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Frauen ohne Grenzen: „Es gibt keinen Ort, wo wir sicher sind“

01.12.2008 | 18:25 |  TERESA SCHAUR (Die Presse)

In Wien wurde die erste weibliche Anti-Terror-Plattform gegründet. Eine erste Aktion setzten die Frauen schon am Montag

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WIEN. Robi Damelins Sohn wurde getötet, als er in den besetzten Palästinensergebieten seinen Militärdienst leistete. Najwa Saadeh aus Palästina verlor ihre zwölfjährige Tochter bei einem Angriff der Israelis. Beatriz Abrils Bruder war auf dem Weg auf die Uni, als der Zug, in dem er saß, in Madrid von einer Bombe zerfetzt wurde.

Die Frauen, die an diesem Wochenende in Wien zusammenkamen, um die weltweit erste Frauen-Anti-Terror-Plattform zu gründen, kamen von überall her: aus dem Libanon und aus den Niederlanden, aus den USA, aus dem Irak und aus Afghanistan. Und aus Indien: Als Archana Kapoor jüngst Delhi verließ, um nach Wien zu fliegen, fühlte sie sich „so sicher“. Doch dann richteten junge Männer in Mumbai ein Blutbad an.

„Das war eine Erinnerung daran, dass wir nicht sicher sind. Dass es da draußen keinen Ort gibt, an dem wir sicher sind“, sagt „Frauen ohne Grenzen“-Vorsitzende Edit Schlaffer. Ihre neue Initiative heißt passenderweise „Save“ – „Sisters against Violent Extremism“ – und sie soll die Welt sicherer machen, indem sie Frauen zusammenbringt: Überlebende von Terrorattacken, Angehörige und Aktivistinnen, die sich kennenlernen und gemeinsam Strategien entwickeln, um gegen Terror und Gewalt zu mobilisieren.

Eine erste Aktion setzte die weibliche Anti-Terror-Plattform schon am Montag: Zwei junge Londonerinnen, die zusammenarbeiten wollen, besuchten eine Gruppe junger Moslems in Wien. Es sind besondere Frauen: Rachel North, eine junge Werbefachfrau. Sie saß am 7. Juli 2005 in der Londoner U-Bahn, als in ihrem Zug eine Bombe explodierte. Sie überlebte und engagiert sich seither für die Opfer. Und Hadiyah Masieh, ehemals Mitglied der radikalen Islamistengruppe Hizb ut-Tahrir.

 

„Sie haben mich verführt“

Mit 18 konvertierte die intelligente Wirtschaftsstudentin zum Islam. „Zuvor stand ich dem Islam sehr kritisch gegenüber, aber das erschien mir unfair, also habe ich begonnen, mich damit zu beschäftigen“, erzählt Hadiyah der „Presse“. Mit 19 wurde sie am Campus in London von der Islamistengruppe rekrutiert. „Wir haben uns angefreundet, sie wurden meine Familie. Ich war auf der Suche nach Antworten, und sie hatten welche. Sie haben mich mit ihren Antworten verführt.“

Sie wurde Teamleiterin der Islamistengruppe für West-London, organisierte Veranstaltungen und Gesprächsrunden. Das große Ziel der antidemokratischen Organisation: ein einheitlicher islamischer Staat, ein „Kalifat“, in dem die Scharia, das islamische Recht, gilt.

Dabei hätten die Islamisten ein „wunderschönes Bild“ der Welt gezeichnet: „Sie wollten eine friedliche Welt, aber sie sind mit Wut und Hass daran herangegangen.“ Gewalt hätten sie zwar nie propagiert. „Aber es entstehen Gefühle, bei denen gut möglich ist, dass junge Leute einen Schritt weiter gehen wollen.“ Einer der Angreifer beim Attentat auf den Flughafen Glasgow habe Veranstaltungen von Hizb ut-Tahrir besucht.

Nach sieben Jahren bei Hizb ut-Tahrir stieg Hadiyah dann aus, weil sie erkannt habe, dass die politischen Ideen wenig mit dem Islam zu tun hätten. Mit Rachel North will sie daher künftig jungen Moslems zeigen, dass Religiosität und der Wunsch nach Gerechtigkeit nicht zu Extremismus führen müssen. „Ein Bombenopfer und eine Ex-Islamistin: Sie werden sich an uns erinnern!“

 

„Verloren beide unsere Söhne“

Schon lange kennen sich indes zwei andere Frauen: Phyllis Rodríguez und Aicha el Wafi. Rodríguez' Sohn arbeitete als Internet-Experte im 104. Stock des World Trade Center – er überlebte nicht.

El Wafis Sohn wiederum ist Zacarias Moussaoui: Er wurde als „20. Entführer“ wegen Beteiligung an den Attentaten vom 11. September 2001 verurteilt. Die beiden Terror-geprüften Mütter sind eng miteinander befreundet: „Wir haben viel gemeinsam, wir haben unsere Söhne verloren.“

ZU DEN PERSONEN

Phyllis Rodriguez' Sohn Gregory starb am 11. September 2001 im World Trade Center. Unter dem Motto „Nicht im Namen meines Sohnes“ trat sie gegen die US-Politik der Vergeltung ein. Sie engagiert sich im „Forgiveness Project“ und ist mit Aicha el Wafi, Mutter des verurteilten 9/11-Terroristen Zacarias Moussaoui, befreundet.

Hadiyah Masieh trat in London mit 18 Jahren zum Islam über, wurde Mitglied der Extremistengruppe Hizb ut-Tahrir. Seit ihrem Ausstieg 2007 versucht sie, Moslems zum Nachdenken zu bringen. In Wien traf sie Rachel North, die den Anschlag auf Londons U-Bahn überlebte. Die beiden wollen zusammenarbeiten. [Clemens Fabry]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.12.2008)

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10 Kommentare
Merlin
02.12.2008 09:28
0 0

Verdrehung

Mütter von Terroristen sind keine Opfer, sondern mit allergrößter Wahrscheinlichkeit selbst Täter! Sich dann als Opfer darzustellen ist schon eingermaßen perfid.

0 0

Geplant von der neuen Weltordnung:

Fakt ist: Es gibt Gefahr von Terroristen. Diese wird jedoch gezielt aufgeputscht:

http://www.youtube.com/watch?v=ZiAgKLEBUTM

Manche, nicht alle, werden sich entscheiden böses zu tun!
Und die Medien werden gezielt für Angsverbreitung (Terror) eingesetzt!

Gast: Crusader
02.12.2008 07:13
0 0

Was soll der der Blödsinn mit Anti Terror Plattform?

Der Terror geht weltweit vom Islam aus!
Sind alle schon zu feige um die Wahrheit zu sagen?
Nur mehr lächerlich..........

Antworten Gast: N:N
02.12.2008 11:16
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Re: Was soll der der Blödsinn mit Anti Terror Plattform?

Na ja Franz Fuchs und die Ossiskinheads sind aber keine Moslems. Auch die Hassprediger Winter, Strache und Konsorten nicht. Die ETA, RAF und IRA auch nicht.

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Re: Re: Was soll der der Blödsinn mit Anti Terror Plattform?

Fühlen Sie sich von der IRA oder vom seligen Fuchs Franzl bedroht?

Und Winter als Hasspredigerin hinzustellen, ist
a) unrichtig, da die Dame nur unbequeme Wahrheiten (zugegeben sehr undiplomatisch) ausgedrückt hat,
b) und wenn schon, dann bitte "mutmaßliche Hasspredigerin", da noch nicht rechtskräftig verurteilt.

Man muss schon sehr weit links (oder daneben) stehen, um Strache in eine Reihe mit AlQaida zu stellen.

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Der wahre Kampf gegen den Terror

funktioniert nur wenn mann zwei Dinge berücksichtigt:

1) eine ausgewogene Gesetzgebung hinsichtlich Bürgerrechte und Polizeibefugnisse
UND
2) weltweite Zusammenarbeit über Herkunft und Kultur hinweg im Sinne des obigen Artikels

RESPEKT

(Jeder andere Weg führt nur wieder zum Hass vgl. die Äußerungen über die Islamisten, deren "friedliche Welt" passt perfekt zum GRÖFAZ Strache)

democrates
02.12.2008 00:47
0 0

#1) H N V = Hum.anNe.uronalVir.us

Ich habe unmenschliches, selbst- und fremd-zerstö.rerisches Verhalten angeforscht und entdeckte selbstreproduzierende, paras.itäre Informationskomplexe, welche sich in und über menschliche Gehirne wurmal bzw. vi.ral fortpflanzen und ausbreiten.
Ich benannte diese gehirnparas.itären Informationskomplexe (von ca. 70 bis 20000 Memen) mens.chliche Neuronenvi.ren (kurz HNV = HumanNe.uronalVir.us).
Es dürfte einige Millonen HNV-Varianten verschiedenster Gefä.hrlichkeit geben.

zen.somatproblem: es folgt #2)

democrates
02.12.2008 00:49
0 0

#2) H N V = Hum.anNe.uronalVir.us

Ich schätze, dass derzeit einige-1000 in der zeitgenössischen Menschheit aktiv sind.
HNVs sind die informer-funktionalen Über-Träger aller Geisterphänomäne in Reli.gionen u. Idee.ologien.
Ein besonders faszinierendes Phänomän ist z.B. der Exorzi.smus, wo z.B. versucht wird ein HNV-C(-) zu entfernen.

Den Damen im Artikel ist übrigens die Variante HNV-M(n?) begegnet.

Wir sollten nicht glauben, dass nur Zellorganismen von Vir.en angegriffen werden können.
Auch der menschliche Geist hat seine auf ihn evolvierte Feinde und Para.siten.

democrates
02.12.2008 01:05
0 0

Re: #2) H N V = Hum.anNe.uronalVir.us

HNVs können ganze Komplexe von VirtualWelten wie Himmel, Paradiese, Höllen, Schlaraffenländer usw. aufbauen.
Diese können wiederum mit VirtualWesen wie Engeln, Teufeln, Götter, Jungfrauen uvm. bevölkert sein.
HNV-infizierte Gehirne sind nicht in der Lage zwischen Einbildung und Realität zu unterscheiden.


democrates
02.12.2008 00:42
0 0

H N V = HumanNeuronalVirus

Ich habe unmenschliches, selbst- und fremd-zerstörerisches Verhalten angeforscht und entdeckte selbstreproduzierende, parasitäre Informationskomplexe, welche sich in und über menschliche Gehirne wurmal bzw. viral fortpflanzen und ausbreiten.
Ich benannte diese gehirnparasitären Informationskomplexe (von ca. 70 bis 20000 Memen) menschliche Neuronenviren (kurz HNV = HumanNeuronalVirus).
Es dürfte einige Millonen HNV-Varianten verschiedenster Gefährlichkeit geben.
Ich schätze, dass derzeit einige-1000 in der zeitgenössischen Menschheit aktiv sind.
HNVs sind die informer-funktionalen Über-Träger aller Geisterphänomäne in Religionen u. Ideeologien.
Ein besonders faszinierendes Phänomän ist z.B. der Exorzismus, wo z.B. versucht wird ein HNV-C(-) zu entfernen.

Den Damen im Artikel könnte die Variante HNV-M(n?) begegnet sein.

Wir sollten nicht glauben, dass nur Zellorganismen von Viren angegriffen werden können.
Auch der menschliche Geist hat seine Feinde.

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