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Massaker in Fort Hood: Angst vor Islamphobie

08.11.2009 | 17:19 |   (DiePresse.com)

Nach dem blutigen Massaker in der US-Militärbasis warnte Obama, nicht vorschnell über die Motive des muslimischen Täters zu urteilen. Konservative Medien kritisieren diese "politische Korrektheit".

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Auch 72 Stunden nach dem blutigsten Massaker innerhalb der US-Streitkräfte war der meistzitierte Satz die Warnung von US-Präsident Barack Obama, "nicht vorschnell zu urteilen, bevor wir alle Fakten haben". Auch die linke Zeitschrift "The Nation" warnte vor der "schrecklich vorhersehbaren Islamphobie" (Islamangst).

Allerdings gibt es auch Gründe, in dem Blutbad von Fort Hood nicht nur den "Amoklauf" eines psychisch gestörten Menschen zu sehen, der seine Versetzung nach Afghanistan fürchtete. "Zu ängstlich, um Terrorismus zu erkennen", kommentierte die konservative "Washington Times" und kritisierte die "politische Korrektheit" in den USA, die es verhindere, den Anschlag beim Namen zu nennen.

Tatsächlich trägt das Blutbad in der größten US-Militärbasis der Welt Züge eines Terroranschlags, auch wenn es kein Angriff islamischer Extremisten war, auch wenn kein "Schläfer" die Tat beging, also ein Terrorist im Wartestand, der auf Befehl von außen losschlägt. Vieles deutet darauf hin, dass es sich um einen Anschlag aus der Mitte der Gesellschaft handelt, in diesem Fall sogar aus der Mitte der Streitkräfte.

Denn die Tat von Fort Hood war offensichtlich kein spontanes Ausrasten, sondern von langer Hand vorbereitet. Der Militär- Psychiater Major Nidal Malik Hasan muss nach Erkenntnissen der Ermittler die Waffen entgegen den Vorschriften heimlich in die medizinische Einrichtung geschmuggelt haben. Sein Hab und Gut hatte Hasan vor dem Massaker verschenkt, selbst seinen Koran. Und er handelte offensichtlich aus lang angestautem Hass auf Amerika.

Der Cousin des Täters, Nader Hasan, nannte ihn zwar in TV- Interviews einen "guten Amerikaner", der nur im Laufe der Zeit immer aufgebrachter über die Kriege im Irak und Afghanistan geworden sei. Aber seit längerem schon scheint der Psychiater islamistische Thesen vertreten und grundsätzlich die USA und ihre Werte abgelehnt zu haben. Er lobte US-Medien zufolge in Web-Beiträgen islamische Selbstmordattentäter, sah im Kampf der USA gegen den Terrorismus einen "Krieg gegen den Islam". Hasan lehnte die Kriege im Irak und Afghanistan strikt ab, fühlte sich als Opfer anti-islamischer Diskriminierung in den USA.

Der Sohn palästinensischer Eltern war den US-Streitkräften beigetreten, die ihm die Ausbildung zum Psychiater ermöglichten. Er sollte US-Soldaten psychisch stabilisieren helfen. Stattdessen richtete er - "Allah ist groß!" rufend - ein Blutbad unter den unbewaffneten Militärangehörigen an. "Wenn Major Nidal Malik kein Terrorist ist, dann ist das niemand", meinte die "Washington Times".

In den USA wäre der Kampf gegen eine solche Form des individuellen Terrorismus wegen der liberalen Gesetze und des hohen Stellenwerts der Meinungsfreiheit besonders schwierig. Denn anders als die Behörden in Deutschland darf in den USA das US-Bundeskriminalamt FBI Hass-Botschaften im Internet nicht verfolgen. Also können Personen wie Hasan oder James W. von Brunn, der jüngst in Washington im Holocaust-Museum einen Mann tötete, ihre extremen Thesen ungestraft und ungehindert verbreiten.

Dennoch müssten sich die Verantwortlichen im Pentagon und vor Ort fragen lassen, ob sie die Alarmzeichen bei Hasan nicht hätten früher sehen müssen, schrieb die "Washington Post". Die Tat von Fort Hood hat auch eine politische Bedeutung. Es könnte ein erstes Zeichen für ein bitteres Erwachen des "neuen Amerika" von Barack Obama sein. Denn mit der Ablösung von George W. Bush im Weißen Haus ist Amerikas Konflikt mit dem Islamismus keineswegs verschwunden - abstrakt war das allen klar, das Massaker in Texas aber wirft ein neues Schlaglicht darauf.

Falls Obama dem Wunsch der Militärs folgt und die Truppen in Afghanistan massiv verstärkt, wird er trotz des Friedensnobelpreises für viele in der islamischen Welt als Kriegspräsident gelten - wie Bush. "Das Blutbad unter den Soldaten von Fort Hood trifft ein Amerika, das im Gegensatz zu Europa seine arabischen Immigranten noch nicht in eine arme und verbitterte Unterklasse verwandelt hat und ein Amerika, das bisher noch nicht attackiert worden war von terroristischen Kindern des amerikanischen Islam", kommentierte die italienische Zeitung "Corriere della Sera".

 

(Ag. )

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8 Kommentare
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Ich versuche es n o c h einmal!

http://de.danielpipes.org/5547/barack-obamas-muslimische-kindheit

Phobie ist eine d i f f u s e Angst vor....Gelsen, Krebs, vorm Fliegen, vor Spinnen....

Zu ISLAMOPHOBIE:
Obama und die linke "The Nation" warnen schon vor Isl.ph. und voreiligen Schlüssen!
Na, also, wir Dummerln! Wie können wir denken, daß....!

WIR haben keine d i f f u s e, wir haben, wenn schon, b e g r ü n d e t e Angst vor dem Islam!
Denn Attentate auf Bali, in Madrid, in London, geplante in Deutschland, Morde in Amsterdam und Paris und als "Höhepunkt" 9/11 in New York und jetzt das neueste in Fort Hood, berechtigen wohl zu sehr konkretem Mißtrauen gegen diese Politreligion!
Auch wenn immer wieder behauptet wird, DAS ALLES HAT NICHTS MIT D E M ISLAM ZU TUN!!

Warum ruft der Major, bevor er auf Menschen schießt, sie zu töten, "Allahuakbar"?

0 0

Hm, ein bisschen mehr

Islamophobie, nämlich ein Ernstnehmen der unübersehbaren und ja teils sogar aktenkundigen Alarmsignale, hätte eine ganze Reihe Menschenleben retten können.

4 0

Wie in "Herr Biedermann und die Brandstifter"!

Vor ca. einem halben Jahrhundert hatte der Schweizer Dramatiker Max Frisch ein Stück mit obigem Titel geschrieben; eine Burleske mit durchaus ernstem Hintergrund.

Herr Biedermann stellt seinen Dachboden aus Gutmütigkeit zwei Herren als Domizil zur Verfügung. Und obwohl seine Frau zunehmend beunruhigt ist über die seltsamen Aktiivitäten der beiden Untermieter, wiegelt Herr Biedermann ständig ab. Sie sei eben ein wenig zu mißtrauisch und würde den Gästen alles Mögliche an Schlechtem unterstellen. Selbst als die Verdachtsmomente zunehmen und gar nix mehr zu Beschönigen ist, wehrt er sich hartnäckig, die unheimlichen Mitbewohner raus zu werfen. Erst im letzten Augenblick tut er es dann doch. Aber da waren sie eh schon im Gehen, weil das Haus bereits lichterloh brannte.

Die Parallelen zum aktuellen Fall sind frappant. Zwar war der Psychiater schon öfters wegen "antiamerikanischen Äußerungen" aufgefallen. Doch aus Angst, ihn zu "diskriminieren", hat man auf Hinweise dazu verzichtet...

widder
10.11.2009 18:07
1 0

Re: Wie in

Es wäre längst an der Zeit, dass diese uns völlig unverständliche und gegen jede westliche Verfassung verstoßende Religion bei uns verboten wird.

5 0

Amerika, das im Gegensatz zu Europa seine arabischen Immigranten noch nicht in eine arme und verbitterte Unterklasse verwandelt hat

welch ein blödsinn.

die meisten waren unterklasse mit der möglichkeit, aufzusteigen. aus nichtwollen oder nichtkönnen verblieben sie unterklasse.

noch sind wir nicht soweit, dass man jeden, der es gerne möchte, einen doktortitel verleihen, ohne je eine uni von innen gesehen zu haben. ich bin aber guter hoffnung, dass das auch noch kommt.

und noch etwas: allahu akbar heisst nicht gott ist groß sondern gott ist größer (als alle anderen götter).

aber leider ist man es gewohnt, dass auch sog. qualitätsmedien sich nicht mit dem is lam auseinandersetzen.

mfg
mc

lilli
08.11.2009 18:14
7 0

"Einkaufswagen und Pappendeckel"

Corriere della Sera: „Europa verwandelt (Aktivform!) arabische Immigranten in eine verbitterte Unterschicht“. Da soll ich mich als Europäer jezt wahrscheinlich „ein Stück weit betroffen fühlen“ dass nicht noch mehr Sozialtransfer zu den Verbitterten stattfindet. Ein aktiver Beitrag der Betroffenen wird gar nicht in Betracht gezogen!
In den USA gibt es überhaupt kein derartiges Sozialsystem, daher sind dort nur solche Immigranten, die es sich leisten können und Arbeit haben. Wer es in den USA nicht schafft, kann einen "Einkaufswagen und einen Pappendeckel" sein eigen nennen und sein Verbitterung nicht mehr medienwirksam in die Welt hinaus heulen. Für diese wirklich armen Teufel interessiert sich dann nicht einmal mehr die Linkspresse.

Gast: Wiener
08.11.2009 17:40
6 0

Wenn die Amis in ihrem Land beginnen gegen die Islamisierung vorzugehen

dann dauert es nicht mehr lange bis auch in Europa endlich der Widerstand erwacht.

Antworten Gast: Trigger
08.11.2009 20:05
6 0

Re: Wenn die Amis in ihrem Land beginnen gegen die Islamisierung vorzugehen

Der geistige Widerstand existiert schon lange in den Menschen in Europa. Die Lunte brennt sowieso schon. Noch wartet einer auf den anderen. Es bedarf nur mehr der Initialzündung.

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