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Spanien: Massendemo gegen Lockerung der Abtreibungsgesetze

29.03.2009 | 17:41 |   (DiePresse.com)

100.000 Menschen protestieren in Madrid gegen die Abtreibungsreform. Landesweit fanden in 50 Städten Protestkundgebungen statt. Minderjährige ab 16 sollen künftig ohne Einverständnis der Eltern abtreiben können.

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Am Sonntag haben in der spanischen Hauptstadt Madrid rund 100.000 Menschen - eine halbe Million nach Angaben der Veranstalter - gegen die geplante Liberalisierung der spanischen Abtreibungsgesetze protestiert. Knapp 100 verschiedene katholische Organisationen, soziale Bürgerinitiativen, Pro-Leben- und Anti-Abtreibungsplattformen hatten mit Unterstützung der katholischen Kirche zum "Marsch für das Leben" aufgerufen.

Über mehrere Kilometer führte der Protestmarsch vom Gleichheitsministerium bis hin zum Neptuno-Brunnen quer durch das Zentrum der spanischen Hauptstadt. "Es existiert kein Recht zu töten, es existiert das Recht auf Leben" war auf den Plakaten der Massendemonstration zu lesen.

Auch in 50 anderen spanischen Städten fanden kleinere Protestmärsche gegen die Abtreibungsreform statt, auf denen das "Manifest von Madrid" vorgelesen wurde. Bereits in der vergangenen Woche startete die katholische Kirche eine eigene landesweite Protestkampagne gegen die Liberalisierung der Abtreibungsgesetze. Unter dem Motto "Schütze mein Leben" wurden in Kirchengemeinden und katholischen Zentren acht Millionen Broschüren sowie 30.000 Protestplakate verteilt, in denen sich die spanischen Bischöfe gegen die Liberalisierung von Abtreibung stellen.

Die Abtreibungsreform der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero (PSOE) sieht eine straffreie Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche vor. Zudem sollen Minderjährige ab 16 Jahren künftig eine Abtreibung ohne Einverständnis ihrer Eltern vornehmen lassen dürfen. Bei Missbildung des Fötus sowie bei Gefährdung der physischen oder psychischen Gesundheit der werdenden Mutter sollen Abtreibungen noch bis zur 22. Woche erlaubt sein. Damit ziele das neue Gesetz darauf ab, dass die bisher geltende Indikationsregelung durch eine Fristenlösung ersetzt werde, kritisierte ein Sprecher der spanischen Bischofskonferenz. Bisher sind Abtreibungen in Spanien grundsätzlich verboten. Die seit 1985 geltende Regelung gestattet nur drei Ausnahmefälle: bei Vergewaltigung, bei Missbildung des Fötus sowie bei Gefährdung der physischen oder psychischen Gesundheit der werdenden Mutter.

Fast 96 Prozent aller 112.000 Abtreibungen im vergangenen Jahr wurden auf Basis der dritten, eher schwammig gefassten Indikation und damit auf einer rechtlich unsicheren Grundlage vorgenommen. Deshalb will die sozialistische Regierung mit der Reform Rechtssicherheit schaffen. "Niemand ist für Abtreibungen, aber Frauen, die die schwere Entscheidung eines Schwangerschaftsabbruchs getroffen haben, dürfen nicht obendrein mit Haft bestraft werden", verteidigte der sozialistische Fraktionschef Jose Antonio Alonso die Initiative. Die Zahl der registrierten Abtreibungen in Spanien ist in den vergangenen zehn Jahren fast um 73 Prozent gestiegen. Bei jungen Frauen zwischen 20 und 29 Jahren war sogar eine Verdoppelung zu verzeichnen.

Die oppositionelle konservative Volkspartei (PP) sprach sich gegen die Lockerung der Abtreibungsgesetze aus. "Damit wird jungen Leuten nur der falsche Eindruck vermittelt, Abtreibung wäre eine Form der Empfängnisverhütung", erklärte PP-Fraktionssprecherin Soraya Saenz de Santamaria. Trotz der großen Teilnahme an den Protestmärschen, steht die Mehrheit der Spanier hinter der Reform der sozialistischen Regierung. So nahmen mit Blick auf die große Akzeptanz auch innerhalb konservativer Wählerschichten für die Lockerung einer der europaweit striktesten Abtreibungsgesetze diesmal auch keine Spitzenpolitiker der konservativen Volkspartei an den Protestmärschen teil. Selbst das katholische Familienforum hatte seine Teilnahme am "Marsch für das Leben" abgesagt.

(Schluss) mme/an/man

(APA)

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11 Kommentare
geheimrat
30.03.2009 14:08
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Abtreibung.....


“…eine persönliche Entscheidung der betroffenen Eltern, v.a. der Frau…Recht auf den eigenen Körper geht vor!”

Stimmt, da hat ein lebendiges Kind nicht mitzureden - es hat zu sterben wenn ein Erwachsener das will.

Kommt der Balg einfach so daher und will auch noch leben - weg damit, auslöschen. Ist ja auch kein Problem:

“soziale Indikation” ist zu rund 90% der Grund und nicht etwa Vergewaltigung. Das sind etwa 5 Millionen Kindstötungen alleine in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt.

Egal wie Sie es verargumentieren: jedes Mal wird ein Kind politisch korrekt getötet.

Bislang hat noch kein Kind in seine Tötung eingewilligt. Es sind die wehrlosesten Geschöpfe unserer Gesellschaft. Gott steh uns bei, wenn wir dafür irgendwann bezahlen müssen.

Antworten Gast: ckuba
17.10.2009 21:51
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Re: Abtreibung.....

Hören Sie doch mit dieser Scheinheiligkeit im Namen Gottes auf.
Wieviele Menschen sterben pro Jahr z.b. durch religiös motivierte Konflikte???

Antworten Gast: Gast
30.03.2009 16:01
0 0

Re: Abtreibung.....

Sie haben meine volle Zustimmung.

Ich meine auch, dass man diesen Themenkomplex endlich einer Volksabstimmung unterwerfen sollte. Das Volk hat ein Recht darauf.


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Die radikalen Fundamental-Katholiken ...

... stellen die Fristenlösung immer noch so dar, als ob es sich um eine gesetzliche Massnahme handeln würde, nicht um die Freiheit der Frau, selbst zu entscheiden und über ihren Körper und ihr Schicksal zu bestimmen. Die religiösen Fundamentalisten übersehen ausserdem, dass das soziale Gefüge auch durch die wachsende Bevölkerung immer stärker in Frage zu stellen, ist, dass moderne Medizin auch als lebenserhaltende ein Eingriff in die Natur ist usw. Freiheit dagegen schliesst auch das Selbstbestimmungsrecht hinsichtlich Mutterschaft ein. Eswäre höchste Zeit, endlich auch auf europäischer Ebene die Religionen in das Vereinsgesetz zu verbannen und damit zur reinen Privatangelegenheit zu machen.

Antworten geheimrat
30.03.2009 10:30
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Re: Die radikalen Fundamental-Katholiken ...


Wie ich sehe ist Ihnen der politisch korrekte Kindermord
ein Herzensanliegen.

Antworten Antworten Gast: Katholizismus fördert AIDS
30.03.2009 12:06
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Weihrauch und Myrrhe haben offenbar toxische Wirkung auf das Zentralnervensystem.


Antworten Gast: rambam
30.03.2009 03:41
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Re: Die radikalen Fundamental-Katholiken ...

jede abtreibung ist mord! auch bei vergewaltigung! jede frau kann ihr kind zu adoption geben!!!!

was sind das für monster, die unangenehme 9 monate gegen das ganze leben eines anderen menschen eintauschen?!?!?!?

der einzige grund für abtreibung kann die KÖRPERLICHE gesundheit der mutter sein. (vergl. 9jährige mit zwillingen in brasilien)

abtreibung ist industrialisierter mord!!!

Antworten Antworten Gast: kreis 6
30.03.2009 17:49
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Re: Re: Die radikalen Fundamental-Katholiken ...

rambam
Du bist ein Mann und hast NIE fürchterliche Geburtsschmerzen gehabt
Du hast dir dabei auch keine körperlichen Schäden geholt - und - weiß man vor der Geburt ob es bei der Geburt dazu kommt? Natürlich nicht. Sicher ist, daß nach einer Vergewaltigung meist ein mehr oder weniger starkes Trauma lebenslang besteht - gleich nach einer Vergewaltigung ist es sicher für jeder Opfer ein Alptraum schwanger zu sein. Schwanger vom Perversen? Vom Irren? Vom Halbmörder oder? WER will das. 50 % Erbsubstanz vom Vergewaltiger trägste dann im Bauch. Nein danke. Hier bin ich FÜR Abtreibung.
meine Schwester war als junge Frau Opfer eines Irren - ich weiß sehr genau wovon ich rede!
eine Adoption ist außerdem sehr, sehr belastend

ihr Posting ist voll daneben, ich verabscheue die Zeilen

Antworten Antworten Gast: Religion = Aberglaube
30.03.2009 11:59
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Wenn jede Abtreibung Mord ist, dann ist Mord OK.

Menschen, die einer Religion(=Aberglauben) anhängen, deren Vertreter in sexueller Weise unterdrückt werden (Zölibat=Softkastration, es ist übrigens seit Jahrzehnten nachgewiesen, daß katholische Priester zu Pädophilie neigen), haben kein Recht, sich zu Themen wie Abtreibung zu äußern. Gar keines. Nehmen Sie sich dieses Recht dennoch heraus, sind sie niederzubrüllen.

Der Religiöse hat seinen Aberglauben (Gott existiert nicht), das sei ihm unbenommen. Mischt er sich in die Leben normaler (=nichtabergläubischer) Menschen ein, ist ihm über das Maul zu fahren, denn mit seiner Entscheidung zum Aberglauben legt er das Recht ab, zu solchen Themen ernstgenommen zu werden.

Abergläubige mögen unter sich bleiben. Öffentliches Praktizieren gehört verboten und verfolgt. Die Kirchen sollten aber nicht abgerissen werden, sie sind teilweise als Konzertsääle bzw als Museen des (geistigen) Mittelalters geeignet.

Aberglaube (Religion) ist Mord an Hirnzellen und Denkfähigkeit.

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Re: Re: Die radikalen Fundamental-Katholiken ...

Schreiben Sie ruhig weiter - irgendwann wird schon was Sinnvolles dabei sein!

Antworten Gast: Jo Kerner
30.03.2009 00:11
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"Freiheit"

Und was ist mit der Freiheit des Kindes? Ist das Kind auch ein "Fundamentalist"?

Halt ein Problem, das einer Lösung
bedarf, nicht wahr?

Ich hoffe für die Menschheit, daß Sie niemals Kinder haben werden.