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Schweden: Erste deklarierte Lesbe wird Bischöfin

27.05.2009 | 18:34 |   (Die Presse)

Eva Brunne ist Stockholms neue Bischöfin. Eine Partnerin hat sie auch. Brunne war Favoritin in der von den Pastoren des Stockholmer Stifts vorgenommenen Wahl. Fans schwärmen von ihrer „natürlichen Autorität“.

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STOCKHOLM/KOPENHAGEN (gam). Es gibt Kirchen, die Homosexualität als Sünde sehen, und solche, die Diskriminierung aufgrund sexueller Neigungen hinter sich gelassen haben. Etwa die lutherische Kirche Schwedens: Dort wurde Eva Brunne (55) nun zur neuen Bischöfin von Stockholm gewählt. Sie ist weltweit die erste eingestandenermaßen lesbische Frau in einem so hohen Kirchenamt.

Ihre Neigung war im Wahlkampf kein Thema. Die 1978 zur Pastorin Geweihte lebt mit Gunilla Lindén, auch sie Pfarrerin, in einer registrierten Partnerschaft, was nur bei einigen Fundamentalisten für Ärger sorgt.

Brunne war Favoritin in der von den Pastoren des Stockholmer Stifts vorgenommenen Wahl. Fans schwärmen von ihrer „natürlichen Autorität“. Sie nennt die Umstellung auf eine multiethnische, multireligiöse Gesellschaft als größte Herausforderung. „Die Vielfalt ist ein großer Reichtum“ sagt sie, sie sei froh, in einer Kirche zu sein, in der „mündige Menschen Stellung beziehen“.

 

Sie schnitzt gern – wie Jesus

Privat liest sie gern Krimis und geht zum Schnitzen in eine Tischlerei. „Was tut man nicht alles, um Jesus zu ähneln?“, kommentierte sie ihr Hobby ironisch.

Während es weltweit mehrere offen schwule Christenbischöfe gibt (in den USA durfte Gene Robinson von der Episkopalkirche das Gebet bei der Inauguration von Präsident Obama leiten), betritt Brunne als Lesbe Neuland.

An ihrer Amtsführung wird das wenig ändern: Die Trauung Homosexueller etwa ist bei Schwedens Lutheranern normal. Und dass sie ein von ihrer Partnerin geborenes Söhnlein hat, sei „keine große Sache“: „Im Bischofshof ist viel Platz. Warum sollte eine Bischöfin keine Kleinkinder haben?“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2009)

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9 Kommentare
Gast: Nur ein Schaf aus der Herde
28.05.2009 10:50
0 0

kesse Vaterfigur mit Femme als Bischöfin

Das will mir so gar nicht gefallen, da sind mir die o.ö. Dechanten lieber! Auch die haben sich Partner erwählt, aber Tussis! Nur beim Kinderkriegen sind sie noch kein Vorbild für Ihre Schäfchen, da lassen sie sich von den Einwanderern anderer Glaubensgemeinschaften weit übertrumpfen.

Gast: Bösewicht
28.05.2009 08:26
0 0

Feine Authoritäten

"Und dass sie ein von ihrer Partnerin geborenes Söhnlein hat, sei „keine große Sache“" Diese Dame lebt also nicht nur in einer homosexuellen Beziehung, sondern sie lebt auch im Ehebruch. Dass sich diese Dame nur noch ironisch mit Jesus beschäftigt, ist evident.

Antworten megadoc
28.05.2009 08:55
0 0

Wissen Sie mehr?

Aus dem Artikel geht nicht hervor, ob die Trauung vor der Geburt des Söhnleins war.

Gast: Spötter
27.05.2009 20:50
0 0

Noch mehr Fragen

Warum soll eine Bischöfin nicht polygam leben?
Warum soll sie keine Sodomie betreiben?
Warum soll sie keine Drogen nehmen?
Warum sollte eine Bischöfin an Gott glauben?
Wozu gibt es Bischöfinnen überhaupt???

Antworten megadoc
28.05.2009 08:53
0 0

Nomen est omen

Warum sollten Spötters Kommentare nicht entbehrlich sein?

Ich glaube, dass es unwesentlich ist, ob und in welcher monogamen Partnerschaft ein Bischof lebt (eine Bischöfin lebt). Wenn ihre Gläubigen so begeistert von ihr sind, dann ist es gut, dass sie zur Bischöfin gewählt wurde.

Antworten Antworten richard
29.05.2009 07:47
0 0

Re: Nomen est omen

Man kann eben Glaubensinhalte nicht einfach so abändern wie sie einem für seine persönlichen Lebensumstände gerade in den Kram passen - das gilt für alle Religionen. Gerade sie als Vorsteherin einer religiösen Gemeinde erfüllt eine Vorbildfunktion. Was kommt dann als nächstes und wo hört das auf? Der nächste ist dann bekennender Kleptomane? Der Poster Spötter bringt das hervorragend auf den Punkt und hat damit völlig recht.

Antworten Antworten Antworten megadoc
29.05.2009 09:36
0 0

Geisteshaltung

Homosexualität und Kleptomanie in einen Topf zu werfen zeigt eine Geisteshaltung, der ich nicht folgen kann.

Ich halte auch nichts von der "Mode" Homosexualität (um im Showbizz etwas zu sein, muss/te man/frau ja beinahe dem eigenen Geschlecht zugetan sein. In dieser Funktion bringt es aber eher Nachteile, denn Vorteile. Ich finde die urchristliche Wahl des Bischofs durch die "Betroffenen" allemal besser als Fremd"beglückungen" mit Groer und Co.

Antworten Antworten Antworten Antworten richard
29.05.2009 09:50
0 0

Re: Geisteshaltung

Ich habe nichts gegen Homosexuelle, nur ist Homosexualität nun mal im Christentum nicht erlaubt. Also welche Inhalte vermittelt diese Dame?? Daß es doch erlaubt ist? Wie gesagt, stellt sich dann die Frage was denn dann in weiterer Folge noch so alles (eigenmächtig) erlaubt sein wird. Ich habe nicht Homosexualität und Kleptomanie in einen Topf geworfen, sondern nur nach Folgen gefragt. Ob der Bischof nun selbst erwählt ist oder fremdbeglückt, ist in diesem Zusammenhang nebensächlich, es geht um die Einstellung der Bischöfin und was sie mit ihrer offen gelebten Homosexualität zum Ausdruck bringt.

Wie Jesus...

wo habt ihr diesen Schmarren denn abgeschrieben?