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UNO: Eine Milliarde Menschen leiden an Hunger

14.10.2009 | 15:17 |   (DiePresse.com)

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Welthunger seien "katastrophal", sagt die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft. Die aktuelle Zahl der Hungerleidenden ist die höchste seit 1970.

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Die Weltwirtschaftskrise hat "verheerende" Auswirkungen auf den Hunger in der Welt. Wie die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) am Mittwoch in Rom in ihrem diesjährigen Welthungerbericht mitteilte, stieg die Zahl der Hungerleidenden 2009 als Folge der Krise auf 1,02 Milliarden - den höchsten Wert seit 1970.

Damit steht die Realität im krassen Gegensatz zu den im Jahr 2000 formulierten Millenniums-Zielen, in denen die Vereinten Nationen ursprünglich angestrebt hatten, die Zahl der Hungerleidenden Hunger bis 2015 zu halbieren.

Mehr als die Hälfte in Asien

"Es sind alle Länder betroffen, und wie immer leiden die ärmsten Länder und die hilflosesten Bevölkerungen am meisten", sagte FAO-Chef Jacques Diouf. Die überwiegende Mehrheit der vom Hunger betroffenen Menschen leben demnach in Entwicklungsländern, die meisten von ihnen im Asien-Pazifik-Raum. Dort sind 642 Millionen Menschen unterernährt.

In Afrika, und hier südlich der Sahara sind es 265 Millionen Menschen, in Lateinamerika 53 Millionen, im Nahen Osten und in Nordafrika insgesamt 42 Millionen. In den Industrienationen leiden 15 Millionen Menschen Hunger.

Auswirkungen der Krise "katastrophal"

Die Auswirkungen der Krise auf den Welthunger seien "katastrophal", sagt Diouf. Er fordert die Regierungen der Industrieländer auf, sich stärker gegen den Hunger einzusetzen. "Was fehlt, ist der politische Wille, den Hunger für immer auszumerzen", kritisiert der FAO-Chef. Dabei seien die technischen und ökonomischen Voraussetzungen durchaus gegeben.

So wie die Mächtigen der Welt "schnell, gemeinsam und kraftvoll" auf die Weltwirtschaftskrise reagiert hätten, sei nun "derselbe starke Einsatz gefragt, um den Hunger zu bekämpfen".

(Ag.)

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4 Kommentare

gähn

wenn diese leute nicht hungern wollen, dann sollen sie gefälligst ihre familienplanung in den griff bekommen.ich bin für eine fundamentale änderung des menschenrechts.

Nun...

seit bald 50 Jahren, seit ich politisch denken kann, muß ich immer wieder über das Problem des Hungers lesen. Eines der ersten Bücher, das ich gelesen habe, "Die gute Erde" von Pearl S. Buck (Nobelpreis 1938) handelt von der Hungersnot in China. Bei aller Kritik am Regime in diesem Land, aber die Ein-Kind Politik scheint wirklich die einzige wirksame Maßnahme gegen den Hunger zu sein. Ich denke, auch die Null-Kind Politik wäre für viele Regionen zu überlegen. Sonst bin ich wirklich ratlos.

Antworten Gast: schlÄchter
14.10.2009 23:46
0 0

Re: Nun...

sg zenith!
ihr beitrag triffts mmn recht gut.
traurig kann einen stimmen, dass die katholische kirche immer noch die empfängnisverhütung predigt, obwohl gerade in den betroffensten gebieten dies dem hungerproblem vorschub leistet und zudem auch den kulturellen hintergründen (machismo, großfamilien-clans etc.) widerspricht bzw. infolge verbesserter maßnahmen gegen kindersterblichkeit die bev. explosion anheizt.
dazu kommt, dass narung als energiequellen mißbrauicht werden (getreide als benzinersatz usw.), anstatt zur ernährung herangezogen zu werden bzw. landwirtsch. überfluss wird nicht aufgeteilt sondernteuer vernichtet.
china. in der tat: unglaublich was maos erben geschafft haben ohne wieder 1.300.000.000 menschen ins chos uzu führen. hut ab.
ein kind-politik: richtig, bin gespannt wielange indien sein bev. programm noch so durchhalten kann? dort wurde die überschreitung der 1.000.000.000 grenze gefeiert.
bev. explosion bzw. die demographie ist die größte herausforderungfür uns menschen zur zeit. leider wird kaum darüber berichtet sondern überden klimawandel - dessen beeinflussung durch den menschen nicht schlüssig bweisbar bzw.nachvollziehbar ist.

mfg
s


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