Das erste Todesopfer der Schweinegrippe in Europa ist eine schottische Mutter. Die 38-jährige Frau brachte vor zwei Wochen ein Kind zur Welt - fast drei Monate zu früh. Das Baby hat sich aber vermutlich nicht mit dem Virus angesteckt. Nach Angaben des Krankenhauses hatte die Frau auch andere Gesundheitsprobleme.
Sie war am Sonntag an dem veränderten H1N1-Virus gestorben und war damit der erste Patient, der außerhalb des amerikanischen Kontinents der Krankheit erlag. Behörden warnten jedoch vor Panik. Obwohl mehr Todesfälle zu erwarten seien, sei das Risiko nicht gestiegen.
1260 Fälle in Großbritannien
Bei einer Ansteckung mit dem Virus sei in den meisten Fällen mit einer schnellen und vollständigen Genesung zu rechnen, sagte der britische Gesundheitsminister David Burnham. Nur bei einer "kleinen Minderheit" sei es "etwas ernster", sagte der Minister. Das Land sei auf eine Pandemie gut vorbereitet.
Großbritannien ist das Land, in dem bisher die meisten Schweinegrippefälle in Europa gemeldet wurden. Derzeit sind es mindestens 1.261 Fälle, davon rund 500 in Schottland. In Europa sind nach EU-Zahlen bisher mehr als 2.200 Infektionen registriert. Auf dem amerikanischen Kontinent starben bereits 164 Menschen, die meisten davon in Mexiko (109 Tote) und in den USA (45 Tote).
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Mexikogrippe am Donnerstag zur Pandemie erklärt. Seit Bekanntwerden der ersten Fälle in Mexiko infizierten sich weltweit fast 30.000 Menschen, mehr als 145 starben. In Österreich haben sich bisher sieben Menschen mit dem H1N1-Virus angesteckt.
(Ag.)
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