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Neue Grippe: Die Pandemie im Kopf

14.11.2009 | 17:56 |  von Erich Kocina und Andreas Wetz (Die Presse)

Nach anfänglicher Gelassenheit warten die Österreicher nun stundenlang auf eine Impfung gegen die Schweinegrippe. Warum fürchten wir uns so vor dem H1N1 Virus? Der Versuch einer Erklärung.

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Es waren 32.294 Österreicher, die 2008 an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems starben, 19.780 verloren den Kampf gegen den Krebs. 1689 kamen beim Heimwerken, Fensterputzen oder Treppensteigen ums Leben, 679 verloren es im Straßenverkehr. Und die Grippe? Nun, selbst die Datensammler der Statistik Austria registrierten im Vorjahr – trotz einer Grippewelle, die die WHO bereits als besonders gefährlich einschätzte – nur einen einzigen Fall mit tödlichem Ausgang.

Und doch könnte man den Eindruck gewinnen, dass vom derzeit grassierenden Grippevirus, das unter der Bezeichnung H1N1 oder dem Schlagwort Schweinegrippe durch die Medien geistert, die größte Gefahr für Leib und Leben ausgeht. Rund 100.000 Menschen pilgerten schon zu den Impfstellen, Schulen werden geschlossen, Mediziner sprechen von einigen tausend Toten und der „größten Erkrankungswelle seit 1918“. Und spätestens mit dem ersten Todesfall Anfang November hat das Grippefieber die Bevölkerung auch emotional erfasst.


Gelassenheit ist dahin. Die Gelassenheit der Österreicher, die beim Ausbruch der Krankheit in Mexiko Ende April noch zu 90 Prozent angaben, keine Angst vor der näher rückenden Seuche zu haben, ist jedenfalls dahin. Selbst die Ärzte, die während der ersten Stufe der Impfaktion für das Gesundheitspersonal noch durchwegs als Impfverweigerer zu bezeichnen waren, raten inzwischen der Bevölkerung verstärkt, doch zur Impfung zu gehen.

Es ist die Unsicherheit, sind die zahlreichen ungelösten Fragen, die die Menschen im Umgang mit der Neuen Grippe nervös machen. So wie etwa im Fall von Bettina Steiner, die Ende Oktober bei ihren beiden Töchtern die klassischen Symptome – Fieber, Kopfweh, Husten – feststellte und zwischen Spitälern, Ärzten und Ambulanzen einen Hürdenlauf hinlegen musste, weil sie sich allesamt außerstande sahen, die Kinder auf die Krankheit zu testen. Erst über (nicht offizielle) Umwege fand sie schließlich heraus, dass ihre Töchter tatsächlich mit dem H1N1-Virus infiziert waren. All das zu einem Zeitpunkt, als einzelne Verdachtsfälle noch für Aufregung sorgten.

Seit Mitte dieser Woche werden in Österreich einzelne Erkrankte gar nicht mehr gezählt, die Gesundheitsbehörden sind dazu übergegangen, die Daten ausgewählter Arztpraxen einfach hochzurechnen. Aus 1000 bestätigten Fällen bundesweit wurden so allein in Wien 10.800. Zumindest am Papier. Die Pandemie ist damit offiziell in Österreich angekommen.

Aber ist das nun wirklich ein Grund, sich zu fürchten? Nicht unbedingt, denn beim größten Teil der Erkrankungen ist der Verlauf ohnehin äußerst mild. So hüpften die Töchter von Bettina Steiner nach wenigen Tagen wieder vergnügt auf dem Bett herum. Und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch die Mehrheit der Bevölkerung nicht stärker als sonst unter der Schweinegrippe leiden wird.

Basis für die Annahme sind nicht die von österreichischen Sozialmedizinern und Gesundheitspolitikern gezeichneten Horrorszenarien – sogar der sonst eher zurückhaltende Gesundheitsminister Alois Stöger sprach von bis zu 2,4 Millionen Infizierten –, sondern Erkenntnisse aus einem quasi überdimensionierten Feldversuch. Seit Jahr und Tag nämlich gilt Australien, das der Nordhalbkugel im Verlauf der Jahreszeiten vereinfacht gesprochen ein halbes Jahr voraus ist, als zuverlässiger Indikator für die Schwere der nächsten Grippewelle in Europa. Mit Stichtag 9. November zählten die Behörden des 20-Millionen-Einwohner-Landes 187 Schweinegrippetote. Und das auf einem Kontinent, der wegen seiner Insellage als besonders sensibel für ansteckende Krankheiten gilt.

Dass unter Österreichs führenden Grippeexperten von bis zu 4000 Toten die Rede war, mutet vor diesem Hintergrund fast schon absurd an. Zumal Todeszahlen in diesem Zusammenhang ohnedies mit Vorsicht zu genießen sind. Selbst Untergangstheoretiker geben nämlich zu, dass die Grippe – wenn überhaupt – hauptsächlich Menschen tötet, die bereits über massive Grunderkrankungen verfügen. Die Influenza ist dann quasi nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ablesbar übrigens in der eingangs angeführten Todesstatistik der Statistik Austria, in der solche Fälle eben nicht der Grippe zugeordnet werden.

Das System Panikspirale. Doch selbst für den Fall, dass ein Worst-Case-Szenario eintreten sollte, wäre die statistische Wahrscheinlichkeit, an der Schweinegrippe zu sterben, noch immer geringer als an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder an Krebs. Warum fürchten wir uns also vor H1N1, während wir uns weiter ungesund ernähren, rauchen, zu viel Alkohol trinken und uns zu wenig bewegen? „Man spürt bei der Schweinegrippe einen zeitlichen Zusammenhang“, sagt Cornel Binder-Krieglstein, Vizepräsident des Berufsverbands der Psychologen. „Wenn ich täglich ein Schnitzel esse und keine Bewegung mache, dann sterbe ich halt irgendwann um ein paar Jahre früher“, sagt der Psychologe, „aber wenn ich jetzt auf der Straße jemandem die Hand gebe, könnte ich morgen schon erkranken“. Diese Angst wirke viel unmittelbarer.

Ein Effekt, der auch in der medialen Berichterstattung zu bemerken ist, die sich in den vergangenen Wochen verstärkt der Schweinegrippe gewidmet hat. Das Thema bringt nämlich Quote, wird bei Lesern immer stärker nachgefragt. Nach anfänglich mäßigem Interesse spielen die Zugriffszahlen für Grippeartikel auf DiePresse.com in einer Liga mit den neuesten Enthüllungen im Fall Kampusch oder dem gescheiterten Opelkauf von Magna.

Mit allen Konsequenzen, denn: Durch die Beobachtung der Medien, vor allem besonders reißerische Artikel und Beiträge, besteht die Gefahr, dass die Menschen noch ängstlicher werden und sich die Angst in einer Art Panikspirale immer weiter nach oben dreht. „Auch Medien können einen Anstoß dazu geben, dass etwas als Epidemie gesehen wird“, sagt Medienpsychologe Peter Vitouch. Sein Beispiel: die juvenile Gehirnhautentzündung, an der jährlich zwei bis drei Menschen sterben, die aber extrem selten auftritt. In der Berichterstattung darüber werde dann aber regelmäßig die Angst vor einer Epidemie an die Wand gemalt.


Marketing der Konzerne? Allein verantwortlich für den Hype sind die Massenmedien jedoch nicht, sagt eine der schärfsten Kritikerinnen der Grippehysterie. Claudia Wild, Sozialmedizinerin und Kommunikationswissenschaftlerin, ist überzeugt davon, dass die Medien bei der Schweinegrippe nämlich keine „Agenda setting“-Funktion haben. Die Leiterin des Wiener Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment glaubt, dass dahinter die Strategen der großen Pharmakonzerne stecken. „Schon Monate vor dem Auftauchen der Schweinegrippe, im Jänner, gab es erste Pandemieworkshops“, sagt sie, und glaubt, dass die Öffentlichkeit seit der Hysterie um die Lungenkrankheit Sars (2002/03) und die Vogelgrippe (2005/06) gebannt darauf warte, dass die lange herbeigeredete Pandemie endlich komme. Die Schweinegrippe erfülle diese Erwartungen nun. Wild ist sich sicher: „Dahinter steckt auch eine Marketingstrategie der Konzerne.“

Ob Marketinggag oder nicht, Fakt ist, dass die Grippe und die dazugehörigen Sorgen im Leben angekommen sind. Wie also damit umgehen?

Besonders wichtig sei es, nicht nur die dramatischen Fälle wie die ersten Todesopfer in den Mittelpunkt zu stellen, meint Psychologe Binder-Krieglstein. Viel wichtiger seien konkrete Handlungsanleitungen, zum Beispiel Maßnahmen zur Vorbeugung einer Infektion, von der Hygiene, etwa häufigem Händewaschen, bis hin zur Impfung.


Ängste rational? Und auch Rollenvorbilder, die mit gutem Beispiel vorangingen, solle man nicht unterschätzen. Das Bild von Bundespräsident Heinz Fischer, auf dem er bei der Impfung zu sehen ist, sei eine wichtige Motivation für die Bevölkerung, auch zur Impfung zu gehen. „In der Situation der Verunsicherung wird die eigene Einstellung mit dem Verhalten anderer überprüft“, so Psychologe Binder-Krieglstein. Und paradoxerweise kann auch das Gegenteil, nämlich die Verweigerung der Impfung durch maßgebliche Personen, etwa den Gesundheitsminister, sinnvoll sein. „Das kann jenen, die sich nicht impfen lassen wollen, auch Sicherheit geben.“ Insofern sei es gut, dass man beide Varianten habe, an denen man sich orientieren könne.

Im Zweifelsfall ist es also offenbar besser, mehrere – gut begründete – Handlungsalternativen zu haben, als mit seiner Unsicherheit völlig allein gelassen zu werden. Solange die Medien ausgewogen über die verschiedenen Meinungen – etwa von Impfgegnern und -befürwortern – berichteten, helfe das bei der Bewältigung der Angst, meint Binder-Krieglstein.

Doch wie rational oder irrational ist die Angst vor der Schweinegrippe nun? Ausgerechnet die Behörden gehen hierzulande nicht immer mit gutem Beispiel voran, setzen Maßnahmen, die vor dem Hintergrund des wahren Risikos nicht unbedingt notwendig sind. Schulschließungen, zum Beispiel. Denn während die Regierung im australischen Canberra aufgrund der milden Krankheitsverläufe Schulsperren offiziell für unnötig erklärte, haben in Österreich schon zahlreiche Schulen ihren Betrieb ganz, oder zumindest in einigen Klassen, vorläufig eingestellt. Eine Richtlinie des Gesundheitsministeriums sieht vor, dass eine Schule dann geschlossen werden muss, wenn mehr als 50 Prozent der Schüler erkrankt sind. Doch in allen betroffenen Einrichtungen war man von dieser Grenze noch recht weit entfernt.

Eine freundliche Diagnose hingegen stellt der klinische Psychologe Hans Morschitzky der österreichischen Bevölkerung aus. Die nämlich, sagt der Autor des Buches „Die Angst vor Krankheit“, handle gar nicht so irrational, wie man vielleicht denke. Die Sorgen jener, die Risikogruppen wie Schwangeren, Alten oder chronisch Kranken angehören, seien durchaus berechtigt. „Wirklich irrational handeln nur jene, die die Schweinegrippe völlig verleugnen und so tun, als ob es sie nicht erwischen könne.“

Aber warum ist die Angst vor der Schweinegrippe offenkundig größer als davor, mit dem Auto zu verunglücken? Und warum trägt kein Mensch bei der Hausarbeit trotz des hohen Unfallrisikos einen Helm? „Weil wir sonst aus Angst verrückt werden würden“, glaubt Morschitzky. Er beruft sich dabei auf einen Selbstschutzmechanismus der menschlichen Psyche. Eine Funktion des Gehirns, die uns dabei hilft, mit dem latenten Risiko des täglichen Lebens umgehen zu können, ohne in ständiger Angst leben zu müssen.

Dieser Schutzmechanismus, der irgendwann alles zur Normalität werden lässt, arbeitet zuverlässig. Er hat etwa dafür gesorgt, dass die Gefahr, die von der Immunschwächekrankheit Aids ausgeht, inzwischen fast wieder unterschätzt wird: Nach vielen Jahren der Alarmierung steigt nun die Zahl der Neuinfektionen wieder. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch die Schweinegrippe schon nächstes Jahr wieder ganz weit weg ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2009)

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37 Kommentare
 
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Gast: serum
16.11.2009 08:20
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Vogelgrippe-Schweinegrippe-massensuggestion

ärzte zählen in dieser situation sicherlich zur betroffenen risikogruppe. das sammelsurium der unterschiedlichsten erreger in den wartezimmern der prakt. ärzte stellt eine viel bedeutendere gefahr da als die in ihrer tragweite masslos überbewertete ferkelgrippe.
und doch lassen sich die wenigsten ärzte dagegen impfen! weshalb wohl machen sie das ?

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Re: Vogelgrippe-Schweinegrippe-massensuggestion

Während ein Arzt am Tag maximal 10 Menschen retten kann, rettet Alois Stöer 9 Millionen Menschen - und das an einem Tag!

Er sorgte dafür, dass keiner Angst haben muss, dass er/sie keine lebensrettende Impfung bekäme. Dafür setzte er sich Tag und Nacht ein. Dafür möchte ich mich einmal bedanken - denn soviele Millionen Menschen zu retten, ist nicht selbstverständlich. Er macht es, weil ihm die Menschen auch etwas Wert sind. Oder, haben Sie schon positive Aussagen von der ÖVP zu dieser furchtbaren Epetemie gehört?

Es ist nur alleine Herr Stöger, der unendmüdlich dafür kämpft. Beachten wir auch, dass er kaum ein Privatleben besitzt. Denken wir auch an seine Familie, die dafür leiden muss, dass es ganz Österreich besser geht.

Sagen wir Danke und hoffen wir, dass es einmal mehrene Personen, wie unseren Herrn Stöger geben möge.

Gast: gast23
15.11.2009 15:48
2 0

warum fürchten wir uns vor dem virus?

Also ich kenne keinen einzigen menschen persöhnlich der sich vor dem h1n1 fürchtet, das ist reine propaganda um den impfstoff gut zu verkaufen!

Gast: kapillar
15.11.2009 11:46
2 0

Krisenmanagement in der Hauptstadt

Samstag, 14. 11. Hauptstadt: Während in den Zeitungen die Impfwelle grassiert und täglich von ein Dutzend Experten ihre Meinungen abgeben, steigt saisonbedingt die Anzahl der Winter-Erkrankungen aller Art und medial bedingt die Anzahl derjenigen, die einen Arzt konsultieren möchten, an. In selbiger Hauptstadt habe ich gestern 40 Minuten in der Warteschleife des Ärztenotdienstes verbracht, um zu erfahren, dass der Ärztenotdienst bereits in 6-7 Stunden vor Ort sein könnte. Schliesslich kommt ein befreundeter Arzt vorbei - immerhin geht es um die Frage, ob ein Spitalsaufnahme einer knapp Zweijährigen notwendig ist, oder nicht. Ich verbringe weitere 30 Minuten in der Warteschleife des Notdienstes, um die Visite zu stornieren. Nach einer telefonischen Verbindung dauert das Storno selbst gute 5 Minuten, da offenbar in der Telefonzentrale unterschiedliche "Listen" geführt werden, in denen nicht so einfach laufende Anfragen identifiziert werden können. Preisfrage: a. Wie heißt die in Frage stehende Hauptstadt? b. Wie heißt die Institution, die den Notdienst betreibt und wer finanziert sie? c. Welche Alternativen - die aus dem selben Grund ohnehin schon überfüllten Spitalsambulanzen - fallen Ihnen auf die Schnelle ein, die Ihnen am Samstag nachmittag bei der Entscheidung beistehen, ob Ihr Kind ins Spital muss oder nicht? - Bei richtiger Beantwortung aller 3 Fragen winkt Ihnen ein Restposten eines wirkungslosen Breitbandantibiotikums sowie meine fundierten 2 Zeilen zur Grippeimpfung.


Antworten Gast: gast
15.11.2009 12:07
0 0

Re: Serbische Lösung...

ist jedenfalls die gesünderer lösung... bei einer impfung kann man nie aufschließen das man irgendeinen dreck verabreicht bekommt weil über einen großen teil der inhaltsstoffe betriebsgeheimniss herrscht...

Das heißt niemand von euch weiß WIRKLICH was drinnen ist, aber der mensch vertraut einfach darauf ohne eventuelle folgen zu bedenken.

Meine kinder werden nie geimpft und wenn ich der erste offizielle vater bin der ein kind hier ohne impfungen großgezogen hat...vielleicht trauen sich dann andere auch mal und sehen, impfen ist nicht lebensnotwendig sondern wenn dann schon schädlich.

Antworten Antworten Gast: Beobachter
15.11.2009 12:54
0 0

Re: Re: Serbische Lösung...

Bravo!
Genauso habe ich es auch gehalten: Meine Kinder wurden nie gegen Grippe, Masern usw. geimpft.

Sie bekamen auch nie sofort fiebersenkende Mittel, wegen jedem Furz Antibiotika oder gar die Mandeln rausgeschnitten, nur weil sie mal öfter eitrig waren.

Heute sind sie erwachsen und haben eine besonders robuste Natur.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
15.11.2009 15:47
0 0

Re: Re: Re: Serbische Lösung...

das freut mich wirklich!
Leider sind menschen wie sie nur eine seltenheit in unserer gesellschaft.

Normalerweise sagt man über das naturgesetz der stärkere überlebt allerdings ist es rein beim menschen bezogen weniger die stärke sondern mehr der kopf der das überleben sichert.

anna89
15.11.2009 09:43
0 0

EKELHAFT - In der Fabel mit dem Hirten und dem Wolf


... gab der Hirte immer vor, dass ein (nicht existenter) Wolf die Schafherde bedrohte. Als der Wolf wirklich kam, glaubte ihm keiner.

Wer übernimmt dann die Verantwortung?

Es ist bedrückend: wir haben endlich die Instrumente unsere Gesundheit abzusichern - und sofort werden sie - und damit wir - missbraucht. Ekelhaft.

Und was soll denn bei Untersuchungen, die von den Pharmaunternehmen bezahlt werden anderes herauskommen, als das Wunschergebnis?

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die spinnen

die bei der Presse spinnen: da rühren sie Tag für Tag die Werbetrommel, wie entsetzlich die S-Grippe wäre, wieviele Leute daran schon gestorbens sind wird sensationell aufbereitet und verbreitet. Zum Impfen wird man permanent gedrängt - weil es das Einzige wäre was einem beim Überleben hilft usw usf
Und wenn die Leute dann impfen gehen (ich kenne 1 Person und die fährt über x-mas in die Karibik, darum lässt sie sich impfen) dann heißt es plötzlich 'Die Össis haben eine Panik im Kopf'.
Werden denn alle immer noch narrischer und ich - als Ausnahme - narrische nicht mit?
Oder gibt es hier mehr Leutln die nicht mitirrsinnen in diesen Irrsinnszeiten wo 'anything goes' draufsteht?

Antworten Gast: DerDa
15.11.2009 11:48
2 0

Re: die spinnen

Jeder läuft seinem eigenen Irrsinn nach. Die einen lassen sich von den Medien bezüglich Schweinegrippe beeinflussen, die anderen in der Verunstaltung der deutschen Sprache. Oder wurden Sie nicht vom Medienirrsinn beeinflusst um "X-Mas" (wir haben immer noch Weihnachten) zu verwenden oder vielleicht verwenden Sie auch "voten, pimpen, Halloween" oder Ihr "Anything goes". Versenden Sie auch SMS? Aber wer zum Teufel versendet einen ganzen "Short Message SERVICE"?! Sie sollten also nicht andere verurteilen, wenn sie deren eigenen Irrsinn nachlaufen! Denn SIE tun das auch......

Antworten Antworten Arethas
15.11.2009 19:08
0 0

Re: Re: die spinnen

Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass der Nick "Lady Manhattan" nicht zufällig gewählt wurde? Und das mit den SMS ist eine reine Unterstellung Ihrerseits!

Gast: gerin
15.11.2009 08:46
7 1

Hoax und Massenhysterie

Mich erinnert das Ganze an eine Folge von House MD., wo in einem Flugzeug alle Passagiere durch die bloße erwähnung einer Krankheit plötzlich deren Symptome zeigten.
Schweinegrippe ist eine Erfindung von den Pharmakonzernen, die dank diesen äußerst Medienwirksamen Namen ihren Impfstoff tonnenweise verkaufen. Nächstes Jahr gibt es die "Haustier-", "Hunde-" oder "Katzengrippe".

Was stimmt, ist dass der normale Grippevirenstamm von Zeit zu Zeit mutiert, dank bestimmter Mittelchen. Diese helfen zwar auf die schnelle doch bieten dem Virus die Möglichkeit sich dem Wirkstoff anzupassen. Weniger Medikamente und einen gesünderen Lebenstil und die Grippe wäre vor Jahren ausgestorben.

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Re: Hoax und Massenhysterie

Auf arte gab es zu diesem Thema vor einiger Zeit eine hochinteressante Doku zu sehen. Darin wurde gezeigt, wie im engen Zusammenspiel von Pharmaindustrie und Politik die Schweinegrippe gleichsam "erfunden" wurde...

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Tolles Timing

Kaum war der Impfstoff erhältlich, begannen die Horrormeldungen in den Medien. Was für ein merkwürdiger Zufall. Der ORF lud noch schnell ein paar Experten ein, die versicherten, dass der Impfstoff unschädlich sei und schon hatte man die gewünschten Warteschlangen vor den Impflokalen.
Wieviel bekommt die Journaille eigentlich für die als Berichte getarnte Pharma-Werbung?

Im Übrigen können die meisten Leute einen grippalen Effekt oder eine "Verkühlung" nicht von einer echten Grippe unterscheiden. Selbst die Ärzte nehmen es damit nicht so genau. Die Anzahl der Erkrankten darf also stark bezweifelt werden.

4 1

Re: Tolles Timing

Ich denke, dass alle Medien so pipifein mitmachen, hat was mit Erpressung von oben zu tun via 'Medienförderung und Inseratschaltung'.
Wenn man weiß, dass zb eine Schmied in den zahlfreien Kleinformaten in Höhe vieler tausend Euros Inserate schaltete, dann kann man sich vorstellen, dass viele Medien plötzlich die Schmied ganz nett und ok finden und alles nicht so Nette unter den Teppich kehren für sie oder beschönigen. Es wird auf der Linie des Geldgebers geschrieben und das ist dann Blattlinie. Ein oder zwei Artikerl erlaubt man sich noch die echte Gesinnung zu schreiben - dort, wo man nix zu verlieren hat, weil man von denen eh kein Geld kriegt.
Die Presse ist das einzige Medium, welches ich noch halbwegs aushalte, aber lange halt ich auch die nicht mehr aus. Redefreiheit wird immer mehr beschnitten (siehe Fall Z - da wird vieles nicht geschaltet, was nicht gesagt werden darf, auch wenn man nichts Böses schreibt, sondern nur klare Worte findet) - die Medienlandschaft ist schon verkommen zum reinen Manipulativum, ergo: ist nicht mehr allzu ernst zu nehmen.

Gast: Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
15.11.2009 06:54
0 2

Schweinegrippe via Leitungswasser

Schweinegrippe ist unter Menschen ansteckend, sekundär. Influenza wird aber primär durch kaltes Trinkwasser ausgelöst. Menschen scheiden das Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus, via Abwasser in Gewässer. Schweine sind im Winter bis zu 90% mit Influenza durchseucht. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und Ausscheidungen aus Nase und Maul/Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Alle Gewässer sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb treten Influenzaepidemien überwiegend im kalten Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im Wasserwerk unzureichend oder gar nicht gefiltert. Im Winter wird uns die Schweinegrippe via Trinkwasser anstecken.

Die Erde ist eine Scheibe, die Sonne dreht sich um die Erde, Cholera kommt mit Tröpfchen wie die Influenza, abweichende Meinungen verfolgt die Inquisition der staatlich verordneten Wissenschaft!

soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren

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Der schlechteste Presse.com Artikel, den es jemals gab!

1. Intressiert die Grippe niemand
2. Hat niemand Angst vor ihr, weil Sie nur ein Produkt der Pharma Labors ist.
3. Kenne ich keinen einzigen der Sie hat, geschweige jemadnen, der davon Angst hat. Ich habe auch noch niemand getroffen, der sich dafür intressiert, wielange wer wo und warum wo anstellen muss!
4. ES NERVT!

Antworten Gast: Qwert
15.11.2009 12:05
1 1

Re: Der schlechteste Presse.com Artikel, den es jemals gab!

Frage: Wenn die Berichterstattung Sie nervt, warum lesen und kommentieren Sie den Artikel dann??? Oder werden Sie dazu gezwungen? Nur weil SIE niemanden kennen, heisst das NICHT, dass es die Grippe nicht gibt oder sich niemand dafür interessiert. Eher ist Ihr Freundeskreis sehr klein oder Sie verlassen Ihre Wohnung nie! Kennen Sie einen SIUX-Indianer? Nein? Es gibt sie aber tzrotzdem! Ich bilde mir meine Meinung gerne selbst und lasse mir nicht von Möchte-gern-Besserwissern vorschreiben lassen, was mich zu interessieren hat! Wenn SIE etwas nicht interessiert - ignorieren Sie es, aber reden Sie NICHT für ALLE!

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Der schlechteste Presse.com Artikel, den es jemals gab!

1. Intressiert die Schweinegrippe niemand
2. Hat niemand Angst vor ihr, weil Sie nur ein Produkt der Pharma Labors ist.
3. Kenne ich keinen einzigen der Sie hat, geschweige jemadnen, der davon Angst hat. Ich habe auch noch niemand getroffen, der sich dafür intressiert, wielange wer wo und warum wo anstellen muss!
4. ES NERVT!

ramos
14.11.2009 21:54
0 2

Kosten-Nutzen-Rechnung

Sterben werden die Wenigsten, aber eine einfache Impfung verhindert (zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%), dass man möglicherweise für ein bis zwei Wochen flachliegt- die Investition: ein paar Minuten, Kosten praktisch null. Ob sich allerdings stundenlanges Warten rechnet, ist zu bezweifeln.

anna89
14.11.2009 20:57
2 0

Bezieltes Lobbying der Pharmaindustrie - wer das nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen!


Schauen Sie sich einmal die Todeszahlen an, die zu den Herbstimpfterminen für die normale Grippe grassier(t)en. Vor allem ab den Zeitpunkten, als man begann, diese Impfaktionen flächendeckend anzubieten, wurden "X-1000e Tote jährlich für Europa" kommuniziert, bei länderweisen Recherchen konnte das aber nie nachvollzogen werden.

Man beobachte die Lügen, die die Lebensmittelindustie betr. "gesund" ganz öffentlich verbreiten darf - reine Volksverblödung oder besten Falls Hundertstelwahrheiten. Fett, Zuckergehalt, Chemiegifte werden verschleiert, aber jeder Schmarren darf als gesund angeboten werden.

Gesundheit ist ein Thema, das bewegt und auf dem daher der Manipuation Tür und Tor geöffnet sind - die Industrie reizt das penetrantest aus.


Satori65
14.11.2009 20:43
3 0

Ja was ist denn da los...

Die Schweinegrippe schon wieder/noch immer Thema Nr.1???
Krone und Kurier geben doch schon längst ein anderes Thema vor...
Dieses Schweinsthema nervt schon!

Herablassend

Wieder ein herablassender Artikel, der sich über das dumme Volk mokiert, das sich von Journalisten(!) in die Panik treiben läßt. Dabei ist die (geringe) Anzahl der Toten gar nicht entscheidend. Kaum jemand fürchtet, an der Schweinegrippe zu sterben. Die Symptome eines 'normalen' Verlaufs (Atemwegserkrankungen, ...) sind schon Grund genug, eine Impfung zumindest in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig werden von den gleichen Quellen sinnlose Ratschläge erteilt, wie niemandem die Hand zu geben, sich nie an die Nase zu greifen und sich dauernd die Hände zu waschen.

Antworten Gast: ev
15.11.2009 22:53
0 0

Re: Herablassend

Naja, man kann es einfach nicht jedem recht machen- egal was die Medien schreiben, jemand hat etwas dagegen. Etweder es sei Panikmache oder die Medien bagatellisieren, allerdings gibt es beide Vertreter unter der Bevölkerung. Die einen sind jetzt panisch, die muss man etwas beruhigen, weil es übertrieben ist. die anderen bagatellisiiern udn kommen teils mit viel falscher Info daher- die muss mans informieren (auch wenns manche strikte Impfgegenr nicht so mit medizinischen Wissen haben, insofern teils sinnlos): es gibt nunmal verschiedene Seiten, für die einen ist es eher harmlos, es kann aber auch schwer verlaufen eben besonders für Risikogruppen- wie jede Krankheit. Und sie haben Recht, eine normale Grippe kann wirklich unangenhem verlaufen, etwa mit Bronchitis und Co. und da ist eine Impfung sehr wohl erwägenswert. Händewaschen und Co sind aber sicher nicht sinnlos und in der Bim nicht nach der Haltestange an die Nase zu fahren ist sehr wohl klug, nutzt nur nichts wenn man angeniest wird. *g*

Gast: Nachrechner
14.11.2009 19:51
1 0

Die Schätzung der Zahl der Erkrankten

ist staatsgetragener Beschiss. Kann Österreich nicht testen (weil Labor-Kapazitäten oder Geld fehlen) oder will es nicht, damit die Harmlosigkeit der Schweinegrippe im Gegensatz zur saisonalen nicht offenkundig wird?

 
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