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Keine Vene gefunden: Hinrichtung in USA gestoppt

16.09.2009 | 06:42 |   (DiePresse.com)

Das Exekutionsteam suchte zwei Stunden lang vergeblich nach einer Vene für die Giftspritze. Der Anwalt des Häftlings spricht von Grausamkeit. In einer Woche soll erneut versucht werden, den Mann hinzurichten.

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Eine Hinrichtung im US-Staat Ohio ist am Dienstag verschoben worden, nachdem das Exekutionsteam bei dem zum Tode verurteilten Romell Broom zwei Stunden lang vergeblich nach einer Vene für die Giftspritze gesucht hatte. Wie der Sender CNN weiter berichtete, setzte Gouverneur Ted Strickland die Prozedur für eine Woche aus - dann soll erneut versucht werden, den Häftling mit einer Injektion hinzurichten.

Der heute 53-jährige Broom war wegen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens 1984 zum Tode verurteilt worden. Ursprünglich war seine Hinrichtung im Gefängnis von Lucasville für Dienstag in der Früh geplant gewesen, dann jedoch aus rechtlichen Gründen auf den Nachmittag verschoben worden.

"Grausame, unübliche Bestrafung"

Justizangestellte im Gefängnis von Lucasville begannen dann um 14.00 Uhr Ortszeit mit ihren Vorbereitungen für die Hinrichtung Brooms. Der Todeskandidat unterstützte das Team bei der Suche nach einer geeigneten Vene. Nach Schilderungen von Brooms Anwalt Tim Sweeney hatte das Team beim Suchen nach der Vene zur Einleitung des Giftcocktails solche Mühe, dass es eine Pause einlegte. Nach einem erneut gescheiterten Versuch bedeckte Broom das Gesicht und schien zu weinen. Um 16.30 Uhr wurde die Hinrichtung abgebrochen.

Sweeney schrieb an den Obersten Gerichtshof von Ohio, dass weitere Versuche eine besonders grausame und unübliche Bestrafung darstellen würden. Er berief sich auch auf eine Vorschrift in Ohio, wonach eine Hinrichtung mit der Injektion von Gift "schnell und schmerzlos" erfolgen muss.

2006 ähnlicher Fall

Bereits 2006 hatte in Ohio eine Hinrichtung aus dem gleichen Grund 90 Minuten gedauert. Der Todeshäftling hatte Medienberichten zufolge damals während der Exekution wiederholt den Kopf geschüttelt und gesagt: "Es funktioniert nicht."

(Ag.)

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67 Kommentare
 
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Warum sitzt der seit 1984, also 25 Jahre?

Wenn man sich schon fuer die Todesstrafe entscheidet, dann sollte diese rasch vollstreckt werden. Fuer solche Leute sollte es keine Gnade geben (d.h. liquidieren) - allerdings stellt sich immer das Problem von Fehlurteilen, deswegen bin ich eher dagegen und fuer lebenslaenglich ohne jegliche Begnadigung (und Freilassung, falls sich das Urteil nachtraeglich als falsch erwiesen hat).

citoyen
16.09.2009 17:41
0 1

Welches Mitleid hatte der Mörder mit dem Mädchen?

Das von ihm vergewaltigte und danach getötete Mädchen hat vermutlich auch geweint. Hat er deswegen von seiner Wahnsinnstat abgelassen?

Auge um Auge, Zahn um Zahn...

Antworten Firemage
16.09.2009 23:46
0 1

Re: Welches Mitleid hatte der Mörder mit dem Mädchen?

sie behaupten voller stolz, dass sie die gesetzgebung von 1740 VOR christus als gutes beispiel moderner rechtsbasis verstehen?

nun kann man ihre postings ja viel einfacher bewerten...

Antworten Antworten citoyen
17.09.2009 09:48
0 0

Re: Re: Welches Mitleid hatte der Mörder mit dem Mädchen?

In drei, spätestens vier Generationen sind nicht nur Österreich, sondern auch große Teile Europas von den Muslems übernommen. Dann wird es die Scharia geben.

Alles klar?

Antworten Nero
16.09.2009 19:27
0 1

Re: Welches Mitleid hatte der Mörder mit dem Mädchen?

... und die ganze welt würde blind sein ...

Gast: Ein Ätzer
16.09.2009 13:32
0 1

Das Zarenreich war humaner

Wenn bei einer Hinrichtung der Strick riß, wurde der Verurteilte begnadigt.

25 Jahre verbüßt - wie viel Gerechtigkeit will man noch?

Antworten as III.
16.09.2009 15:11
2 0

Re: Das Zarenreich war humaner

waruml glauben sie, dass es human ist, einem vergewaltiger und mörder eines 14 jährigen mädchens noch eine chance zu geben ?
ich würde es zB wesentlich sinnvoller finden, unsere moralischen energien und humanitären bedürfnisse an dem milliardenfachen mord an ungeborenen in den letzten 30 jahren abzuarbeiten. da gibt es einiges zu tun.
ich finde es ist zutiefst entwürdigend und bezeichnend für die ethische verwahrlosung einer gesellschaft dass die 'rechte' von mördern reklamiert und das leben von ungeborenen menschen als 'zellhaufen' abgetan wird.

denken sie mal in ruhe darüber nach ...

Antworten Antworten Gast:
16.09.2009 16:04
0 1

der übliche unsinn eines as


Antworten Antworten Antworten as III.
16.09.2009 18:54
0 0

Re: der übliche unsinn eines as

können sie das auch argumentativ ausführen oder ist dieser einzeiler schon alles was sie draufhaben ?

Gast: Agung
16.09.2009 13:31
0 2

Fehlurteile

Es gilt unter heimischen Juristen als erwiesen das 3% aller Urteile - Fehlurteile sind. Das wird in den USA kaum anders sein. Wenn also 3 von 100 zum Tode Verurteilten zu Unrecht hingerichtet wurden - ist das ein Verbrechen an die Menschlichkeit , und gehoert vor den internationalen Gerichtshof.

Antworten as III.
16.09.2009 15:14
0 0

Re: Fehlurteile

100% aller vor der geburt getöteten menschen (40% ALLER gezeugten menschen) werden zu unrecht getötet.
dagegen nehmen sich die 3% wie ein hort der menschlichkeit aus.

Antworten Peregrin
16.09.2009 14:20
0 0

Re: Fehlurteile

Das ist mit zu Unrecht Eingeknastelten nicht anders; ein Problem von Strafen an sich, nicht einer bestimmten solchen. Sogar eine Geldstrafe kann jemanden in wirtschaftliche und in der Folge private Turbulenzen stuerzen, die nicht durch Rueckzahlung Jahre spaeter wieder gutzumachen sind.

Gast: da sepp
16.09.2009 13:28
0 0

tolles bild

der broom muss wohl ein ganz ein übler afroamerikaner sein ...

0 4

Sogar die USA ist mit ihren Hinrichtungen Menschlicher als die ÖVP bei uns,

dort werden nämlich die Menschen nicht getötet, wenn sie dafür "ungeeignet" sind.

Ein Inder musste bei uns das Leben lassen.

Antworten Gast: Gast
16.09.2009 14:54
0 0

Re: Sogar die USA ist mit ihren Hinrichtungen Menschlicher als die ÖVP bei uns,

Und das ist gut so!
Aber leider zu selten!

as III.
16.09.2009 12:05
3 1

"bedeckte Broom das Gesicht und schien zu weinen"

ob wohl das von ihm vergewaltigte und ermordete mädchen auch geweint hat ?

Antworten Firemage
16.09.2009 13:21
0 0

Re:

ob es auch 25 jahre auf seine ermordung gewartet hat?

0 0

Re: Re:

Was wäre dann Ihrer Meinung nach die akzeptable Strafe für einen Vergewaltiger und Mörder?

Antworten Antworten Antworten Firemage
16.09.2009 18:59
0 0

Re: Re: Re:

das österreichische system mit haftstrafe und psychotherapie.

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Re: Re: Re: Re:

Und wie lange?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Firemage
16.09.2009 23:02
0 0

Re: Re: Re: Re: Re:

solange bis eine akzeptable wahrscheinlichkeit besteht, dass der täter die fähigkeiten erlangt hat in unserer gesellschaft zu leben ohne sie zu gefährden. und das bedeutet im extremfall: für immer.

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re:

"Für immer" heisst doch "bis zu seinem Tod" oder?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Firemage
16.09.2009 23:38
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ja, sie sind definitiv physiker.

sie wissen genau dass es keine 100 %-igen therapieerfolge gibt. ist ein mensch selbst- oder fremdgefährdend so verbleibt er in zwangsbehandlung. und nein - das hat mit mord nichts zu tun.

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Re: ja, sie sind definitiv physiker.

Ich möchte korrigieren: er sollte bzw. müsste in Therapie und Verwahrung bleiben.

Übrigens ist es genausowenig Mord wie es Körperverletzung ist, wenn ein Arzt einen Patienten operiert. Nur um noch ein wenig I-Tüpferl zu reiten... :-)

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Firemage
17.09.2009 00:02
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Re: Re: ja, sie sind definitiv physiker.

richtig.

Antworten Antworten as III.
16.09.2009 15:00
1 0

Re: Re:

nein, aber es hat auch niemanden umgebracht ;)

 
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