07.11.2009 22:01 | Meine Presse Merkliste0

Teuerung: Griechische "Robin Hoods" überfallen Supermärkte

05.09.2008 | 12:04 |   (DiePresse.com)

Die Vermummten haben schon mehrere Märkte überfallen und lassen die gestohlenen Waren zur freien Entnahme auf der Straße liegen. In Griechenland ist die Teuerung noch höher als bei in Österreich.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die steigenden Lebensmittelpreise machen nicht nur den Österreichern zu schaffen: Auch in Griechenland kämpfen vor allem Menschen mit geringem Einkommen mit der Teuerung. Rund 20 Vermummte haben in der griechischen Stadt Thessaloniki nun auf ihre Art dagegen protestiert: Sie gingen in einen Supermarkt, füllten ihre Einkaufswagen und verschwanden - ohne zu bezahlen - in den Gassen der Hafenstadt. Die Waren ließen sie zur freien Entnahme auf der Straße liegen. Außerdem warfen sie Flugblätter in die Luft und skandierten Parolen gegen die steigenden Preise.

Als die Polizei eintraf, waren sie längst über alle Berge, berichtete der Rundfunksender von Thessaloniki weiter. Dabei war es nicht das erste Mal, dass die Gruppe, die "Robin Hoods der Supermärkte" getauft wurde, einen Supermarkt auf diese Weise überfällt. Sie packen Nudeln, Reis und Milch in den Einkaufswagen und verschwinden genauso schnell, wie sie aufgetaucht sind. Ein Sprecher der Polizei räumte ein, dass "sie nie Geld gestohlen oder jemandem wehgetan haben. Sie bitten die Leute, ruhig zu bleiben."

Die steigenden Preise bewegen seit Wochen die Gemüter in Griechenland. Die Preise lagen im August um 4,6 Prozent (EU-Durchschnitt: 3,6) über denen des gleichen Vorjahresmonats.

(Ag./Red.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

7 Kommentare
Gast: ha
05.09.2008 19:45
0 0

jaja, in österreich hätte die polizei schon längst..

.. hausdurchsuchungen und haftbefehle erwirkt gegen alle, die sich zu laut über preissteigerung aufregen! irgendwem wird sich doch wohl wegen dna-spuren auf den nudeln etwas anhängen lassen!
ansonsten reicht als anschuldigungsgrund auch die mutmaßliche sympathie mit dieser kriminellen "robin hood"
der verdacht der versuchten schwerwiegenden einflussnahme durch kriminelle methoden (schwerer diebstahl, raub, nötigung) auf politik und wirtschaft ist jedenfalls offenkundig und bedarf keiner erörterung.
und wenn sich bei der einen oder anderen hausdurchsuchung sogar robin-hood-dvds finden lassen, ist der prozess doch wohl a gmahte wiesn.!

parapente
07.09.2008 10:27
0 0

Re: jaja, in österreich hätte die polizei schon längst..

Was du dir da zusammenreimst . . . .

Peregrin
05.09.2008 14:39
0 0

Komische Bewertung des Polizeisprechers

Ob jemand Geld- oder Sachwerte raubt, macht in zivilisierten Rechtsstaaten keinen so grossen Unterschied.

Antworten Gast: gast name
06.09.2008 14:35
0 0

Re: Komische Bewertung des Polizeisprechers

sie kennen
1. den unterschied zwischen diebstahl und raub nicht
und
2. ist ziviler ungehorsam ein zeichen für einen rechtsstaat und nicht umgekehrt

bilden sie sich!

freeman
08.09.2008 12:13
0 0

Ziviler Ungehorsam

ist immer eine Tätigkeit, die sich gegen den Staat und seine Organe richtet, nicht gegen Dritte.

In Zukunft wird sich wohl jeder Taschendieb und Vergewaltiger auf die für den Rechtsstaat segenreiche Wirkung des "zivilen Ungehorsams" berufen...

Das was diese Deppen treiben ist nichts als Diebstahl. An den Preissteigerungen sind nicht die Supermärkte schuld, sondern die Politik, die unsere Geld immer weiter entwertet. Wenn sich derartiges häuft steigen die Preise nur noch weiter, weil die Verluste am Ende irgendiwe kompensiert werden müssen.


Antworten Antworten Antworten Gast: asdf
08.09.2008 16:02
0 0

Re: Ziviler Ungehorsam

Wenn diese "Robin Hood- Gang" aus lauter Deppen bestehen würde, wären sie wohl schon längst erwischt worden. Es ist offensichtlich Diebstahl. Aber ist es besser arme Menschen nahezu verhungern zu lassen? Bei den Mengen die ein Supermarkt jeden Tag abschreibt, fallen diese paar Einkaufswagen nicht ins Gewicht. Rechtlich betrachtet zu verurteilen, menschlich betrachtet lobenswert.

freeman
08.09.2008 21:27
0 0

Wer Diebstahl "menschlich" gutheißt

hat seinen moralischen Kompass bereits verloren.

Schade drum.

Niemand in Griechenland muß verhungern, das sind wirklich nur ein paar Konsumdeppen, die Weltrevolution spielen.

Wenn sie es ehrlich meinten, würden sie in der Zeit harte, gutbezahlte Arbeit leisten und ihren Lohn den "Armen" spenden.

Schlagzeilen Panorama

  • Fall Kampusch: Ermittlungen gegen Freund des Entführers
    Die Rolle von Ernst H. wird nochmals durchleuchet. Er war ein Freund des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil. Es bestehe der Verdacht, dass H. an der Entführung "unter Umständen beteiligt war", sagt der zuständige Oberstaatsanwalt.
    Frühgeburt bei Wiener Schweinegrippe-Patientin
    Jene schwangere Patientin, die seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation des Wiener Hanusch-Spitals liegt, hat am Freitag ihr Kind bekommen. Das Kind wird auf der Neonatologie betreut.
    Wie das Handy die Welt verändert
    Die Entwicklungsländer erleben eine wahre Telekommunkationsrevolution: Menschen, die nie zuvor Zugang zu einem Telefon hatten, können nun sogar per Handy Bankgeschäfte erledigen und Rechnungen bezahlen.
  • Kalaschnikow: Das Instrument des einfachen Tötens
    Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, Erfinder des berühmten Sturmgewehrs AK-47, feiert kommenden Dienstag seinen 90.Geburtstag. Der greise Konstrukteur sieht sich selbst als Mann des Friedens und der Freundschaft.
    Melange modern: Was Wiener Kaffeehäuser brauchen
    Einst Avantgarde, jetzt Museum? Was Wiener Kaffeehäuser brauchen, um zu überleben. Unter anderem mehr Steckdosen und weniger Respekt vor George Clooney – und vor der Presse. Architekt Gregor Eichinger im Interview.
    Wien: Der Nazibunker im Gallitzinberg
    Am Westrand von Wien schufen sich die Nazis vor 65 Jahren ein Bunkersystem, das bis heute Anrainer wie Historiker gleichermaßen fasziniert. Eine Ausstellung in Ottakring zeigt nun Tatsachen und Legenden.
  • Tirol: Tausende Patienten-Daten weitergegeben
    Die Innsbrucker Uniklinik soll über Jahre 40.000 Datensätze an ein privates Biotechnik-Unternehmen weitergegeben, berichtet "profil". Zuerst habe es keine, dann nur eine schwammige Zustimmungserklärung gegeben.
    Erneut Amoklauf in den USA: Geldnot als Motiv
    Einen Tag nach dem Amoklauf in Texas mit 13 Toten hat in Florida ein hoch verschuldeter Mann hat an seinem Ex-Arbeitsplatz einen Menschen erschossen und fünf verletzt. Drei Stunden später wurde er verhaftet.
    Gedenkfeier: Abschied von der alten Heimat
    Jedes Jahr zu Allerseelen treffen sich die Menschen, die unter den Nazis dem Truppenübungsplatz Allentsteigweichen mussten, zu einer Gedenkfeier. Ein Besuch in Döllersheim.
  • Wie ein Provinzscheich Deutschland das Fürchten lehrte
    Der Aufruf eines Scheichs, den Mord an einer Ägypterin zu rächen, hat Deutschland in Alarmbereitschaft versetzt. Nun hat sich der Imam als islamistischer Wichtigtuer entpuppt.
    11. November: Die (letzte) Stunde der Gänse
    Auf Herta Schneiders Bauernhof dürfen ihre südburgenländischen Weidegänse ein angenehmes Leben verbringen – ehe sie rund um den 11. November als Martinigans enden.
    Tirol: Kinderschänder in Einkaufszentrum gestellt
    Ein 27-jähriger wurde auf frischer Tat ertappt, als er versuchte, einen Siebenjährigen zu verführen. Er dürfte über zwei Jahre sein Unwesen in mehreren Einkaufszentren getrieben haben.