Der durch die Karibik ziehende Hurrikan "Ike" ist am Samstag wieder auf die zweithöchste Kategorie 4 hochgestuft worden. Auf Kuba bereitete der Zivilschutz Evakuierungen in den östlichen Provinzen des Landes vor. Am Montag könnte der Wirbelsturm Florida erreichen. "Ike" befand sich am Samstag auf dem gleich Weg wie "Andrew", der 1992 als Hurrikan der Stufe 5 Florida verwüstete und 65 Menschen tötete.
Laut den jüngsten Angaben des US-Hurrikan-Zentrums NHC in Miami erreichte "Ike" Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern. Der Hurrikan hatte zunächst am Freitag an Stärke nachgelassen und war zeitweise zu einem Sturm der Kategorie zwei herabgestuft worden.
Die Regierung der Bahamas erließ eine Hurrikanwarnung für die südöstlichen Inseln des Archipels und die nahen Turks- und Caicos-Inseln. Eine Hurrikanwarnung bedeutet, dass innerhalb der nächsten 24 Stunden mit dem Durchzug des Sturms gerechnet wird. Die britische Regierung hatte am Wochenende Sonderflüge für die Besucher der Turks- und Caicosinseln organisiert, berichtete CNN. Die etwa 12.000 Einwohner der 30 Koralleninseln, die britische Kronkolonien sind, mussten fliehen.
Die Wetterexperten gehen davon aus, dass der Sturm in südwestliche Richtung dreht und dann über Kuba und das südliche Florida in die warmen Gewässer des Golfs von Mexiko vordringt. Der Westen Kubas war bereits vor einer Woche vom Hurrikan "Gustav" verwüstet worden. Er zerstörte oder beschädigte mehr als 100.000 Gebäude.
Unterdessen bereitete sich Süd-Florida auf "Ike" vor. Touristen der Keys in Florida wurden am Samstag von den Behörden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.
(Ag.)

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