Bei Überschwemmungen durch den Tropensturm "Mirinae" sind in Vietnam möglicherweise mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 22 weitere galten nach Behördenangaben vom Mittwoch als vermisst, nachdem das Unwetter am Montag mit schweren Regenfällen über das Zentrum des Landes hinweggezogen war. Zuvor hatte der Taifun über den Philippinen gewütet und dort 27 Menschen in den Tod gerissen.
Der Sturm zerstörte nach Angaben des Katastrophenschutzes in Vietnam rund 700 Häuser und beschädigte 13.000 weitere. Am schwersten betroffen war die Provinz Phu Yen, dort meldete der Katastrophenschutz die schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als 30 Jahren. Zahlreiche Deiche barsten. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Bewohner, die auf den Dächern ihrer Häuser gestrandet waren, in Sicherheit brachten. 2000 Soldaten waren im Hilfseinsatz und brachten mit Schnellbooten Nahrung, Wasser und Kleidung zu den eingeschlossenen Menschen.
Auf den Philippinen stieg die Zahl der Todesopfer durch "Mirinae" unterdessen auf mindestens 27. Weitere sechs Menschen galten nach Behördenangaben noch als vermisst. Im September war der Taifun "Ketsana" über die Philippinen und Vietnam hinweggezogen und hatte dort mehr als 500 Menschen in den Tod gerissen.
(Ag.)

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