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H1N1: Minister Stöger stellt Pandemie-Warnung in Frage

01.12.2009 | 17:26 |   (DiePresse.com)

Gesundheitsminister Alois Stöger hat in Brüssel die Anfrage eingebracht, ob die Warnung der WHO richtig gewesen sei. Die Gefahr durch die Schweinegrippe sei nicht höher als eine normale saisonale Grippe.

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Gesundheitsminister Alois Stöger (S) hat die Pandemie-Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der neuen Grippe A/H1N1 in Frage gestellt. Er habe beim Treffen der EU-Gesundheitsminister am Dienstag in Brüssel die Anfrage eingebracht, ob die Regel der WHO richtig gewesen sei, bei derartig leichten Verläufen der Krankheit eine Pandemie auszurufen, sagte Stöger.

Das Regime der WHO sollte überprüft werden, sagte der Gesundheitsminister. Auch andere Länder würden dies kritisch sehen. "Der Diskussionsprozess läuft", so der Minister. "Es muss einen Zusammenhang geben zwischen der Schwere der Krankheit und den Maßnahmen, die man setzt." Die neue Grippe habe sich zwar rasch über Ansteckung ausgebreitet. "Die Gefahr, die mit dieser Krankheit verbunden ist, ist aber nicht höher als eine normale saisonale Grippe." Hier wären in Zukunft differenzierte Umgangsformen erforderlich. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern hätten der Zugang zu Impfstoffen und die Vorsorgemaßnahmen in Österreich gut funktioniert.

Empfehlungen zum Nichtraucherschutz

Stöger verteidigte die vom EU-Ministerrat beschlossenen Empfehlungen zum Nichtraucherschutz. Hierbei handle es sich lediglich um den Inhalt einer WHO-Konvention, die bereits vom österreichischen Parlament angenommen wurde. Die EU-Empfehlungen enthielten "für Österreich nichts neues" und seien ein "reiner Formalakt".

Kampf gegen Alkoholmissbrauch

Die EU-Gesundheitsminister verabschiedeten am Dienstag außerdem eine Erklärung zum Kampf gegen den Alkoholmissbrauch. Die EU-Kommission wird darin unter anderem aufgefordert, weitere Schritte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor von Alkohol verursachten Schäden und vor Koma-Trinken zu prüfen. Spätestens 2012 soll die EU-Kommission über Fortschritte berichten. Stöger erklärte, eine gewisse Aktivität der EU in diesem Bereich "ist gut so". Die Alkoholprävention sei auch in Österreich ein Thema. Auf EU-Ebene gehe es um die Bereitstellung von Mitteln, Forschung und um Werbebegrenzungen.

(APA)

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11 Kommentare
Gast: Georg8
02.12.2009 19:01
0 1

wo kann man einen lob für unseren gesundheitsminister aussprechen?

Ich will stöger als BP kandidat sehen, ein politiker der für das volk handelt, nicht nur mangelware sondern fast ausgestorben auf dieser welt.

Man darf ja nicht vergessen das gerade in der sojEU das bestimmt nicht gut ankommt, das regime, WHO, in frage zu stellen, somit ist dieser mann auch seeehr mutig und hat vollste unterstützung verdient!

Gast: Gast
02.12.2009 13:52
0 0

Keine Frage

Dumme Fragen richtet man nicht gescheite Organisationen, die Baxter und Rumsfeld mögen.

0 1

Großes Lob Herr Bundesminister Stöger!

Wir brauchen mehr solche Politiker wie Sie es sind.

Sie sind für mich auch der ideale Präsidentschaftskandidat.

Sogar die Frau Innenministerin kann sich bei Ihnen was abschauen. Die Interessen der Eigenen Bevölkerung zu vertreten ist sicher nicht leicht, aber das ist die Aufgabe unserer gewählten Politikern.

Gast: Gast
02.12.2009 06:33
0 0

Die Frage ist, wann soll die WHO eine Pandemie ausrufen.

Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Verwendung der Stufe IV zu früh geschehen ist und in meinen Augen derzeit die Stufe II - III gerechtfertigter gewesen wäre,so muss ich die Intention des Gesundheitsministers hinterfragen, dies zu kritisieren. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass es sich um einen finanziellen handelt.
Das Problem ist, dass Infektiologie und Epidemiologie immer Abschätzung eines Risikos sind und die WHO sich so oder so kein Gefallenen mit der Stufe IV getan hat, weil was ist wenn der nächste Subtyp kommt. Da die WHO nicht Pandemiewarnungen im Jahreszyklus herausgeben kann.
Aber gehen wir einmal von enem schwereren Verlauf aus und die WHO hätte nicht gewarnt, was würde der Hr. Minister dann sagen ?

0 1

Re: Die Frage ist, wann soll die WHO eine Pandemie ausrufen.

Bla bla bla!

Warum hat die WHO die Definition der letzten Pandemiestufe im April 2009 geändert?

Die alte Definition war zielführender.

Gast: Leser
02.12.2009 01:53
0 0

..

Empfehlungen zum Nichtraucherschutz.

Kampf gegen Alkoholmissbrauch.

(Hoffentlich bleibt einem in den Casinos noch das Glücksspiel :)

0 0

War nicht aufregend

Meine Tochter (13) hatte die neue Grippe (oder wie immer sie es nennen). Am ersten Tag hohes Fieber, dann aber schnell zurück gegangen. Normale fiebersenkende Mittel haben gewirkt.

Nach 3 Tagen ziemlich ohne Beschwerden, am 4. Tag wieder in der Schule (von der sie es hatte), nach einer Woche ganz genesen.

Trotz der Nähe zu ihr wurden meine Frau und ich nicht krank.

Kann sich natürlich bei alten oder geschwächten Personen anders entwickeln.

Von uns war keiner geimpft.

Gast: mM
01.12.2009 22:48
0 0

kann man nicht

...stellt Pandemie-Warnung in Frage...

das kann man doch nicht machen!!
der verlust der pharma kann beträchtlich sein ;)

JoL
01.12.2009 22:22
0 0

Nachher ...

ist man immer g'scheiter.

Gast: Gast
01.12.2009 19:04
1 1

Spät, aber doch!

Höchste Zeit, die Pandemie-Regeln der WHO in Frage zu stellen! Gut, wenn Stöger den Schritt getan hat.

0 1

Na super,

ist er also auch schon draufgekommen? Das wussten wir aber schon und wichtiger wäre, er würde das genaue Datum sagen, wann die 16 Millionen Dosen Impfstoff geordert wurden. Hoffentlich nicht vor Ende März...