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USA: Hurrikan "Ike" auf den Spuren von "Andrew"

07.09.2008 | 09:04 |   (DiePresse.com)

Wirbelsturm "Ike" wird immer stärker. Er wurde auf die zweithöchste Kategorie 4 hochgestuft. Der Hurrikan steuert auf Florida zu.

Der durch die Karibik ziehende Hurrikan "Ike" ist am Samstag wieder auf die zweithöchste Kategorie 4 hochgestuft worden. Auf Kuba bereitete der Zivilschutz Evakuierungen in den östlichen Provinzen des Landes vor. Am Montag könnte der Wirbelsturm Florida erreichen. "Ike" befand sich am Samstag auf dem gleich Weg wie "Andrew", der 1992 als Hurrikan der Stufe 5 Florida verwüstete und 65 Menschen tötete.

Laut den jüngsten Angaben des US-Hurrikan-Zentrums NHC in Miami erreichte "Ike" Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern. Der Hurrikan hatte zunächst am Freitag an Stärke nachgelassen und war zeitweise zu einem Sturm der Kategorie zwei herabgestuft worden.

Die Regierung der Bahamas erließ eine Hurrikanwarnung für die südöstlichen Inseln des Archipels und die nahen Turks- und Caicos-Inseln. Eine Hurrikanwarnung bedeutet, dass innerhalb der nächsten 24 Stunden mit dem Durchzug des Sturms gerechnet wird. Die britische Regierung hatte am Wochenende Sonderflüge für die Besucher der Turks- und Caicosinseln organisiert, berichtete CNN. Die etwa 12.000 Einwohner der 30 Koralleninseln, die britische Kronkolonien sind, mussten fliehen.

Die Wetterexperten gehen davon aus, dass der Sturm in südwestliche Richtung dreht und dann über Kuba und das südliche Florida in die warmen Gewässer des Golfs von Mexiko vordringt. Der Westen Kubas war bereits vor einer Woche vom Hurrikan "Gustav" verwüstet worden. Er zerstörte oder beschädigte mehr als 100.000 Gebäude.

Unterdessen bereitete sich Süd-Florida auf "Ike" vor. Touristen der Keys in Florida wurden am Samstag von den Behörden aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.

(Ag.)


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9 Kommentare
 
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Von ulysses am 07.09.2008 um 13:28

Ike's Weg und Stärke

Schaut so aus, daß Ike in La Habana nur mehr 50 Kn haben wird (zur Zt. 100 kn in Ost-Cuba).
Westseit der Fla. Keys Diestag und Mittwoch.

Antworten Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 14:32

Re: Ike's Weg und Stärke

Wie sehen Sie den Weg? Historische Vergleiche lassen Ike nördlich Cuba direkt nach Florida ziehen, aber Ike und Josephine sind ja nach Musiker und Tänzer benannt, und so geht der Turner nach Jamaika und die Baker oder Tumpi ist gestern zerfallen und heute mit strengen Divergenzwerten in der Höhe frisch gebacken und wickelt von der mittleren Höhe bis nach Unten prächtig. Ike trifft Havanna erst einmal von NO, wofür Ihre Windprognose solide ist. Dann gibt es Tote um Corpus Cristi, weil das zentrale Cuba baulich stark vernachlässigt ist, und der Hurricane fegt mit Orkanstärke und Hurricanestärke drei Tage lang über ganz Cuba, bis er über Westcuba und die Badedomizile für perverse europäische Soz/innen sich in den Golf von Mexiko verabschiedet, wo wieder angesaugt wird bis Hurr3/4 und der Landgang zwischen Pensacola und Mississippimündung erwartet wird. Für Cuba sind das fünf schlimmste Sturmtage mit Ike dem Turner, der einen Turn nach Süden über Jamaika macht vor dem Amoklauf aus dem Golf

Antworten Antworten Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 17:55

Jamaika

wird nur marginal tangiert. Aber das Auge Ikes kann durchaus Cuba von NO nach Mitte Süd durchqueren, um dann im Meer nahe der Caymans satt zu tanken und wirklich als furchtbar geladener Hurricane den Westen Cubas zu nehmen. Da gehen die Wolkenbänder zwar erst über Land, bevor sie Havanna treffen, aber Havanna wird wohl dem Auge sehr nahe sein am Dienstag mittags und schwer getroffen. Ich sehe das Auge also ganz leicht westlich von Havanna und nicht östlich wie jetzt die Prognosen der Amerikaner, die den Zug quer durch Cuba auf dem Land annehmen ohne Zuzeln bei den Kaymans. Ich bilde mir das so ein, weil ich den einfachen Modellen jetzt gar nicht mehr folgen will, wenn die Winde drumrum in allen Höhen nach Yucatan ziehen. Da zieht kein Antipassat irgendwie nach NO, nein da ist eher "Vakuum" in der Atmosphäre, und so zieht das Methan zur Schweinebucht und den Caymans, auch wenn diese nicht ganz vom Auge getroffen werden. Ich sage: Ike tankt südlich von Cub, um wahrlich ein Monster zu wer

Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 12:26

Jeden

der Hurricanes von Gustav bis Ike habe ich im Anfangsstadium schwächer sehen wollen, weil das fast nicht zu glauben ist, daß alle Erfahrungswerte so rasch neu überdacht werden müssen. Die Ursache kann nicht nur in der gesteigerten Konvektion über einem 1°C wärmeren (im Vergleich zu Durchschnitt der letzten Jahrzehnte) Gürtel von Tropenwasser im Atlantik liegen. Da kommen auch noch das untere Stratosphärenwasser + Wolken der Tropopause hinzu, die vom Roten Meer im ITC transportiert wurden. Obwohl das Wasser in der Tropenzone des Atlantiks immer noch schön warm ist, entstehen nächste Woche nicht mehr so viele Hurricanes hintereinander, weil vom Roten Meer der Antipassat den "Dampf" nach Arabien treibt und in das mesopotamische Wetter einspeist. Wenn ich als Wetterteufel die Danakilsenke mit Meerwasser von Thio/N her fluten will, um Stohballen darin zu verbrennen, dann würde das Wasserdampf zu Wolken binden und in Äthiopien abregnen lassen, der sonst oben gefährliches Hurricanewasser wird

Antworten Von dihaus am 07.09.2008 um 14:47

Tragen Sie doch

diesen Gedanken den Floridianischen Versicherungen vor. Die wuerden schon eine bestimmte Summe ausgeben, wenn man die Hurricanes vermeiden koennte.

Antworten Antworten Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 18:18

Ich

will ja in der Weltpolitik keinesfalls als korrupt gelten. Ich hatte einmal politische Beratung als Nebengewerbe angemeldet und habe mit den Sanktionen gegen Österreich sofort eingesehen, daß das nicht geht. Also habe ich das wieder völlig ohne Geschäftstätigkeit abgemeldet und den Ritter der Majestäten Benita Ferrero-Waldner und meiner Frau auf ehrenamtlicher Basis gegeben. Das ist schon richtig, daß Politik einen Priesterstatus verlangt: aber wo gibt´s das? Für die McCain-Allianz der demokratiewilligen Staaten müssen wir das verlangen von den guten Denkern, daß sie asketisch und so arm leben, daß sie die Nöte Unfreier niemals vergessen können. Und wir müssen bei Weltpolitikern die Kenntnisse in Meteorologie und Volkskultur verlangen, die zum Mitreden notwendig sind. Das ist ja in der UNO überhaupt nicht der Fall, weil da die Mittepollitiker hin abgeschoben wurden, die garantiert nicht anders als mit einem sonoren Grundton der Schwebung zwischen Faschismus und Stalinismus daherkommen.

Antworten Von ulysses am 07.09.2008 um 13:32

Re: Jeden

Es gab ja jetzt drei oder 4 ausgeprägte tropische Wellen hintereinander über Afrika.
Ob da die Eurp. Soldaten zu sehr ... ?

Antworten Antworten Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 21:23

Zu

viel Kohl verdaut haben, meinten Sie? Über dem Tschad ist wirklich eine Vorticity mit kaum Wolken (also gar keine tropische Welle), die einzig jetzt über Afrika ein Hurricanepotential darstellen könnte.

Antworten Antworten Von Gast: Ludwig Ammer am 07.09.2008 um 18:39

Hier

habe ich das nicht so ausführlich erklärt, aber früher habe ich in Die Presse das schon in die knappen tausend Zeichen gebracht, daß der I(nner)T(trop.)C(yclus) die ungestörte Verdunstung vom Roten Meer und dem Golf von Aden so schön aufnimmt, weil Methan aus der Meeresflora alles in die Höhe reißt, bis nur noch wenig über die Kältefalle weiter nach oben kann. Die wenigen Kondensationskeime können je nach Jahreszeit ein bisserl tiefere Wolken für den Sudan, Äthiopien, Somalia und die arabische Halbinsel schaffen, aber da läßt die Hitze gar nicht viel nahen Niederschlag zu und diese Wolken entschwinden auch in den ITC-Transport nach Westen, wo dann ein Teil über Nigeria bis Burkina herunterfällt und Hurricanepotential sichtbar bildet. Da ist aber jetzt alles schon weiter südlich um Nigeria schön im Kreis, und da fällt kein Cluster mehr um, um bei Cabo Verde in eine schöne Scherung zu kommen. Der ITC ist schon zu südlich und die Kongo/Zaire östlich gelegene Suppe bringt Regen in Afrika.

 
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