22.11.2009 01:34 | Meine Presse Merkliste0

Kokainspuren in Red-Bull-Cola: Verkaufsverbot

23.05.2009 | 16:58 |   (DiePresse.com)

Mehrere deutsche Bundesländer nehmen Red-Bull-Cola aus dem Regal, weil in dem Getränk Spuren von Kokain gefunden wurden. Auch in Österreich wird Red-Bull-Cola nun untersucht.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach dem Fund von Kokainspuren im Cola von Red Bull haben die Lebensmittel-Aufsichtsbehörden mehrerer deutscher Bundesländer das Getränk aus dem Verkehr gezogen. Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen betätigten am Samstag auch Thüringen und Rheinland-Pfalz ein entsprechendes Verkaufsverbot. In Baden-Württemberg dagegen bleibt das Cola vorerst in den Regalen. Unterdessen hat auch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) schon Proben des Getränks in Österreich gezogen, erklärte AGES-Sprecherin Ingrid Kiefer am Samstag. Red Bull wehrte sich unterdessen gegen das Verkaufsverbot.

Kein Lebensmittel mehr

Das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) hatte ein Gutachten zum Cola erstellt und Spuren von Kokain gefunden, die offensichtlich von einem dekokainierten Cocablatt-Extrakt stammen. Damit sei das Cola kein Lebensmittel mehr, sondern falle unter das Betäubungsmittelgesetz, hieß es im Bundesverbraucherschutzministerium.

"Wir sind informiert worden und gehen der Sache nach", sagte Kiefer. Man habe bereits Proben des Cola gezogen, diese würden derzeit untersucht. "Welches Ergebnis diese haben, kann ich aber noch nicht sagen." Die AGES-Sprecherin rechnete damit, dass Resultate zum Wochenbeginn vorliegen könnten.

"Die Cola ist nicht gesundheitsgefährdend, aber sie verstößt gegen Lebensmittelrecht", sagte der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz. "Auch wenn die nachgewiesene Substanz unbedenklich ist." Baden-Württemberg will zunächst keine Konsequenzen ziehen. "Es gibt bislang noch keine Hinweise, dass auch der Handel in Baden-Württemberg von den Lieferungen betroffen ist", sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Verbraucherministeriums.

Das Ministerium in Berlin wies am Samstag erneut darauf hin, dass Verbraucherschutz Sache der Bundesländer sei und dass über ein mögliches Verkaufsverbot nur dort entschieden werden könne. Alle Länder hätten das LIGA-Gutachten bekommen, erklärte eine Sprecherin.

Red Bull wehrt sich gegen Verbot

Red Bull wehrt sich gegen das Verkaufsverbot. "Dekokainierte Cocablatt-Extrakte werden weltweit als Aroma in Lebensmitteln eingesetzt", zitierte die "Frankfurter Neue Presse" am Samstag das Unternehmen. Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Cocablatt-Extrakte enthielten, gälten sowohl in der EU als auch in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig.

 

(Ag.)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

22 Kommentare
Gast: dja2b
02.06.2009 18:20
0 0

Oh mein Gott!

Deutschland der Kindergarten Nummer eins!
Ich setz mich jetzt mit ner Dose an meinen PC und spiele Counterstrike! Somit wäre ich dann ein Amoklaufgefärdeter Junkie! Jippie! Ich finde definitiv, das der Komplette Verwaltungsapparat abgesägt gehört! Wir zahlen für den Scheiß!

0 0

Schon kindisch...

...wie hier mit Red Bull Cola umgesprungen wird. Sowohl in Europa, als auch den USA gild dieser Extrakt als ungefährlich und verkaufsfähig und ein paar deutsche Bundesländer machen einen Skandal daraus und ziehen das Cola von Red Bull ohne weiteres ein. Ich hoffe, dass es zu einer entsprechenden Bestimmung eines Gerichtes kommt, dass dies wieder rückgängig gemacht wird.

Dromadar
25.05.2009 17:00
0 0

Verdacht!

Da kann ich mich wohl nur anschließen, dass die ganze Untersuchungs-und Aus-dem-Markt-ziehen-Aktion für mich sehr übertrieben und künstlich aufgepauscht vorkommt.
Werde auch nicht das Gefühl los, dass da was anderes dahinter steckt.
Wer oder was, hm, es gibt viele Möglichkeiten, aber schlimm finde ich, dass sowas überhaupt möglich ist - ein Unternehmen völlig sinnlos zu verdächtigen, wo nichts auszusetzen ist!
Bin gespannt wie die Quasa weitergehen wird!
Mfg

Gast: simply cola liebhaber
25.05.2009 11:08
0 0

Jetzt erst recht :)

Klar geht Red Bull den Konzernen Coca Cola, Pepsi und Co gehörig am Nerv. Sie haben es geschafft ein Cola zu entwickeln ohne "Geheimformel" und großes Aufsehen und erobern langsam den Cola-Markt. Und jeder der vorher kein Cola getrunken hat wird es auch jetzt nicht, daher gibt es ja nur eine begrenzte Kundenanzahl und jede verkaufte Dose auf der einen Seite ist eine weniger auf der anderen.

Irritierend war für mich anfangs nur dass das Cola nichts mit dem eigentlichen Energydrink zu tun hat, den ich nicht ausstehen kann.

Ich werde mich auf jeden Fall jetzt noch schnell eindecken bevor die Lobby der Cola-Riesen unsere Politiker (mehrstellig) zum Verbot "überredet" :)

Gast: kampagne
24.05.2009 13:31
0 0

Das läuft eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller

Das ist so dermassen leicht zu durchschauen. Natürlich läuft hier eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller die um ihre Umsätze fürchten.

hw
25.05.2009 01:21
0 0

Re: Das läuft eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller

es funktioniert aber, weil die erdbewohner halt leicht zu manipulieren sind.

Antworten Gast: gast
24.05.2009 19:01
0 0

Re: Das läuft eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller

Gschichtl..

Du errätst NIE was die 2. meist verkaufte Cola-Sorte/Marke in Österreich ist...

RB-Cola ist es nicht.. soviel sei verraten.

nuXbe
24.05.2009 23:27
0 0

Re: Re: Das läuft eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller

was hat das eine mit dem anderen zu tun???

Wenn im Schnitt X Liter Cola verkauft werden und es kommt eine neue Marke, die sich einen Anteil von 5% erkämpft verkaufen die anderen Hersteller in Summe ca 5% weniger Cola.

Antworten Antworten Gast: gast2
24.05.2009 21:31
0 0

Re: Re: Das läuft eine Kampagne anderer großer Cola-Hersteller

also welche ist denn die zweiterfolgreichste colamarke in österreich?

Gast: wennswahrist
24.05.2009 13:26
0 0

Kreative Ausrede beim Drogenscan^^


Gast: gast
24.05.2009 10:56
0 0

@untertan

lieber Untertan,

schon mal überlegt, dass es Leute gibt die gesundheitsbedingt vermehrt Süßstoffe zu sich nehmen? Schon mal von Diabetikern gehört? also lästere hier nicht blöd rum.

Und: klar gäbe es mit Stevia einen wunderbaren Ersatz für künstliche Stoffe. Nur leider hat da die EU ein Problem damit. Die USA, Japan, Australien ... haben mit dieser Pflanze kein Problem.. komisch gell?

Na, jetzt ist eh bald EU-Wahl... mal sehen ob das StimmVieh was gelernt hat...

Gast: gast
24.05.2009 10:51
0 0

Marketing-Gag?

Komisch, wenn in dem Getränk derartige Stoffe enthalten wären, würde sich das Produkt doch (zumindest in manchen Kreisen) grösserer Beliebtheit erfreuen.
Mir scheint aber vielmehr, dass RB-Cola kein so großer Erfolg ist wie man wohl geplant hat. Und dass es keine Light-Variante gibt ist auch irgendwie seltsam.

Es wäre sicherlich weniger peinlich für RB das Produkt wegen eines Verbotes von Markt nehmen zu müssen, als offen zuzugeben, dass es kein Erfolg geworden ist.

Es wird ja auch sehr wenig dafür geworben, fällt mir grade auf...

die_ratte
25.05.2009 09:58
0 0

Re: Marketing-Gag?

das hat was!
dieses rb-cola schmeckt ohne beigemischten alkohol wie rum, gin etc. ziemlich grauslich ...

Dekkard
23.05.2009 22:20
0 0

Na und?

Wie sagte schon Paraelsius? Es ist nur die Dosis, die ein Gift zum Gift werden lässt...
Die Spuren von Cocain, die nicht einmal bei 100 Dosen zu spüren wären, sind sicher wesentlich weniger schädlich als der ganze andere Müll der in unserem Essen/Getränken ist.
Ist doch eigentlich eine gute Nachricht das auch mal naürliche Substanzen in Getränken zu finden sind. Wäre übrigens interessant zu wissen was genau drin ist: Extrakte der Coca Pflanze, wie sie in Coca Cola auch lange waren - oder Kocainhydrochlorid wie es vom Chemiekonzern Bayer erfunden wurde... ?

Gast: Gast04
23.05.2009 20:35
0 0

Kokainspuren in Red-Bull-Cola

Eine bessere Werbung hätte sich nicht einmal der Martinschitz ausdenken können.

Antworten Gast: Forstwirt
25.05.2009 07:11
0 0

Re: Kokainspuren in Red-Bull-Cola

er hart sich diese Werbung wohl ausdenken lassen, einfach genial, es wird nun genug Deppen geben, die auch dieses unnötige, ungesunde Gesöff kaufen.

Gast: red
23.05.2009 20:10
0 0

Neidgesellschaft!

Der Neid is' halt a Schwein!

untertan
23.05.2009 20:09
0 0

Coca Cola schlägt zu?

Nein? Wer steckt dann hinter dem "Verbot" für Red Bull. Wäre es nicht viel wichtiger, für die Volksgesundheit vor allem, den Zuckerersatzstoff Aspartam, durch seine Aufspaltung im Körper ab einer für Vieltrinker leicht erreichbaren gesundheitsgefährdenden Grenze zu untersuchen. Oder verdienen unsere Lebensmittelverkäufer so gut, daß sie sich sogar die Lobbymaßnahmen mit gewaltigen finanziellem Einsatz leisten. Auf Kosten der Volksgesundheit? Eine Groteske jagt die andere. Heute findet sich in der Luft Rauschgift, morgen im Red Bull, übermorgen übermäßig viel Aspartam in Softdrinks?

Gast: hmm
23.05.2009 19:39
0 0

wusch

Na wieviel haben die den geldgierigen Bürokraten geschmiert, dass die das Gesöff so "klassifizierten"? Eine bessere Rekame kann sich der Hersteller bei den "typischen Red Bull Konsumenten"gar nicht wünschen ...

Gast: Gast
23.05.2009 19:10
0 0

ich

find Red Bull ist so was von grauslich. das RB Cola kost ich nicht mal. pfui.

untertan
23.05.2009 20:11
0 0

Re: ich

Dir, junger Süßschmecker, kann ich nur Zero empfehlen. Mit seiner Langzeitwirkung.

0 0

das erklärt...

...wenigstens die hysterische suppa-duppa, hippi-jippiee wir sind sooooo coooool werbestrategie der giftmischer aus salzburg. obwohl: so schlecht schmeckt das cola von red bull gar nicht. im gegensatz zu ihrer cashcow "energy drink". außer diabetes und fettsucht-fördernd ist das gesöff ja gar nichts.

Schlagzeilen Panorama