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New York: Hubschrauber kollidiert mit Kleinflugzeug

10.08.2009 | 06:54 |   (DiePresse.com)

Die Unglücksursache ist weiterhin unklar. Starke Strömung und schlechte Sicht im trüben Wasser erschweren die Bergungsarbeiten. Bisher konnten sieben Leichen geborgen werden.

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Neun Menschen sind am Samstag bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Kleinflugzeug über dem New Yorker Hudson River ums Leben gekommen. Sieben Todesopfer, darunter die Leiche eines Kindes, konnten bisher aus dem Wasser geborgen werden. Zwei weitere Unglücksopfer blieben verschollen. Starke Strömung und schlechte Sicht im trüben Wasser erschwerten die Bergungsarbeiten.

Die Wrackteile des Hubschraubers und des einmotorigen Privatflugzeugs wurden nach Angaben der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB zu einem Hafenpier gebracht. Zu der Ursache für den Absturz könnten sie noch nichts sagen, teilte Behördensprecherin Debbie Hersman Reportern mit. "Wir befinden uns noch in der Anfangsphase unserer Ermittlungen".

Das Flugzeug und der Hubschrauber waren am Samstag nach einem Zusammenstoß in der Nähe von Manhattan in den Fluss gestürzt. Augenzeugenberichten zufolge war die einmotorige Maschine vom Typ Piper PA-32R bei einer Linkswende von unten gegen den Helikopter gestoßen. Dabei sei eine Tragfläche des Flugzeugs und der Propeller des Hubschraubers abgerissen worden, hieß es. Das Unglück ereignete sich in einem vielbeflogenen Luftkorridor zwischen Manhattan und der Stadt Hoboken im US-Staat New Jersey. Dort können Piloten ihre Strecke weitgehend selbst wählen, sofern sie unter einer Flughöhe von 300 Metern bleiben und den Wolkenkratzern in Manhattan nicht zu nahe kommen.

 An Bord des Hubschraubers befanden sich außer dem Piloten fünf italienische Touristen auf einem Rundflug. Der Helikopter gehörte einem Unternehmen für Besichtigungs- und Charterflüge. Nach Angaben des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg hatte keiner der Insassen eine Chance, das Unglück zu überleben.

Vor knapp einem Monat hatte ein Bericht des US-Verkehrsministeriums vor einer zu laschen Kontrolle der Mietflugbranche gewarnt. In dem Bericht wurde die Flugaufsichtsbehörde (FAA) dafür kritisiert, Unternehmen, die Flüge mit Maschinen für weniger als 30 Passagiere anbieten, deutlich weniger stark zu überwachen als größere Fluggesellschaften. Die NTSB-Vorsitzende erklärte in einem Interview der Nachrichtenagentur AP vor dem Unglück vom Samstag, der Bericht mache deutlich, dass bei der Aufsicht ein Ungleichgewicht herrsche.

(Ag.)

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