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Berlin: Attentat auf Adolf Hitler geglückt

07.07.2008 | 09:17 |   (Die Presse)

Bei der Eröffnung von Madame Tussauds in Berlin enthauptete ein Ex-Polizist die Wachsfigur Adolf Hitler. Der Mann wird verhaftet, kommt aber wenige Stunden später auf freien Fuß.

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BERLIN (vier). Einem 41-jährigen Sozialhilfeempfänger, Altenpfleger und Ex-Polizisten gelang, was Legionen von Vorgängern wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg oder Georg Elser missglückt war: ein Attentat auf Adolf Hitler. Keine drei Minuten waren samstags die Pforten des Berliner Wachsfigurenkabinetts von Madame Tussauds geöffnet, als sich Frank L. auf die Hitler-Figur stürzte, sich dem Zugriff des Sicherheitspersonals entwand, unter der Parole „Nie Wieder Krieg!" den Kopf vom Rumpf trennte und wie eine Trophäe hochreckte.

„Menschlich gesehen: Attentat geglückt": Mit Berliner Mutterwitz quittierte ein Polizeisprecher den Zwischenfall am Eröffnungstag. Bis zu dieser Vollzugsmeldung hatte es immerhin 75 Jahre gedauert.

Wette mit Freunden? 

Am Vortag hatte der als Schwarzfahrer notorisch bekannte Frank L. angeblich mit Freunden eine Wette abgeschlossen, bei der es ausschließlich um Ruhm gegangen sei. Geradezu diebisch habe er sich gefreut, dass just das Ebenbild Willy-Brandts im Nebenraum dem Akt der Köpfung zugesehen habe, gab er zu Protokoll.

Am Abend war der „Attentäter" auf freiem Fuß, muss sich indes auf Schadenersatzzahlung der 200.000 Euro teuren Figur gefasst machen. Madame Tussauds darf sich aber über den Gratis-PR-Effekt freuen - pünktlich zur Eröffnung und zur Sommersaison.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.07.2008)

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19 Kommentare
wolbo
07.07.2008 01:56
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Da zeigt jetzt jeder seine Gesinnung!

Gleich vorweg: Diese Tat war eine Wohltat!
Laut n-tv ist die Mehrheit der Deutschen für einen Verbleib der lebensechten Nachbildung von Adolf Hitler in der Hauptstadt des Tausendjährigen Reiches. Auch Hellmuth Karasek findet das okay, wie man sich am Samstag auf n-tv überzeugen konnte.
Dann muss diese Figur dort wieder hin! Die Mehrheit der Deutschen will es so! Es kann nicht sein, dass eine Minderheit der Mehrheit der Bevölkerung Vorschriften macht! Wenn man Adolf Hitler in Berlin wieder haben möchte, dann muss er dort wieder hin!

Mag. Wolfgang Böhm

Ophicus
07.07.2008 09:33
0 0

Schlichte Gemüter

mögen die Wachsfigur mir dem Original gleichsetzen. Die Mehrheit der Bevölkerung erkennt den Unterschied aber sehr wohl.
Verdtängung ist keine Lösung.

wolbo
07.07.2008 13:44
0 0

Wo sitzen die schlichten Gemüter?

Schlichte Gemüter erkennen nicht den Symbolcharakter dieser Hitlerfigur in Berlin. Verdrängung bedeutet, diese lebensechte Hitlerfigur mit Gleichmut in Berlin öffentlich zur Schau zu stellen.
Im Berlin des 21. Jahrhunderts marschieren die hirnlosen Nazis unter Polizeischutz, da braucht die Stadt noch eine tolle Hitlerfigur, weil es ja keine Hitlerstatuen geben darf. Und Grab hat er auch keines.
Wer was im Hirn hat erkennt jedenfalls die Problematik und kann auch zwischen den Zeilen lesen!
Mag. Wolfgang Böhm

Gast: Niederösterreicher
06.07.2008 19:14
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Könnte man einen derartigen Wachs-Hitler

nicht auch in der Hofburg ausstellen, wie er gerade 200 000 anschlußbegeisterten Österreichern das "Tausendjährige Reich" verkündet?

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Der Wert einer Puppe,

so erfuhr ich gestern im deutschen TV , beträgt um die 200.000 Euro.

Wie dem auch sei, es soll ja auch Ausstellungen geben deren Sinn es ist nachdenklich zu stimmen oder Diskussionen anzuregen.

Das Verhalten: "Mach kaputt was Dir nicht gefällt" scheint nicht auszusterben.

erichgeyer
05.07.2008 22:00
0 0

Der Hiltler

Dieser Mensch ist ein Görßtenwarnsinger und war ein Massen Mörder

Michael
06.07.2008 01:07
0 0

Daß das ...

... zu einem Analphabethen wie Ihnen schon durchgedrungen ist, ist ja unglaublich!

Lernen Sie Rechtschreibung!

Antworten Antworten Gast:
06.07.2008 09:36
0 0

ach wie peinlich

AnalphabetHen ?

roda-roda
06.07.2008 07:42
0 0

Mensch Michael,

das ist ja gar kein Schreibfehler.

Wusstet du nicht, dass der Adolf H. Gründungsmitglied und Vorsitzender beim e.V. Görßtenberger-Warnsinger gewesen ist.
Die haben sich in kunstvoller Form, mit der Imitation von Flugabwehrsirenen beschäftigt.
Der "Attentäter" war ein damals ausgeschlossenes Mitglied und das war seine späte Rache.

:-)

Antworten Gast: ASVG-Sklave
05.07.2008 22:33
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Warnsinger

Ja, er sag sehr hässlich. Da haben Sie Recht.

Gast: Berlin-Kreuzberg
05.07.2008 21:25
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Berlin-Kreuzberg

ohne Worte

Gast: Kopf ab
05.07.2008 21:20
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Der Staatsschutz ermittelt.

Hoffentlich gegen Hitler.

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Man hatte es erwartet...

Das einzig Überraschende war, daß es so schnell passierte. Gewarnt wurden die Verantwortlichen des neuen Berliner Wachsfigurenkabinetts schon lange zuvor in eindringlicher Weise, daß "so etwas" in Deutschland einfach "nicht geht"! Für eine putzige Quasi-Gartenzwerg-Rolle eignet sich der "Führer" vielleicht in anderen westlichen Staaten; dort geht man mit dieser historischen Person seit jeher locker um; sogar zu Werbezwecken setzt man sein Konterfei keineswegs selten ein!

In Deutschland gilt etwas Ähnliches hingegen bereits als "nazistische Wiederbetätigung". Selbst noch so kritische Bücher, TV-Dokumentationen und Spielfilme geraten dort schnell in den Verdacht, daß damit um Sympathien für den braunen Mief geworben wird...

Wäre dieser "Schädelreißer" nicht passiert, dann hätte es wiederum geheißen: Die Deutschen haben mit ihrer düsteren Vergangenheit "ihren Frieden" gemacht und sehen in Hitler nur irgend eine weitere historische Fugur unter diversen anderen...

Gast: ASVG-Sklave
05.07.2008 20:28
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Ehrenbürger und Künstler

Jede Wette: Kein Gericht wird es wagen ein Verfahren gegen ihn zu führen. Hätte er auch noch in eine Ecke geschissen, wäre ihm eine Auszeichnung für seine Zivilcourage gewiss. Schalom, alle miteinander! Und lasst mir den Ariel Sharon grüßen!

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Nur bie den Briten und Amis hat Hitler "gute Karten"...

Kurios, aber wahr: In England und USA gilt Hitler als ganz "normale" historische Figur, die sogar zu Werbezwecken verwendet wird. In Deutschland und Österreich gälte das als "nazistische Wiederbetätigung", denn Hitler figuriert in unseren Breiten als das historische "Böse" schlechthin!

Genau diesen wichtigen psychologischen Sachverhalt haben die für das Tussaud-Museum Verantwortlichen trotz vielfältiger Warnungen von kompetenter Seite nicht bedacht! Hitler zwischen anderen historischen Figuren zu platzieren kommt einer unverantwortlichen Relativierung seiner Verbrechen gleich; eine solche Reaktion wie die hier beschriebene war somit nur eine Frage der Zeit; daß alles so schnell geschah, verwundert micht allerdings schon.

Aber auch dann, wenn nichts passiert wäre, hätte es für die deutsche Gesellschaft imagemäßig schlecht ausgesehen. Dann hätte man vermutlich gesagt, sie sei gegenüber ihrer schändlichen Vergangenheit gleichgültig geworden. Wie man¿s macht, ist es verkehrt...

Gast: weg
05.07.2008 13:58
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70 Jahre zu spät...

Der Mann kommt 70 Jahre zu spät..

Antworten Gast: Na klar
05.07.2008 17:44
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70 Jahre später

werden sogar die "Antifaschisten" heldenhafte Einzelkämpfer von legendärem Mut.....

Antworten Gast: So ist's
05.07.2008 16:46
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Genau das habe ich mir auch gedacht...


Der Ätzer
05.07.2008 13:34
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Da hatte wohl jemand ein Souvenier nötig?

Sich an einem Hitlerwachsabdruck zu vergehen, ist wie ein Hundetrümmel aufzuklauben, damit man beweisen kann, da wäre man fast draufgetreten.

Manchen fehlt die Reife!

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