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"ESTA": Keine USA-Reise ohne Okay des Computers

26.03.2009 | 11:27 |   (DiePresse.com)

Jeder, der über das sogenannte Visa-Waiver-Programm als Urlauber oder Geschäftsreisender in die USA möchte, muss sich seit Jänner im Internet anmelden und eine Reihe von Fragen beantworten.

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Die meisten USA-Reisenden müssen seit Jänner die Online-Reiseanmeldung ESTA durchlaufen - ohne Okay des Computers dürfen sie gar nicht erst abfliegen. Verbindlich wurde ESTA am 12. Jänner 2009. Datenschützer sehen das Verfahren kritisch.

ESTA ist die Abkürzung für "Electronic System for Travel Authorization". Jeder, der über das sogenannte Visa-Waiver-Programm als Urlauber oder Geschäftsreisender in die USA möchte, muss sich gemäß der Neuregelung im Internet anmelden und eine Reihe von Fragen beantworten. Im Wesentlichen sind es die gleichen, die er bisher auf einer grünen Einreisekarte aus Papier gestellt bekam.

Visa-Waiver-Vereinbarung

Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören zu den 34 Ländern, mit denen die USA eine entsprechende Visa-Waiver-Vereinbarung haben. Weiterhin nicht nötig ist eine Internet-Anmeldung, wenn für den Besucher ein Einreisevisum erforderlich ist, zum Beispiel bei Austauschschülern und -studenten.

Über den Fragebogen auf der Webseite erfassen die US-Behörden persönliche Daten. Außerdem wollen sie zum Beispiel wissen, ob der Reisende schon einmal vergeblich ein Visum beantragt hat oder in den USA arbeiten will. "Wir empfehlen, mindestens 72 Stunden vor einer geplanten Abreise die Anmeldung vorzunehmen", sagt David Stewart von der US-Botschaft in Berlin. Eine konkrete Reiseabsicht ist aber keine zwingende Voraussetzung: So ist es möglich, die Genehmigung vorsorglich zu beantragen. Gültig bleibt sie für zwei Jahre. Auf freiwilliger Basis läuft das ESTA-Verfahren bereits.

Botschaft und Reisebranche betonen Bequemlichkeit

Die US-Botschaft und auch die Reisebranche betonen die große Bequemlichkeit, die ESTA mit sich bringe: Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauere nur fünf bis zehn Minuten, sagt Stewart. Außerdem könne die grüne Einreisekarte für die USA nicht mehr während des Aufenthalts verloren gehen, was für den Betreffenden bisher immer mit einigem Ärger verbunden ist. Durch das Online-Ausfüllen werde es "zu weniger Fehlern kommen und letztendlich zu einem entspannteren Einreiseprozess direkt an der Grenze", erwartet das VUSA.

Datenschützer sehen ESTA kritischer. "Der USA-Reisende steht schlechter da als bisher", urteilt Dietmar Müller, Sprecher des Bundesbeauftragten für den Datenschutz in Bonn. Das liege nicht nur daran, dass jetzt auch die Telefonnummer und E-Mail-Adresse angegeben werden muss. "Die Daten lassen sich nun auch leichter auswerten, verknüpfen und speichern." Auch neue praktische Probleme kämen auf die Reisenden zu: "Auf Papier kann man Angaben durchstreichen, wenn man nachträglich einen Fehler entdeckt. Online einmal abgeschickt, gibt es dagegen kein Zurück", erklärt Müller.

Missbrauch möglich

Auch ein Missbrauch des ESTA-Verfahrens sei möglich, warnt der Experte: Wer sich die Daten eines Anderen beschafft, kann diesen für eine USA-Reise anmelden - oder auch durch bewusst falsche Angaben dafür sorgen, dass dies nicht gelingt.

ESTA ist verpflichtend für alle Reisenden, die mit dem Flugzeug oder Schiff in die USA kommen. Anders sieht es an den Landgrenzen zu Mexiko und Kanada aus: "Dort sind weiterhin die Einreisekarten auf Papier auszufüllen", erklärt Stewart.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: inthechain
27.03.2009 01:24
0 0

Unwahre Behauptung

Zitat Presse: "Schließlich wisse der Reisende nach der Zustimmung schon beim Abflug, dass er problemlos einreisen darf."

Diese Information ist schlichtweg falsch. Recherchieren Sie besser, liebe Presse, und kopieren Sie nicht einfach APA Meldungen nach Schema F.

Klug wäre, eventuell einmal die ESTA-Homepage zu studieren, um auf folgende Passage zu stoßen: "Wenn Ihnen eine elektronische Reisegenehmigung erteilt wird, gilt dies als Nachweis, dass Sie im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program) zur Reise in die Vereinigten Staaten berechtigt sind, ABER es lässt sich daraus NICHT ableiten, dass Ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten bewilligt wird."

Soviel zu seriöser Berichterstattung. Sachliche Fehler scheinen keine Seltenheit bei ihnen zu sein, siehe: http://diepresse.com/home/meinung/briefdestages/464828/index.do

mfg

hansimwald
27.03.2009 00:56
0 0

ACHTUNG Falschinformation!

Zitat Die Presse: "Schließlich wisse der Reisende nach der Zustimmung schon beim Abflug, dass er problemlos einreisen darf."

Obiges Zitat entspricht eindeutig nicht der Wahrheit und sollte schleunigst aus dem Artikel verschwinden. Siehe ESTA-Homepage: "Wenn Ihnen eine elektronische Reisegenehmigung erteilt wird, gilt dies als Nachweis, dass Sie im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program) zur Reise in die Vereinigten Staaten berechtigt sind, ABER es lässt sich daraus nicht ableiten, dass Ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten bewilligt wird."

Wer von ESTA grünes Licht bekommen hat, dem kann nach der Landung immer noch die Einreise in die USA verwehrt werden. Denn die Online-Registrierung ist nur ein Quick-Check, ob der Antragsteller auf einer US-Fahndungsliste oder auf anderen internationalen Verzeichnissen (Interpol) auftaucht.
Die Entscheidung, ob der Betreffende das Land betreten darf, trifft immer noch der Grenzbeamte vor Ort.

lg matthias

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ESTA = VISUM, derzeit noch ohne Spesen

sonst gar nix, ach ja, die US delegieren die Schreibarbeit zur Datenerfassung an den Besucher