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Teuerung: Griechische "Robin Hoods" überfallen Supermärkte

05.09.2008 | 12:04 |   (DiePresse.com)

Die Vermummten haben schon mehrere Märkte überfallen und lassen die gestohlenen Waren zur freien Entnahme auf der Straße liegen. In Griechenland ist die Teuerung noch höher als bei in Österreich.

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Die steigenden Lebensmittelpreise machen nicht nur den Österreichern zu schaffen: Auch in Griechenland kämpfen vor allem Menschen mit geringem Einkommen mit der Teuerung. Rund 20 Vermummte haben in der griechischen Stadt Thessaloniki nun auf ihre Art dagegen protestiert: Sie gingen in einen Supermarkt, füllten ihre Einkaufswagen und verschwanden - ohne zu bezahlen - in den Gassen der Hafenstadt. Die Waren ließen sie zur freien Entnahme auf der Straße liegen. Außerdem warfen sie Flugblätter in die Luft und skandierten Parolen gegen die steigenden Preise.

Als die Polizei eintraf, waren sie längst über alle Berge, berichtete der Rundfunksender von Thessaloniki weiter. Dabei war es nicht das erste Mal, dass die Gruppe, die "Robin Hoods der Supermärkte" getauft wurde, einen Supermarkt auf diese Weise überfällt. Sie packen Nudeln, Reis und Milch in den Einkaufswagen und verschwinden genauso schnell, wie sie aufgetaucht sind. Ein Sprecher der Polizei räumte ein, dass "sie nie Geld gestohlen oder jemandem wehgetan haben. Sie bitten die Leute, ruhig zu bleiben."

Die steigenden Preise bewegen seit Wochen die Gemüter in Griechenland. Die Preise lagen im August um 4,6 Prozent (EU-Durchschnitt: 3,6) über denen des gleichen Vorjahresmonats.

(Ag./Red.)

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7 Kommentare
Gast: ha
05.09.2008 19:45
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jaja, in österreich hätte die polizei schon längst..

.. hausdurchsuchungen und haftbefehle erwirkt gegen alle, die sich zu laut über preissteigerung aufregen! irgendwem wird sich doch wohl wegen dna-spuren auf den nudeln etwas anhängen lassen!
ansonsten reicht als anschuldigungsgrund auch die mutmaßliche sympathie mit dieser kriminellen "robin hood"
der verdacht der versuchten schwerwiegenden einflussnahme durch kriminelle methoden (schwerer diebstahl, raub, nötigung) auf politik und wirtschaft ist jedenfalls offenkundig und bedarf keiner erörterung.
und wenn sich bei der einen oder anderen hausdurchsuchung sogar robin-hood-dvds finden lassen, ist der prozess doch wohl a gmahte wiesn.!

Antworten parapente
07.09.2008 10:27
0 0

Re: jaja, in österreich hätte die polizei schon längst..

Was du dir da zusammenreimst . . . .

Peregrin
05.09.2008 14:39
0 0

Komische Bewertung des Polizeisprechers

Ob jemand Geld- oder Sachwerte raubt, macht in zivilisierten Rechtsstaaten keinen so grossen Unterschied.

Antworten Gast: gast name
06.09.2008 14:35
0 0

Re: Komische Bewertung des Polizeisprechers

sie kennen
1. den unterschied zwischen diebstahl und raub nicht
und
2. ist ziviler ungehorsam ein zeichen für einen rechtsstaat und nicht umgekehrt

bilden sie sich!

Antworten Antworten freeman
08.09.2008 12:13
0 0

Ziviler Ungehorsam

ist immer eine Tätigkeit, die sich gegen den Staat und seine Organe richtet, nicht gegen Dritte.

In Zukunft wird sich wohl jeder Taschendieb und Vergewaltiger auf die für den Rechtsstaat segenreiche Wirkung des "zivilen Ungehorsams" berufen...

Das was diese Deppen treiben ist nichts als Diebstahl. An den Preissteigerungen sind nicht die Supermärkte schuld, sondern die Politik, die unsere Geld immer weiter entwertet. Wenn sich derartiges häuft steigen die Preise nur noch weiter, weil die Verluste am Ende irgendiwe kompensiert werden müssen.


Antworten Antworten Antworten Gast: asdf
08.09.2008 16:02
0 0

Re: Ziviler Ungehorsam

Wenn diese "Robin Hood- Gang" aus lauter Deppen bestehen würde, wären sie wohl schon längst erwischt worden. Es ist offensichtlich Diebstahl. Aber ist es besser arme Menschen nahezu verhungern zu lassen? Bei den Mengen die ein Supermarkt jeden Tag abschreibt, fallen diese paar Einkaufswagen nicht ins Gewicht. Rechtlich betrachtet zu verurteilen, menschlich betrachtet lobenswert.

Antworten Antworten Antworten Antworten freeman
08.09.2008 21:27
0 0

Wer Diebstahl "menschlich" gutheißt

hat seinen moralischen Kompass bereits verloren.

Schade drum.

Niemand in Griechenland muß verhungern, das sind wirklich nur ein paar Konsumdeppen, die Weltrevolution spielen.

Wenn sie es ehrlich meinten, würden sie in der Zeit harte, gutbezahlte Arbeit leisten und ihren Lohn den "Armen" spenden.