08.11.2009 03:53 | Meine Presse Merkliste0

Gemeinde ersteigert Haus von Kinderschänder Dutroux

28.11.2008 | 08:59 |   (DiePresse.com)

Um zu verhindern, dass jemand ein "Horror-Museum" aus dem Haus macht, hat die Gemeinde das Grundstück gekauft, auf dem zwei Mädchen verhungert waren. Das Haus wird wohl abgerissen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Das ehemalige Wohnhaus des belgischen Kinderschäders und Mörders Marc Dutroux ist für 46.000 Euro versteigert worden. Das Gelände, wo die Leichen der Dutroux-Opfer Julie und Melissa gefunden worden waren, ging an die Gemeinde Lobbes, zu der das Dorf Sars-La-Buissière gehört, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Donnerstag meldete.

Das Haus auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück stand seit der Festnahme des Mädchenmörders im Jahr 1996 leer. Die Gemeinde wollte mit dem Kauf verhindern, dass ein möglicher Käufer daraus ein "Horrormuseum" macht. Das Haus soll möglicherweise abgerissen werden. Das Geld aus dem Hausverkauf soll für die Prozesskosten und einen Teil der Entschädigung für Dutroux' Opfer genutzt werden.

Marc Dutroux war 2004 wegen Entführung und Vergewaltigung von sechs Mädchen und der Ermordung von vier seiner Opfer zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Leichen von Julie und Melissa waren nach seiner Festnahme im August 1996 auf seinem Anwesen in Sars-La-Buissière gefunden worden. Die beiden Mädchen verhungerten vermutlich im Keller eines anderen Dutroux-Hauses in Charleroi.

(Ag.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

Schlagzeilen Panorama

  • Fall Kampusch: Ermittlungen gegen Freund des Entführers
    Die Rolle von Ernst H. wird nochmals durchleuchet. Er war ein Freund des Kampusch-Entführers Wolfgang Priklopil. Es bestehe der Verdacht, dass H. an der Entführung "unter Umständen beteiligt war", sagt der zuständige Oberstaatsanwalt.
    Frühgeburt bei Wiener Schweinegrippe-Patientin
    Jene schwangere Patientin, die seit mehr als einer Woche auf der Intensivstation des Wiener Hanusch-Spitals liegt, hat am Freitag ihr Kind bekommen. Das Kind wird auf der Neonatologie betreut.
    Wie das Handy die Welt verändert
    Die Entwicklungsländer erleben eine wahre Telekommunkationsrevolution: Menschen, die nie zuvor Zugang zu einem Telefon hatten, können nun sogar per Handy Bankgeschäfte erledigen und Rechnungen bezahlen.
  • Kalaschnikow: Das Instrument des einfachen Tötens
    Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, Erfinder des berühmten Sturmgewehrs AK-47, feiert kommenden Dienstag seinen 90.Geburtstag. Der greise Konstrukteur sieht sich selbst als Mann des Friedens und der Freundschaft.
    Melange modern: Was Wiener Kaffeehäuser brauchen
    Einst Avantgarde, jetzt Museum? Was Wiener Kaffeehäuser brauchen, um zu überleben. Unter anderem mehr Steckdosen und weniger Respekt vor George Clooney – und vor der Presse. Architekt Gregor Eichinger im Interview.
    Wien: Der Nazibunker im Gallitzinberg
    Am Westrand von Wien schufen sich die Nazis vor 65 Jahren ein Bunkersystem, das bis heute Anrainer wie Historiker gleichermaßen fasziniert. Eine Ausstellung in Ottakring zeigt nun Tatsachen und Legenden.
  • Tirol: Tausende Patienten-Daten weitergegeben
    Die Innsbrucker Uniklinik soll über Jahre 40.000 Datensätze an ein privates Biotechnik-Unternehmen weitergegeben, berichtet "profil". Zuerst habe es keine, dann nur eine schwammige Zustimmungserklärung gegeben.
    Erneut Amoklauf in den USA: Geldnot als Motiv
    Einen Tag nach dem Amoklauf in Texas mit 13 Toten hat in Florida ein hoch verschuldeter Mann hat an seinem Ex-Arbeitsplatz einen Menschen erschossen und fünf verletzt. Drei Stunden später wurde er verhaftet.
    Gedenkfeier: Abschied von der alten Heimat
    Jedes Jahr zu Allerseelen treffen sich die Menschen, die unter den Nazis dem Truppenübungsplatz Allentsteigweichen mussten, zu einer Gedenkfeier. Ein Besuch in Döllersheim.
  • Wie ein Provinzscheich Deutschland das Fürchten lehrte
    Der Aufruf eines Scheichs, den Mord an einer Ägypterin zu rächen, hat Deutschland in Alarmbereitschaft versetzt. Nun hat sich der Imam als islamistischer Wichtigtuer entpuppt.
    11. November: Die (letzte) Stunde der Gänse
    Auf Herta Schneiders Bauernhof dürfen ihre südburgenländischen Weidegänse ein angenehmes Leben verbringen – ehe sie rund um den 11. November als Martinigans enden.
    Tirol: Kinderschänder in Einkaufszentrum gestellt
    Ein 27-jähriger wurde auf frischer Tat ertappt, als er versuchte, einen Siebenjährigen zu verführen. Er dürfte über zwei Jahre sein Unwesen in mehreren Einkaufszentren getrieben haben.