BERLIN/SACRAMENTO (ag.). Wer meint, es ginge um eine Flucht aus der harten Realität, irrt: Die deutsche Linkspartei hat vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise die Legalisierung der weichen Drogen Cannabis und Marihuana gefordert. Als Begründung nannte die drogenpolitische Sprecherin der Partei, Monika Knoche, finanzielle Motive: Wäre der Handel damit erlaubt und würde im geregelten Rahmen, etwa über Apotheken, erfolgen, hätte der Staat neue Steuereinnahmen.
Die Idee, die laut den Befürwortern ohnedies nur „homöopathischen Mittelchen“ aus steuerpolitischen Gründen legal in den Handel gelangen zu lassen, ist nicht neu: Erst in der Vorwoche sprach sich der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger dafür aus und fachte damit eine seit Längerem herrschende Debatte weiter an.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2009)
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