsenden Spannungen zu lange ignoriert habe.

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki und der Chef der Regierungspartei ANC, Jacob Zuma, verurteilten die Gewalt. Mbeki kündigte die Einsetzung einer Untersuchungskommission an. Sie soll die Ursachen der Gewalt ergründen und herausfinden, "wer dahinter steckt". Mbeki rief die Anstifter der "schändlichen und kriminellen Taten" dazu auf, die Gewalt einzustellen. Zuma betonte mit Hinweis auf die Unterstützung, die der ANC zu Apartheidzeiten im Ausland erfahren hatte: "Wir können es nicht zulassen, dass Südafrika wegen Ausländerfeindlichkeit berüchtigt wird!"

UNHCR: Spannungen schon lang bekannt


Laut dem südafrikanischen UNHCR-Vorsitzenden Tseliso Thipanyane seien die Spannungen länger bekannt; bereits 1999 seien zwei Ausländer in Pretoria aus einem Zug geworfen worden. "Es gibt ohne Zweifel einen Wettstreit um knappe Ressourcen, Häuser, Arbeit und andere Dienstleistungen", sagte Thipanyane im öffentlichen Radio. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Übergriffe vor allem in Armenvierteln verübt würden.

"Wir sprechen nicht von Fremdenfeindlichkeit, wir sprechen von Kriminalität", unterstrich Polizeisprecher Govindsamy Mariemuthoo. Den festgenommenen Personen würde Mord, Vergewaltigung und Raub vorgeworfen. Die Opposition erneuerte indes ihre Forderung, das Militär zu entsenden, da die Polizei die Lage nicht mehr kontrolliere. Die Polizei bezeichnete die Situation auch am Montag als sehr gespannt. Randalierende Mobs machten weiterhin mit außergewöhnlicher Brutalität Jagd auf Ausländer. Knapp 100 Wohnungen gingen in Flammen auf. Geplünderte Läden, ausgebrannte Autowracks und brennende Barrikaden prägten an vielen Orten das Bild.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnte, die Stadt steuere auf eine humanitäre Katastrophe zu. Auch die Stiftung von Nelson Mandela beklagte die Exzesse. Der erste schwarze Präsident Südafrikas und Friedensnobelpreisträger hatte die Nation schon vor einer Woche vor einer "zerstörerischen Entzweiung" gewarnt. (Ag.)
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24 Kommentare

Und was ist mit "FIFA 2010"?

Weil bei uns sehr viele sooooo begeistert sind, dass wir in Wien endlich wieder ein "Event" haben (dürfen), das sehr bald beginnt! Und natürlich - was ich sehr hoffe und wünsche!! - friedlich und rhig ablaufen wird: was, liebe FIFA machs't jetzt mit der Fußball-WM 2010, die ja in Südafrika abgehalten werden soll??!! Was? Ach, bis dahin hat sich alles wieder beruhigt? Na ja, dann!!!

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Es wird wohl alles nur noch schlechter...

Man muß wohl lange suchen, ehe man in Afrika einen Staat findet, wo Ruhe, Frieden, Freiheit und wirtschaftliche Prosperität dominierende Elemente sind. Allein schon aus Tradition ist man in nicht enden wollende Stammesfehden verhaftet, die entweder mit der Machete oder mit modernsten Schußwaffen ausgefochten werden.

Und wenn sich Regierungen, wie jene in Südafrika, dazu aus lauter Haß auf die Weißen blind, taub und blöd stellen und einen irrwitzigen Diktator wie Mugabe gewähren lassen, dann dürfen sie sich nicht wudnern, wenn Simbabwer zu Millionen flüchten und das gesellschaftliche Gleichgewicht bei den Anrainern destabilisieren.

Hauptsache, man glaubt dessen markigen Revolutions- und Befreiungssprücherln; sie machen zwar nicht satt, nützen jedoch dem "neu erwachten afrikanischen Bewußtsein".

Die WM 2010 erhielt Südafrika stellvertretend für jene afrikanischen Stimmen, mittels derer Herr Blatter als FIFA-Präsident bestätigt wurde. Jetzt hama den Salat...

Antworten Antworten Bombur
20.05.2008 16:25
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Re: Es wird wohl alles nur noch schlechter...

Ich will garnicht wissen wieviel der Westen zahlt um diesen Zustand aufrecht zuerhallten, denn ein friedliches und wirtschaftlich starkes Afrika wäre ja das schlimmste was den Wirtschaftsbossen aus dem Westen wirtschaftlich passieren könnte.

Ich bezweifle stark, dass es "primitiven" Menschen liegt das es dort unten keinen Frieden gibt.

Antworten Antworten Antworten phuter
20.05.2008 18:04
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Ich bin überzeugt...

Dass es ausschliesslich an der Primitivität der beteiligten liegt. Die Frage ist eher - kann man Primitivität aberziehen? Oder ist sie angeboren? Eine entscheidende Frage, wenn es um das Schicksal Afrikas und und seiner Menschen geht.

Antworten Antworten Antworten Gladius
20.05.2008 17:31
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Re: Re: Es wird wohl alles nur noch schlechter...

Genau der Westen ist an allem schuld! Africa ist ein "failed" Kontinent. Die Afrikaner sind einfach nicht fähig einen Staat zu erhalten bzw. zu führen. Überall nur Vetternwirtschaft und Koruption. Bsp. Südafrika: bis 1990 ein blühender Staat, jetzt ein Pulverfass am Abgrund. Rodesien blühend und die Kornkammer des Südlichen Afrikas, jetzt Simbawe, runiert und kann nicht einmal genug Nahrung für sich Selber produzieren. Kongo reich an boden schätzen und in den 60igern hies es das dieser Staat die besten chancen hat erfogreich zu werden. Und das Ergebnis war?? - Endloser Bürgerkrieg, Koruption, Vetternwirtschaft. And the list goes on. Nicht der Westen zerstört Afrika sondern die Afrikaner selber.

Antworten Antworten Antworten Antworten Kassandra
20.05.2008 20:07
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Re: Re: Re: Es wird wohl alles nur noch schlechter...

Vollkommen richtig!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hansi
20.05.2008 18:09
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Re: Re: Re: Es wird wohl alles nur noch schlechter...

Mit Ihrem letzten Satz ist eigentlich alles gesagt, aber so muss man festellen, erfolgt die Zerstörung mit den Methoden die diese Leute bei den Weissen ausgiebig gelernt haben.

Re: Es wird wohl alles nur noch schlechter.../Helmut Magnana

Herr Blattrrrr?! Is das nicht dieser wunderbare, absolut integre Subermann aus dem wunderbaren, absolut integren Sauberland, jenseits unserer westlichsten Grenze? Jetzt ham' ma den Salat aber wirklich!

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Das Gehirn der Menschen hat

sich seit der Steinzeit nicht besonders verändert
und Angehörige fremder Stämme werden eben immer noch als Feinde betrachtet,egal ob in Austria oder Südafrika.

Noah von der Arche am Berg der Freude

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Wo bleiben

unsere tapferen verlogenen Kerzerlmaschierer, Gutmenschen, Caritas usw. ?
Oder ist es in Afrika nur Folklore Häuser und Menschen verbrennen.

ralshob
20.05.2008 10:59
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Siehe da, schau, schau................

wieder was gelernt. ich dachte, dass rassismus nur ein oe problem ist.

Antworten Gast: N:N
20.05.2008 15:21
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Re: Siehe da, schau, schau................

Wieso dachten Sie das? Und wer hat das behauptet?
Bitte um Quellenangabe.

Rechte gibt es überall und sie hinterlassen überall denselben Mist. Egal ob in Italien, USA China oder Ösistan

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Re: Re: Siehe da, schau, schau................

Mich wundert eigentlich,dass die Kärntner den Mister Haider nicht als Zuwanderer eines anderen Volksstammes zurück in das Salzkammergut vertreiben?

Wenn sie konsequent in ihrer Ausländerfeindlichkeit wären,müßten sie es aber tun oder doch?

Aber anscheinend sind da manche fremde Zuwanderer herzlich willkommen und Andere,die nicht aus teitshen Landen kommen,werden oft brutal abgeschoben.

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Antworten phuter
20.05.2008 18:06
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Kommt immer auf die Lande an...

Und meistens geben die Länder einen Rückschluss auf die Leute, die von dort kommen... Das ist ja das traurige.

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Was wollen's?

Hat das nicht schon die Heroine des unterdrückten schwarzen Afrikas vorexerziert? Die "Mutter Theresa des Kaps"- Winnie Mandela.

Warum hab' ich auf einmal Halsschmerzen?

Und warum schreibt niemand über "liebevoll-amikale und freundschaftliche" Behandlung der wirklich indigenen Buschleute durch die Schwarzen?

Passt wohl nicht in das Bild des neuen toleranten Südafrikas?

Antworten seth
20.05.2008 16:11
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Re: Was wollen's?

Und die ermordeten Farmer in Transvaal und Natal, von den Südafrikanischen Medien (auf Regierungsgeheiss) totgeschwiegen.
Mbeki ist wie Mugabe, nur intelligenter...

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Re: Re: Was wollen's?

Wenn nicht-indigene Zulus nicht-indigene Buren abschlachten, dann ist das Befreiungskampf.

Wenn nicht-indigene Zulus indigene Buschmänner abschlachten, dann ist das sportlich-folkloristische Betätigung.

Wenn nicht-indigene Zulus andere Stämme abschlachten, dann ist das Alltag in Afrika....

Lepanto
20.05.2008 08:56
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Nanu?



Dabei wird Südafrika doch heutzutage viel besser und gerechter regiert als noch vor zwei Jahrzehnten!

LOLOLOL

Gast: Gast
20.05.2008 07:36
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Nicht nur Ausländer

Nicht nur Ausländer wurden verjagt, die inzwischen in den hunderten Schutz in Polizeistationen und Kirchen suchen, auch Bewohner aus den Provinzen Südafrikas, wie Limpopo im Nordosten, wurden aufgrund anderer Stammesabstammung verjagt. Der Tenor, man nehme den lokalen Leuten die Möglichkeit, Arbeit zu finden und die Flüchtinge aus ärmeren Regionen arbeiteten für weniger Geld.
Meistens Ausrede für Plünderungen,...

Aus eigener Erfahrung, es ist schwer, überhaupt jemanden zu finden, der a, halbwegs gebildet ist, und b, überhaupt arbeiten will.
Schuld daran ist meiner Meinung die Regierung, die abgesehen von dem Billighäuserbau (statt Wellblechhütten) in abgelegenen Gegenden keinerlei Infrastruktur mitbaut, den Leuten es schwer macht, überhaupt dir Arbeit zu erreichen oder selber etwas aufzubauen.
Dazu kommen Sparmassnahmen im Schulwesen und statt vernünftiger Bildung, werden Maturaanforderungen heruntergeschraubt, damit die Statistiken besser aussehen.

Antworten Alien
20.05.2008 14:40
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Sie haben prinzipiell recht, aber

die Hauptschuld der Südafrikanischen Regierung liegt in der treuen Unterstützung von Mugabe. Hätte Mbeki nicht die letzten Jahre seinen ehemaligen Kampfgefährten so bedingungslos die Treue gehalten, würde es in Südafrika kein Problem mit Flüchtlingen aus "Südrhodesien" geben.
Der Ansatz, Billighäuser zu bauen, um die Slumbevölkerung abzusiedeln ist völlig richtig, wobei die Infrastruktur immer hinten nachhängt. Außerdem haben jede Menge korrupter Politiker dabei eine goldene Nase verdient. Aber das wird Leuten der eigenen Volksgruppe gerne nachgesehen.
Aber das ganze ist auch eine Form der umgedrehten Apartheid: Es werden Entscheidungposten nur noch nach Stammeszugehörigkeit, nicht nach Qualifikation besetzt. (Das ist fast so wie in Österreich mit der Padeizugehörigkeit)

Antworten Peregrin
20.05.2008 12:41
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Re: Nicht nur Ausländer

"statt vernünftiger Bildung, werden Maturaanforderungen heruntergeschraubt, damit die Statistiken besser aussehen."

Das sind ja Zustaende wie in der Ersten Welt.

Antworten Antworten seth
20.05.2008 16:13
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Re: Re: Nicht nur Ausländer

Das habens in Österreich abgeguckt...

Gast: Österreicher
20.05.2008 01:45
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Das an Bodenschätzen reiche S-Afrika gibt uns einen Vorgeschmack

was einmal sein wird, wenn auf der Erde die Resourcen knapp werden. Und dieser Zeitpunkt ist auf Grund der rasanten Wirtschaftsentwicklung in China und Brasilien absehbar!

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Tja

Das war ja vorauszusehen, nachdem die Gutmenschen der westlichen Welt die Herrschaft der dortigen Weißen zwangsmäßig gebrochen hat.
Nicht, dass Unterdrückung von Menschen mit anderer Hautfarbe etwas Gutes wäre, nein! Aber Südafrika in die Hände eines ungebildeten mobs zu geben, war auch nie die Lösung. Es wird schlimmer werden!