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Italien konfisziert betrunkenen Fahrern das Auto

01.08.2008 | 12:18 |   (APA)

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Die neu eingeführten Strafen zur Bekämpfung von Alkohol und Drogen am Steuer zeigen in Italien positive Resultate. Seit dem Inkrafttreten der neuen Maßnahmen am 23. Mai drohen betrunkenen Autofahrern nicht nur hohe Strafen und der Führerscheinentzug bis zu zwei Jahren. Die Konfiszierung des Fahrzeuges ist jetzt die am stärksten befürchtete Strafe für Autofahrer, die zu viel getrunken haben.

Bis zu zehn Fahrzeuge pro Tag konfisziert die italienische Polizei durchschnittlich Autofahrern in Italien, die mit über 1,5 Gramm Alkohol pro Liter im Blut erwischt werden. Das Fahrzeug wird von der Polizei dann versteigert. 700 Autofahrer mussten sich bisher schon von ihrem Fahrzeug verabschieden. Lenker, die unter dem Einfluss von Suchtgift oder Alkohol tödliche Unfälle verursachen, können bis zu zehn Jahren Haft verurteilt werden. Bisher waren fünf Jahre Gefängnis die schwerste Strafe.

Die strengen Maßnahmen zeigen bereits Resultate. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde ein elfprozentiger Rückgang in den Autounfällen am Wochenende gemeldet. Die Zahl der Todesopfer an Wochenenden oder Feiertagen ging um 14,3 Prozent auf 764 zurück. Die Polizei verschärfte auch die Kontrollen auf den Straßen. Im ersten Halbjahr 2008 wurden 126.262 Autofahrer kontrolliert. Jedem Zehnten wurde zu viel Alkohol nachgewiesen.

40 Prozent der Verkehrsunfälle, bei denen Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren ums Leben kommen, werden in Italien durch Alko-Lenker verursacht. 46 Prozent der Unfallopfer zwischen 14 und 24 Jahren gehen auf das Konto von Alkohol am Steuer, erklärte man im Verkehrsministerium in Rom.

(APA)

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