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Frankreich: Ausgangssperre für junge Straftäter?

04.11.2009 | 12:01 |   (DiePresse.com)

Unter 13-jährige Straftäter sollen nachts nicht mehr auf die Straße, so ein Vorschlag des französischen Innenministers Hortefeux. Jugendliche stellen mittlerweile 18 Prozent der Straftäter.

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Die französische Regierung prüft im Kampf gegen die Jugendkriminalität eine nächtliche Ausgangssperre straffällig gewordener Minderjähriger unter 13 Jahren. Er halte das für sinnvoll, weil der Anteil an jugendlichen Straftätern innerhalb eines Jahres um fünf Prozent gestiegen sei und der Einsatz an Waffen zunehme, sagte der französische Innenminister Brice Hortefeux am Dienstagabend in Paris.

Die linke Opposition sowie Polizei- und Richtergewerkschaften wiesen den Vorschlag als "unanwendbar" zurück. Staatschef Nicolas Sarkozy hat den Kampf gegen die Kriminalität zu einem der wichtigsten Ziele seiner Präsidentschaftschaft gemacht. Nach steigenden Kriminalitätszahlen ordnete er im September ein verschärftes Vorgehen der Sicherheitskräfte an.

Immer mehr "Mädchenbanden"

Hortefeux sagte, Jugendliche stellten mittlerweile 18 Prozent der Straftäter. Das Ausgehverbot solle nicht nur Buben treffen, nachdem zuletzt auch immer mehr "Mädchenbanden" aufgetaucht seien. Es handle sich bisher aber lediglich um einen "Vorschlag", entschieden sei noch nichts.

Sozialistenchefin Martine Aubry kritisierte, der Vorschlag sei nicht umzusetzen, nachdem die Regierung tausende Polizistenstellen gestrichen habe. "Es gibt keine Polizisten, um nachts zu kontrollieren, ob ein Jugendlicher älter oder jünger als 13 Jahre ist und ob er verurteilt wurde." Die linke Richtergewerkschaft SM warf der Regierung vor, sie wolle "Kinder zu Sündenböcken" abstempeln. Die Grünen sprachen vor einem "Wahlmanöver": Die konservative Regierung versuche vor den Regionalwahlen im März, in der traditionellen Wählerschaft der extremen Rechten zu fischen.

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4 Kommentare
Gast: Kaktus
07.11.2009 16:50
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Alles nur ein Wahlmanöver?

Die Einschätzung der Grünen ist sehr interessant.
Da könnte man ja den Schluss ziehen, nur das rechte Lager wäre mit Themen der inneren Sicherheit anzusprechen. Allen anderen sind die wachsenden Probleme mit und durch die jugendlichen Kriminelllen nicht wichtig genug/ sie haben kein Problem damit?

Gast: klartext
04.11.2009 16:34
0 0

Die Wahrheit ist wohl eher,...

..daß sowohl Politiker als auch Exekutive davor Angst haben, was bei nächtlichen Kontrollen und in deren Folge passiert. In den Banlieues von Paris schwelt jetzt schon der Bürgerkrieg.
Übrigens, Mitglieder von kriminellen Jugendbanden - vornehmlich mit Migrationshintergrund - als "Kinder" zu bezeichnen, ist entweder äußerst naiv oder gewollte Desinformation.

(zu den kommenden Auseinandersetzungen Arm-Reich, Links-Rechts, Ausländer-Inländer usw. ein Buchtip: Vorsicht Bürgerkrieg! KOPP Verlag 2009)

Gast: Gast
04.11.2009 16:13
0 0

Die Nachtlokale wären damit um eine Bereicherung ärmer.

Und die Einheimischen könnten endlich wieder nachts unterwegs sein, ohne Messern und Totschlag zu befürchten.

Gast: Atze
04.11.2009 14:52
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Jeder weiß, welche Jugendlichen gemeint sind

Da braucht man gar nicht mehr im Text nach zu suchen.

Die von den Linken gewollte Freiheit, daß jeder Mensch machen kann, was er will, schlägt nun in einen totalitären Überwachungsstaat um.

Die Staaten, welche am eifrigsten dem 68er Gedankengut huldigten, werden die unfreiesten sein. Man sieht, alles kommt letzten Endes so, wie es kommen muß.

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