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Frankreich: Gefängnisarzt verschrieb Kinderschänder Viagra

26.10.2009 | 12:59 |   (DiePresse.com)

Kurz vor seiner Entlassung bekam ein Kinderschänder in Frankreich vom Gefängnisarzt Viagra verschrieben. Kaum in Freiheit, soll er einen weiteren Buben vergewaltigt haben. Nun sollen die Gesetze verschärft werden.

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Vor seiner Entlassung hatte der Gefängnisarzt einem verurteilten Kinderschänder Viagra verschrieben, wenige Wochen später soll der Mann einen fünf Jahre alten Buben vergewaltigt haben. Nun muss sich der mutmaßliche Täter im nordfranzösischen Roubaix erneut vor Gericht verantworten. Der Prozess habe am Montagvormittag begonnen, teilte das Gericht mit. Dem 63-Jährigen droht lebenslange Haft. Der Mediziner sagte später aus, er habe die Vorgeschichte des Mannes nicht gekannt.

Sterilisation abgebrochen

Der Kinderschänder hatte den kleinen Buben in einer Garage eingesperrt, in der er seit seiner Haftentlassung hauste, und ihn mit Medikamenten betäubt. Als die Polizei eintraf, war das Kind unbekleidet. Bei dem Mann entdeckten die Beamten auch eine angebrochene Packung Viagra. Der 63-Jährige, der fast die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht hat, hatte 2004 eine Sterilisationsbehandlung begonnen, aber wieder abgebrochen.

Gefährliche Kriminelle sollen in Haft bleiben

Der Fall hatte in Frankreich großes Aufsehen erregt. Anschließend wurde ein neues Gesetz verabschiedet: Als gefährlich eingestufte Kriminelle sollen nun auch nach Verbüßung ihrer Strafe in Haft bleiben. Da dies nicht rückwirkend für bereits verurteilte Täter angewendet werden darf, will die Regierung zusätzlich die Überwachung von potenziellen Wiederholungstätern verschärfen.

80 Mal lebenslänglich in Texas

Ein geständiger Kinderschänder ist in Texas zu 80 Mal lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 44-Jährige bekannte sich laut einem Bericht der Zeitung "San Antonio Express-News" am Freitag der schweren sexuellen Nötigung eines Kindes in 69 Fällen und der fortdauernden sexuellen Misshandlung in elf Fällen von 2006 bis 2008 schuldig. Der Mann war im Mai festgenommen worden. Bezirksanwalt Amos Barton sagte, er habe für jeden der 80 Anklagepunkte lebenslänglich gefordert "nur für den Fall, dass er die ersten 79 überlebt".

(Ag. )

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7 Kommentare
1 0

Hinter Gitter!

Der Schulmediziner sollte einige Jährchen Gelegenheit haben, in sich zu gehen.

Gast: unwichtig
26.10.2009 19:19
2 0

Wieso bekommt man Viagra verschrieben?

Irgendwie nicht nachvollziehbar warum die Krankenkasse so etwas bezahlen soll ... andererseits bei den Politikern heute nachvollziehbar.

Antworten JoeJo
27.10.2009 07:01
1 0

Die Krankenkasse bezahlt es ja nicht!

Viagra ist rezeptpflichtig, bezahlen muss es jeder selbst.

Gast: gast
26.10.2009 16:40
1 0

nix auskenn

was nun : spielt diese Geschichte nun in Frankreich oder in den USA/Texas?

Ist es für die Viagra-Sache wirklich von Belang ob es nun konkret ein "Kinderschänder" war oder ein "normaler" Sexualstraftäter?

Die Empörung dreht sich ja wohl vorrangig um den Punkt der Viagra-Verabreichung an einen Sexualstraftäter.
Ob sein Ziel nun Kinder, alte Frauen oder Bauarbeiter sind, ist letztlich unbedeutend weil es nix am Sachverhalt der hinterfragenswerten Medikamenten-Verordnung ändert.

Gast: also
26.10.2009 15:07
3 0

der arzt

würde bei mir gleich mal ruck zuck 10 jahre kriegen und natürlich die finanziellen kosten für den prozess und die wiedergutmachung ( da is gleich mal ne villa in der zwangsversteigerung )
ÄRZTE müssten überhaupt viel stärker für fehler zur verantwortung gezogen werden....und nicht nur in finanzieller hinsicht....es sollte nur der praktizieren dürfen der auch etwas KANN und nicht nur papiere in der hand hält die so ein können behaupten ( papier ist geduldig ) dh. bei den ersten fehlern SOFORT ein lebenslanges berufsverbot...is halt eine branche die härter rangenommen gehört.....

wol
26.10.2009 15:05
1 0

Solchze Leute sollten....

für immer im bau bleiben. Die sind tickende Bomben, keiner kann sagen, wann die explodieren.

3 0

In jedem Land wohl anders...

In Polen setzt man (vermutlich ziemlich reaktionär) auf chemische Kastration von Pädophilen; in Frankreich pumpt man sie knapp vor der Entlassung noch rasch mit Viagra voll!

Und da helfen auch noch so strenge Gesetze nur wenig, wenn die Krankenstation im Gefängnis derart verständnisvoll mit den Häftlingen umgeht. Allein bereits der im Artikel erwähnte Sachverhalt, daß dieser Mann eine seinerzeit begonnene Sterilisaltionsbehandlung bald wieder abgebrochen hatte, zeigt, wie wenig Unrechtsbewußtsein der Betreffende besitzt!

Und trotzdem läßt man den Typen wieder auf die Menschheit (und vor allem die Kinder) los! Irgendwie müßte man also auch den Arzt zur Verantwortung ziehen. Und sei es mittels eines Berufsverbotes...