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Unicef: Täglich sterben 800 Kinder an den Folgen von Aids

30.11.2008 | 17:23 |   (DiePresse.com)

Die Überlebenschancen von mit dem Virus geborenen Kindern würden um 75 Prozent steigen, wenn sie innerhalb der ersten drei Monate medizinisch behandelt würden, sagt das UN-Kinderhilfswerk.

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Täglich sterben nach Unicef-Angaben etwa 800 Kinder an den Folgen von Aids. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember hat das Kinderhilfswerk dazu aufgerufen, mehr Test- und Behandlungsmöglichkeiten für bedrohte Neugeborene in Entwicklungsländern zu schaffen.

"Jedes zweite Kind, das mit dem Virus geboren wird, stirbt vor seinem zweiten Geburtstag, wenn es keine medizinische Hilfe erhält", sagt der Leiter der Unicef-Aids-Programme im östlichen und südlichen Afrika, David Alnwick.

Die Überlebenschancen dieser Kinder würden um 75 Prozent steigen, wenn sie innerhalb der ersten drei Monate medizinisch behandelt würden. Ergebnisse einer neuen Unicef-Bestandsaufnahme zeigen Fortschritte bei der Versorgung der von HIV und Aids betroffenen Kinder in Entwicklungsländern: Die Zahl der HIV-infizierten Kinder, die mit Viren hemmenden Medikamenten versorgt würden, sei seit 2005 um mehr als 150 Prozent gestiegen. Fast 200.000 Mädchen und Buben in Entwicklungsländern würden jetzt medizinisch versorgt.

Verbesserungen verzeichnet der Bericht auch bei der Vorbeugung der Übertragung von der Mutter auf ihr Kind. Im Jahr 2004 erhielten nur schätzungsweise zehn Prozent der HIV-infizierten Schwangeren in Entwicklungsländern eine Prophylaxe mit antiretroviralen Medikamenten. Im Jahr 2007 waren es 33 Prozent. Im südlichen Afrika, wo 90 Prozent der HIV-positiven Kinder leben, hatten 2007 sogar 43 Prozent der HIV-infizierten Schwangeren Zugang zu Medikamenten und entsprechender Beratung.

2007: 370.000 Kinder neu infiziert

Laut Unicef sind zwischen 2005 und 2007 mehr als 1,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren an den Folgen von Aids gestorben, davon 290.000 im vergangenen Jahr. 370.000 Kinder wurden in 2007 demnach neu infiziert. 90 Prozent aller infizierten Kinder stecken sich bei der Geburt oder beim Stillen an. 15 Millionen Kinder hat die Epidemie schon zu Waisen gemacht - genauso viele Kinder, wie in ganz Deutschland leben.

(Ag.)

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