Für Lucy Baxter aus Abingdon im britischen Oxfordshire ist es das Normalste der Welt, dass sie für ihren 21-jährigen Adoptivsohn Otto eine Beziehungs- und Sex-Partnerin such. Allerdings: Otto leidet an Down-Syndrom und hat bisher Probleme gehabt, eine Freundin zu finden. Lucy sucht nun nach einer Frau, die Otto "dieselbe Erfahrung schenkt, wie sie viele andere Männer in seinem Alter haben", sagte sie der Tageszeitung "Daily Mail". Nötigenfalls würde sie auch für eine Prostituierte zahlen.
"Wenn er keine Freundin bekommt, fühle ich mich wirklich schlecht, weil ich ihm eingeredet habe, dass er wie jeder andere ist. Deshalb arbeite ich hart daran, das für ihn einzufädeln", sagte sie der Zeitung. Sie bringt ihn zu Discos und Bars und "anderen Orten, wo man Mädchen aufreißt". Zweimal hat Otto schon Mädchen kennengelernt, aber über Kuscheln sind die Beziehungen nicht hinausgehen. "Ich suche überall nach Mädchen", sagt er in dem Bericht.
Lucy Baxter sagte, sie wolle ihren insgesamt vier Adoptivsöhnen - alle haben Down-Syndrom - ein normales Leben ermöglichen. Dazu gehört neben der Integration in einer normalen Schule auch eine Freundin. Außerdem hoffe sie, irgendwann einmal Großmutter zu werden. Allerdings rechnet sie mit Kontroversen: "Ich weiß, wenn eine Frau von ihm schwanger wird, wird sich jeder seine Meinung darübter machen."
(Red.)
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