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Spanien: Neues Gesetz ermöglicht kostenlose Abtreibungen ab 16

15.05.2009 | 09:16 |   (DiePresse.com)

Die spanische Regierung hat ein neues Abtreibungsgesetz verabschiedet. Schwangerschafts-Abbrüche sind bis zur 14. Woche straffrei. Sie sind kostenlos und ab 16 darf auch ohne Zustimmung der Eltern abgetrieben werden.

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Die spanische Regierung hat ein neues Abtreibungsgesetz verabschiedet: Zukünftig werden Schwangerschaftsabbrüche bis zur 14. Woche straffrei bleiben. Sie werden von der Krankenkasse angeboten und sind damit auch kostenlos. Der Eingriff ist bereits ab 16 Jahren auch ohne Zustimmung der Eltern möglich, wie das ORF-Morgenjournal am Freitag berichtete.

Bisher waren Abtreibungen in Spanien verboten und konnten mit einer Hafstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Zuletzt ist es jedoch dank ärztlicher Gefälligkeitsgutachten nicht mehr zu Anklagen gekommen: 112.000 Abtreibungen wurden im Vorjahr legal, vor allem in Privatkliniken, durchgeführt. In der Altersgruppe bis 29 war die Zahl der Abtreibungen zuletzt deutlich gestiegen.

Abtreibung ab 16

Zukünftig werden Schwangerschaftsabbrüche in Spanien bis zur 14. Woche als freie Entscheidung der Frau angesehen. Für heftige Diskussionen hatte die Altersgrenze gesorgt: Ab 16 Jahren müssen die Eltern weder ihr Einverständnis zu dem Eingriff geben, noch darüber informiert werden. Die bisher vor allem in Privatkliniken durchgeführten Eingriffe werden gratis in öffentlichen Spitälern angeboten. Vor der Abtreibung sollen die Frauen ein einem verschlossenen Umschlag ausführliches Informationsmaterial erhalten, und erst nach dreitägiger Bedenkzeit zum Eingriff zugelassen werden.

Die Reform des Abtreibungsparagraphen wurde nur zwei Tage nach der Ankündigung bekannt gegeben, dass auch die sogenannte "Pille danach" kostenlos und ohne ärztliche Verschreibung an alle Frauen ab 16 Jahren abgegeben wird.

Die Meinungen sind gespalten

In beiden Fragen sind die Meinungen gespalten. Als "ähnlichen Fortschritt wie die Einführung des allgemeinen Wahlrechts" sieht Yolanda Besteiro vom Verein progressiver Frauen die Gesetzesänderungen. "Unsinnig" und als Ablenkungsmanöver in Zeiten der ökonomischen Krise wird die Entscheidung von der konservativen Opposition eingeschätzt. Auch in der regierenden Sozialistischen Arbeiterpartei regen sich kritische Stimmen.

(Red.)

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14 Kommentare
Gast: Gast
15.05.2009 20:59
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Wie wir mit den Schwächsten umgehen

Die "Qualität" einer Gesellschaft zeigt sich m.E. gerade darin, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Entzieht sie den Ungeborenen jeden Schutz, wie das in einer Fristenlösung geschieht, kann man nur von einem moralischen Niedergang dramatischen Ausmasses sprechen. Wundern wir uns nicht, dass eine solche Gesellschaft - trotz eines in der Historie noch nie dagewesenen äusseren Wohlstands - keine Zukunft zu haben scheint: Europa hat kaum noch Kinder, scheint also den Glauben an seine Zukunft aufgegeben zu haben.

Gast: Gast
15.05.2009 12:01
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Revolutionär

bei jungen Frauen ist es wichtig ihr Leben nicht durch zu frühes Kinderkriegen zu zerstören! Zusätzulich zu Abtreibungen benötigen Frauen aber auch psychische Unterstützung!

Gast: daVbOz
15.05.2009 11:18
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gut

also ich finde das gut und der heutigen zeit einfach nur angepasst...


Antworten Gast: xxx
15.05.2009 20:26
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Re: gut

also ich finde diese Entwicklung furchtbar
bin dagegen, dass dieser furchtbare Akt an Unmenschlechkeit nichts kostet
die Abtreibungszahlen sollten sich drastisch senken
so wird das aber sicherlich nicht passieren
mit 3 Monaten haben wir schon einen Mini-Menschen mit schönstem Herzschlag
muss sterben weil mit Liebe und Sex und wohl eher mit nur Sex völlig sorglos und verantwortungslos umgegangen wird
Geschlechtskrankheiten inklusive! großartige Neuerung

Antworten Gast: Hochwürden
15.05.2009 12:50
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Re: gut

“…eine persönliche Entscheidung der betroffenen Eltern, v.a. der Frau…Recht auf den eigenen Körper geht vor!”

Stimmt, da hat ein lebendiges Kind nicht mitzureden - es hat zu sterben wenn ein Erwachsener das will.

Kommt der Balg einfach so daher und will auch noch leben - weg damit, auslöschen. Ist ja auch kein Problem:

“soziale Indikation” ist zu rund 90% der Grund und nicht etwa Vergewaltigung. Das sind etwa 5 Millionen Kindstötungen alleine in Deutschland, einem der reichsten Orte der Welt.

Egal wie Sie es verargumentieren: jedes Mal wird ein Kind politisch korrekt getötet.

Bislang hat noch kein Kind in seine Tötung eingewilligt. Es sind die wehrlosesten Geschöpfe unserer Gesellschaft. Gott steh uns bei, wenn wir dafür irgendwann bezahlen müssen.

Antworten Antworten Gast: plebs potus
15.05.2009 14:57
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Re: Re: gut

Die Menschen haben schon abgetrieben, bevor Sie Gott erfunden haben ;o|

Davon abgesehen bietet Spanien (trotz des starken Katholizismus und Opus Dei)speziell für junge Mütter neben Schweden wohl eines der besten und ausgereiftesten Sozialsysteme. Empowerment von Frauen wird in diesem Land gross geschrieben und daher sind dort auch vergleichweise wesentlich mehr berufstätig und wirtschaftlich erfolgreich und das der Geschichte von Mishandlungen in Familien zum Trotz

Antworten Antworten Antworten Gast: Hochwürden
16.05.2009 11:40
0 0

Re: Re: Re: gut

Ich bin begeistert! Der erste Satz vin Ihnen ist grandios. Selten so ein stimmiges "Argument" gelesen. Da bleibt einem ja die Spucke weg.
Ja die Menschen haben sicher schon sehr früh gemordet. Darum ist gegen Mord auch überhaupt nicht zu sagen oder einzuwenden. Mord ist super, Mörder zu sein ein durchaus ehrbarer Beruf.

Spanien hat die niederste Geburtenrate in ganz Europa.

Gast: Hochwürden
15.05.2009 10:46
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Die spanische Regierung hat ein neues Abtreibungsgesetz verabschiedet.

Die Mörder mit dem weißen Kragen!

Thonet H.
15.05.2009 10:18
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Grauenhaft,

was für ein schrecklicher "Fortschritt" der spanischen Gesellschaft unter sozialistischer Führung. Ob sie wissen was sie tun? Den Vater haben sie in ihren Wahnsinn abgeschafft. Damit ist dem Morden an unschuldigen Menschen keine Grenze gesetzt, aber die Hoffnung bleibt, denn der Sieg über den Widersacher wurde uns geschenkt. Die Freiheit sich für oder gegen Gottes Gebote in dieser Welt zu entscheiden bleibt.

Antworten myzypresse
15.05.2009 10:34
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Re: Grauenhaft, kein Geld für junge Mütter, dabei stehen in Spanien hunderttausende Wohnungen leer(Bausverpekulation staatlich finanziert!)

Auch in der regierenden Sozialistischen Arbeiterpartei regen sich kritische Stimmen. Das wäre bei unserer SPÖ nicht vorstellbar. Übrigens für Geld machen "primitive" Ärzte alles. Und geldgierige primitve Ärzte gibt es unter allen ärzlichen Disziplinen. Der Staat könnte aber auch mit etwas Geld helfen, wenn er jeder armen schwnageren Frau Wohnung und Mindestsicherung zugesteht. Wenn man schaut was teilweise Primar Ärzte bei Geburten verdienen, auch wenn Sie nicht dabei waren, dann kann es nicht am Geld fehlen.

Antworten Antworten Gast: plebs potus
15.05.2009 14:59
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Re: Re: Grauenhaft, kein Geld für junge Mütter, dabei stehen in Spanien hunderttausende Wohnungen leer(Bausverpekulation staatlich finanziert!)

Waren Sie schon einmal in Spanien? Die Rechte der Frau werden im Gegensatz zu Österreich groß geschrieben und die Programme für Jungmütter sind umfassend und ausgereift. Den Zugang zu Abtreibungen zu erleichtern ist ein LOGISCHER Schritt für eine selbstbestimmte Frau und Frauen in Spanien sind eigenständig, selbstbewusst, berufstätig und am öffentlichen Leben wesentlich stärker beteiligt als hierzulande.

Gast: hmm
15.05.2009 10:00
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"Verschwörung"

Auch, wenn es sich nach "Verschwörungstheorie" liest: Es zwingt sich der Eindruck auf, dass rabiate Sterilitätsideologie und totalitäre Sterilitätsindoktrination an Schulen, Masseneinwanderung von Andersgearteten und kostenlose Abtreibung Teil eines Konzepts zur Umvolkung sein könnten ... Die Frage nach dem "cui bono" zwingt sich auf ...

Antworten Gast: bildungsbürger
15.05.2009 15:02
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Re:

jaja... die Rechten halten das Frauenrecht für das Recht zu Kochen, Putzen und Kinder zu werfen... Wie das Hitler schon getan hat...

cui bono? Die Frauen profitieren, denn sie bestimmen selbst. Und als Mann darf ich Ihnen eines ans Herz legen: Das Glück eines Mannes verhält sich direkt proportional mit der Anzahl glücklicher und freier Frauen um denselben.

Aber davon hat eine ÖVP keine Ahnung und bei FPÖ und ÖVP sind die Parteidamen ja schon in den Burschenschaften zum guschn und Bierholen erzogen worden. Naja, Frauen die gerne kochen und putzen und sich irgendeinem Macho unterwerfen solls ja auch geben...

franzmann
15.05.2009 09:46
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da kommt einem das kotzen

eine zahnkrone kostet 100 euro, das abtreiben eines menschen kostet gar nichts!