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Frachter verschwunden: Das Rätselraten um die "Arctic Sea"

13.08.2009 | 11:53 |   (DiePresse.com)

Das Verschwinden der "Arctic Sea" gibt Rätsel auf. Wurde der Frachter tatsächlich gekapert, ist das der erste Fall von moderner Piraterie in europäischen Gewässern. Die russische Flotte sucht nach dem Schiff.

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Vor zwei Wochen gab es im Ärmelkanal den letzten Funkkontakt zu dem Frachter, der Holz im Wert von einer Million Pfund von Finnland nach Algerien bringen sollte. Seither fehlt jede Spur von der unter maltesischer Flagge fahrenden "Arctic Sea" und seiner 15-köpfigen russischen Crew. Russlands Präsident Dmitrij Medwedjew befahl dem Militär, "alle notwendigen Maßnahmen" zur Suche zu ergreifen - die gesamte Atlantikflotte sucht nun nach dem Frachter.

Wie die BBC berichtet, befürchtet die britische Küstenwache, dass Piraten den Frachter entführt haben. Es sei denkbar, dass sich das Schiff schon beim letzten Funkkontakt in der Gewalt von Seeräubern befand, meinte Mark Clark von der Küstenwache. "Nichts schien verdächtig. Aber es könnte genauso gut sein, dass sich einer der Piraten als Besatzungsmitglied ausgab oder dass ein Matrose eine Pistole an der Schläfe hatte." Auch der Direktor der finnischen Reederei Solchart, Viktor Maveyev, geht von einem Piratenangriff aus. "Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das Schiff entführt wurde", sagte er am Donnerstag.

Zum letzten Mal am 30. Juli geortet

Wenn das Schiff tatsächlich gekapert wurde, handelt es sich dabei um den ersten Fall von moderner Piraterie in europäischen Gewässern. Unweigerlich tauchen aber auch andere Theorien auf: Etwa, dass die Crew selbst in kriminelle Machenschaften verwickelt sein könnte und neben dem Holz Drogen oder andere verbotene Waren schmuggelt.

Zum letzten Mal wurde der Frachter am 30. Juli vor der nordfranzösischen Küste geortet. Danach wurde er offenbar von einem Schiff der portugiesischen Küstenwache ausgemacht, der aktuelle Aufenthaltsort der "Arctic Sea" ist aber unbekannt. Sie könnte sich vor der westafrikansichen Küste befinden.

Nach Angaben der Reederei soll das Schiff schon zu Beginn der Fahrt, am 24. Juli, kurzfristig von zehn bewaffneten Männern gekapert worden sein. Sie hatten den Frachter zwölf Stunden lang in ihrer Gewalt, zerstörten einen Teil der Funkausrüstung und verließen das Schiff mit einem aufblasbaren Boot.

Küstenwache: Der Fall ist "bizarr"

Die britische Küstenwache bezeichnet den Fall als "bizarr". "Ich kenne keinen Küstenwachebeamten, der sich an etwas derartiges erinnern kann", sagte Clark gegenüber der BBC. Wie russische Medien berichteten, sind bei der Suche nach dem Schiff außer Marinepatrouillen auch Radargeräte und satellitengestützte Überwachungssysteme im Einsatz. Laut der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS sucht auch der russische Auslandsgeheimdienst (FSB) nach dem Schiff.

(beba)

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11 Kommentare
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In Schweden

In schwedischen Gewässern wurde das Schiff geentert, und für Schweden brauchen die Haschischhändler aus der Westsahara eine Zukunftsbasis. In Port Boujdour kommt auch Droge aus Spüdostasien und Südamerika an, um per Frachter unbehelligt in Europa zu landen. Das Holz aber wird für Vieuchange-Romantiker in Smara gebraucht. In anderen Berichten habe ich gelesen, daß die Piraten in der Baltischen See irgend etwas an Bord gesucht hätten. Die haben wohl nur vorbereitet für die eigentliche Kaperung irgendwo westlich Cadiz, wo so viel los ist, daß nichts auffällt. Damit aber weder in Protugal noch Spanien ein Notruf abgesetzt werden konnte, wurde die Funkanlage entsprechend reduziert. Marokko ist in dieser Sache erst einmal als Schurkenstaat mit kriminalistischer Professionalität sehr genau anzuschauen: jede Menge Drogensauereien kommen sowieso zum Vorschein, wenn man dieses islamische Königreich wie ein Terroristenloch strengstens beäugt.

Nero
13.08.2009 14:13
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Alle hier denken es, und ich spreche es aus: WIKINGER!!!


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Des muss aber ein spezielles Holz sein

wenn gleich die ganze russische Atlantikflotte danach sucht. Und das die auf den Satelliten auch nix sehen? Sogar burmesische Schwimmbecken sind auf Google zu bewundern und da wollen die ein Schiff nicht verfolgen können? ;-)

Gast: global war on piracy
13.08.2009 13:20
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Sehr seltsam!

Inuit-Piraten?

Gast: schlÄchter
13.08.2009 12:05
0 0

sg vorposter !

;-)))

+++++

mfg

s.

die liste der üblichen verdächtigen: blackbeart, jean laffite, henry morgan, long john silver, jack sparrow....somalische schlauchbootpiraten.


Gast: Ökonomie
13.08.2009 11:56
0 0

Timber / Holz oder was noch ?

Zwei Punkte sind es die besonders zu hinterfragen sind:
a) warum wurde nach der Erstmeldung einer Atacke auf das Schiff kein Alarm gegeben und sofort eine Untersuchung eingeleitet
b) in den russischen Medien wird darüber spekuliert, dass eine Entführung eines Holzfrachters keinen Sinn macht und es andere Materialien sein müssen die transportiert werden. Diese Version würde dann wohl viele Möglichkeiten beinhalten

Wenn Frachter nicht einmal mehr in europäischen Gewässern sicher sind wo wird das wohl enden ?

139
12.08.2009 18:37
1 0

Die Polkappen schmelzen, das Bermudadreieck wächst!


Nobodaddy
12.08.2009 17:19
0 0

Versicherungsbetrug?


Antworten Gast: Gast04
12.08.2009 17:50
0 0

Udo Proksch


grumpel
12.08.2009 16:06
3 0

WIKINGER!!!


Gast: Tiger
12.08.2009 16:01
1 0

Sicher Aliens...