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Drogenpolitik: Wird Prag das neue Amsterdam?

08.01.2010 | 18:26 |  Von unserem Korrespondenten HANS-JÖRG SCHMIDT (Die Presse)

In Tschechien ist seit Jahresbeginn der Besitz von Drogen für den Eigenbedarf straffrei. Österreichs Innenministerin Fekter macht sich „große Sorgen“.

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Prag. Für Prager Bildungstouristen sind die Burg über der Moldau oder die Karlsbrücke ein Muss. Viele Besucher kommen auch einfach wegen des süffigen Biers. Demnächst wird es vermutlich vermehrt auch eine andere Klientel nach Prag ziehen: diejenigen, die gern mal ungestraft einen Joint rauchen. Die könnten dann beispielsweise Clubs wie das „Ujezd“ als erstrebenswertes Ziel ansteuern, wo es schon am Nachmittag süßlich-schwer nach Haschisch duftet.

Tschechiens Hauptstadt war unter Drogenkunden und -produzenten schon immer bekannt. Selbst zu sozialistischen Zeiten gab es schon Suchtkliniken, ziemlich einmalig damals im Ostblock. Nach der Revolution von 1989 ging es noch freizügiger zu. Jeder Prager wusste, dass man am Wenzelsplatz Kokain oder Marihuana kaufen konnte. Unter den Augen der Polizei. Der Stoff war erschwinglich. Auch viele Schüler griffen zu. Jeder Zweite aus dieser Altersgruppe in Prag hat seit der Wende Erfahrungen mit sogenannten weichen Drogen gemacht.

In den Vorgärten auf dem Land findet man häufig Cannabis-Pflanzen. Übertreiben durfte man es mit dem Anbau freilich nicht. Es lag nämlich immer im Ermessen der Polizei, ob sie es bei einem Ordnungsgeld beließ oder gar nicht einschritt. Eine „kleine Menge“ ließ man durchgehen.

Jeder Versuch in der Vergangenheit, die Drogenfrage juristisch wasserdicht zu machen, scheiterte an einer an höhere Mathematik erinnernden Formel: „Wie groß ist mehr als eine kleine Menge?“ Jetzt hat sich die amtierende Beamtenregierung unter dem gelernten Statistiker und somit „Mengen-Experten“ Jan Fischer an diese Rechenaufgabe gemacht. Sie fixierte erstmals Obergrenzen für den Anbau von Drogenpflanzen, Kakteen oder Pilzen, die als Halluzinogene eingestuft werden.

Bei fünf Cannabis-Pflanzen etwa, für den „Eigenbedarf“, muss niemand etwas befürchten. Strafbar macht sich erst der, der mit mehr als 15Gramm Marihuana, einem Gramm Kokain, 1,5Gramm Heroin oder vier Ecstasy-Pillen angetroffen wird. Das sind Werte, die zum Teil dreimal so hoch liegen wie in den liberalen Niederlanden. Strafbar bleibt das Dealen. „Geschäfte mit Drogen duldet das neue Gesetz nicht, völlig unabhängig von der Menge“, erläutert Jakub Frydrych, der Chef der tschechischen Anti-Drogen-Behörde.

 

Ruf nach besserer Prävention

Die Tschechen verfolgten die Debatte vor der Entscheidung der Regierung relativ unaufgeregt. Niemand hatte ernsthaft erwartet, dass der Staat die Zügel fester anziehen würde. Zeitungen kommentierten, jeder Tscheche sei mündig und müsse selbst wissen, wie er mit seiner Gesundheit und seinem Leben umgehe.

Ein klein wenig aufgeregter kommentierte man die Gesetzesänderung in Österreich: Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) bereitet diese „große Sorgen“, wie sie bei einer Pressekonferenz in Linz sagte. Aber mit möglichen Drogenimporten über die Grenze habe die Polizei Erfahrung. Schärfere Kritik kam von der FPÖ: Schon heute sieht die Partei die Beschaffungskriminalität in den österreichischen Grenzregionen angekurbelt. Zudem habe Prag „wieder einmal“ nicht auf Österreichs Sicherheitsbedürfnisse Rücksicht genommen.

Auch in Tschechien sind nicht alle glücklich mit dem Regierungsbeschluss. Die Hilfsorganisation „Drop In“, die sich seit der Wende um Prags Drogensüchtige kümmert, hätte sich das Hauptaugenmerk der neuen Regelung auf der Vorbeugung gewünscht. „Das jetzt geht in die falsche Richtung“, moniert der Gründer der Hilfsorganisation, Ivan Douda. Er weiß, wovon er spricht. Für Aufklärung und Hilfe nämlich investiert Tschechien nur einen Bruchteil dessen, was etwa in den Niederlanden üblich ist.

Doch in den gemütlichen Clubs wie dem „Ujezd“ sieht man die Kehrseite der Medaille nicht. Manager Martin Kmoch weiß, dass die Nachbarländer eine sehr viel härtere Linie in Sachen Drogen fahren. Kmoch wittert da ein gutes Geschäft: „Amsterdam war gestern, die Zukunft heißt Prag.“

AUF EINEN BLICK

In Tschechien gelten seit 1. Jänner 2010 neue Höchstgrenzen für den Drogenbesitz, die teils dreimal so hoch wie in den Nieder- landen sind. Straffrei bleibt, wer nicht mehr als 15 Gramm Marihuana, ein Gramm Kokain, 1,5 Gramm Heroin oder vier Ecstasy-Pillen bei sich hat. Das Dealen bleibt strafbar.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2010)

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34 Kommentare
 
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Gast: The Hammer
08.10.2011 14:55
0 0

Michaels

I know it's in English, but if you need help finding something in Prague, this blog helped me

http://prague-help.blogspot.com/

Hope it helps you too!

Gast: bevormundeter
31.01.2010 15:49
0 0

After the War on Drugs

hier Lektüre für an seriöser Argumentation interessierte:
http://www.tdpf.org.uk/blueprint%20download.htm

Mit Nachdruck den Entscheidungsträgern zum Schmökern empfohlen.

straus
13.01.2010 15:28
1 0

schall und rauch

Man sieht hier im Forum und am Beispiel der frühen amerikanischen Cannabispolitik, wie stark Drogenpolitik emotionalisiert und von Unwissenheit geprägt ist.

Wenn ich mir die einzelnen Kommentare bzw. Schlussfolgerungen wie:

>"Illegales zieht an"
Mord wird durch sein Verbot interessant?
>An Deinem Schreibstiel merkt man schon, dass Du ein Stammgast in Prag werden wirst.
RIP kann man da nur schreiben. Alt wirst Du sicher nicht.
>Na sauber. Ich will sofort den Eisernen Vorhang wieder!

ansehe, verwirrt mich das ein wenig da ich eigentlich glaubte in diesem Forum vernünftig diskutieren zu können.
Stattdessen werden hier Aussagen getätigt die nur den Schluss auf geistige Unzurechnungsfähigkeit der Autoren zulassen.

Meiner Meinung nach ist die aktuelle Drogenpolitik Österreichs eine Schande da diese auf Manipulation und Gutglauben aufgebaut ist, und nur die Unterdrückung gewisser Gruppen durch Interessen und den Ehrgeiz Einzelner bezweckt.

An dem Punkt angekommen an dem wir eigentlich umdenken sollten, da wir auf Grund von Statistiken und Forschungen eines besseren belehrt seien sollten geschieht nichts, und Millionen an zusätzlichen Steuergeldern, Arbeitsplätzen und vor allem die Möglichkeit einer besseren Kontrolle (Minderjährige) und Aufklärung werden ignoriert.

Man könnte das noch ein wenig zuspitzen und behaupten dass wir selbst auf Grund von Unwissenheit Kriminelle schaffen und mit unseren Geldern verfolgen und einsperren.

Wem soll das nützen? Erklärt es mir!

Gast: Liane Lasser
13.01.2010 15:23
0 0

Genau Gnos.....

Genau Gos wie Du schreibst simme ich Dir zu:

Alkohol ist eine weit schlimmere und viel verbreitete Droge, die jedem frei zugänglich ist und niemand regt sich auf. Schon mal die Anzahl von Alkoholtoten mit der der 'Drogentoten' verglichen??

Bevor die Gutmenschen und Nanny-State Befürworter wieder aufschreien: Jedes Suchtproblem beginnt im eigenen Umfeld und ist fast immer sozial bedingt. Jeder der Drogen will, bekommt sie auch - egal ob Heroin, Alkohol oder Klebstoff zum schüffeln...

Mein Kommentar: Legalsierung statt Verbote! In Nürnberg liegen besoffene schon vormittags auf den Strassen.....Schüler trinken in der Pause ihre Becks.....interssiert kein Schwein hier.....aber wehe es geht um ein Land wie CZ das auf Eigenvernanwrtung, Toleranz und Selbstständigkeit Wert legt....dann schreien sie wieder die Populisten und Nannys....

....Kümmert Euch um Eure Probleme und lässt unsere liberalen Nachbarländer in Ruhe..

Noch was:
Oder wie im Artikel es so schön heisst: "jeder Tscheche sei mündig und müsse selbst wissen, wie er mit seiner Gesundheit und seinem Leben umgehe".....

Auch im wohl grössten Spiesser-, und Verbotsland in DE ist jeder müdig und
müsse wissen wie er mit seinem Leben umgehe....an die Spiesser und Nanny Fraktion: Schon mal was von Eigenverantortung gehört...

Wo kämen wir denn dahin das ich mir vor der CDU oder sonst wem sagen lase was ich rauche
, esse oder trinke....DDR lässt grüssen...

Gast: malda
13.01.2010 00:42
1 0

guter schritt

nurmal vorweg, zum dealen ist 1 gramm bei weitem zu wenig!

und so wie sich das liest, ist es doch eine verbesserung zu vorher.
weil vorher lag es im ermessen des polizisten und darauf brauch ich wohl nicht näher eingehen, wie das ermessen zum nutzen des erwischten gewendet werden konnte.
durch die neuen gesetzte wird auch niemand drogen nehmen der vorher keine genommen hat.
und das der eigenkonsum soszusagen gesetzlich legalisiert wird, ist eine gute sache. könnten ruhig einige länder nachziehen.

wer will schon wegen einem joint gesetzlich verfolgt werden.
oder kokain/herion süchtigen ihr zeug wegnehmen , weil die besorgen sich dann eh gleich wieder neues.

Gast: Pavel
09.01.2010 20:27
0 0

Wieder eine internationale Schande...

Meine Güte, wie will jetzt die Polizei das Dealen entdecken, wenn jeder, der 1 Gramm (!) Kokain hat und somit mehrere Leute "bedienen" kann, kann jetzt sagen, er trägt es einfach so für sich selbst herum..
Tschechien ist jetzt sehr vorn - aber wieder in einer falschen Sache.
Ich (wie cca 95% den anderen Tschechen) schäme sich für unsere Politiker und wünsche mir, dass die EU könnte in Sachen wie diese einschreiten - aber leider sind in der Kompetenz der EU anscheinend eher superwichtige Sachen wie das Glühbirnenverbot etc...

Antworten Gast: risinger
10.01.2010 21:23
0 0

Re: Wieder eine internationale Schande...

1 gramm für mehrere leute???

haha

Gast: looky
09.01.2010 18:43
0 0

zuerst vor der eigenen tür kehren bitteschön...

also bitte. bei uns ist es ja nix anderes....
hypocrites.

0 1

Das haben wir noch gebraucht ...

Wozu kämpfen wir eigentlich gegen diese Sucht ? Prag ist 3 Stunden von uns entfernt.

Auch wenn man sagen könnte: na gut, vielleicht ziehen jetzt ein paar vom Karlsplatz zur Karlsbrücke..
wenns die eigene Familie betrifft kommen noch zusätzliche Probleme au uns zu !

Antworten Dekkard
09.01.2010 14:20
0 0

Re: Das haben wir noch gebraucht ...

Um ein paar Bier zu trinken werde ich nicht nach Prag fahren. Und das würde mit Sicherheit auch für andere Rauschmittel gelten.
Alleine die Tatsache das dort eine liberale Drogenpolitik herrscht, reicht nicht aus damit Leute um Drogen zu konsumieren hinfahren. Leute die zum kiffen nach Amsterdam fahren tun dies weil sie eben in Coffeshops einkaufen können, und die machen aber auch Urlaub. Für andere Drogen braucht man noch immer eine "Quelle", und Leute die ohnehin ihr Zeug auf der Strasse kaufen sind die unterste Schicht von Konsumenten, die werden sich eine Reise dorthin nicht leisten können.
Jemand der in Prag keine verlässliche Quelle hat, wird also nicht hinfahren um zu konsumieren!

Dekkard
09.01.2010 12:56
6 0

Voll versteuern! Alles freigeben!

Alle Drogen legalisieren, staatliche oder private Produktion unter staatlicher Kontrolle, kontrolliert verkaufen, für ordentliche Aufklärung und Prävention reicht ein Bruchteil der Steuereinnahmen, Wirtschaftszweige prosperieren lassen, Beschaffungskriminalität auf einen Schlag töten, Drogentote durch gute Qualität reduzieren, Langzeitschäden und folglich wirtschaftliche Schäden durch unreine Ware verhindern, KRIMINELLEN IHRE BESTE EINNAHMENSQUELLE MIT DENEN SIE WESENTLICH SCHLIMMERE VERBRECHEN BEGEHEN, WEGNEHMEN (!!!), usw usw usw.

Dem Gegenüber stehen keine Nachteile. Der Irrglaube das plötzlich alle Heroin konsumieren würden ist völliger Blödsinn. Illegales zieht an, macht interessant - speziell für unsere Jugend!

Antworten Gast: gast
09.01.2010 14:31
0 5

Gegenposition

"für ordentliche Aufklärung und Prävention"

Ordentliche Aufklärung heißt: "Finger weg!". Ordentliche Prävention heißt rigorose Verbote.

"Drogentote durch gute Qualität reduzieren"

Drogenlegalisierung per se hat keinerlei Einfluß auf Zu- oder Abnahme von Drogentoten. Denkfehler: Koinzienz ist nicht Kausalität.

Weiters sterben z.B. Heroinkonsumenten nicht an unreinem, sondern an unerwartet reinem Heroin.

"KRIMINELLEN IHRE BESTE EINNAHMENSQUELLE"

Mutmaßung, zudem fast mit Sicherheit falsch. Hier regieren Autodiebstahl und Einbrüche. Dagegen sind die Drogeneinnahmen lächerlich. Österreich ist nicht Afghanistan.

"MIT DENEN SIE WESENTLICH SCHLIMMERE VERBRECHEN BEGEHEN"

Die schlimmsten Verbrechen lassen sich alle ohne jegliche finanzielle Mittel verüben: Raub, Mord, Vergewaltigung.

"Dem Gegenüber stehen keine Nachteile."

Glatt falsch. Nachteile: Krebs, Beschaffungskriminalität, Psychosen, Erkrankungen von Magen, Darm, Lunge, Sepses - zzgl. der entsprechend hohen Kosten für kurative bzw. palliative Behandlung. Kosten-Nutzen-Rechnung, die diese Kosten den angeblichen Steuereinnahmen durch einen Dealer-Staat gegenüberstellt, steht aus.

"Der Irrglaube das plötzlich alle Heroin konsumieren würden ist völliger Blödsinn."

Korrekt. Der Irrglaube, daß jedenfalls weniger oder keinesfalls mehr Personen dem Heroin verfallen würden, ist ebenso Blödsinn.

"Illegales zieht an"

Mord wird durch sein Verbot interessant?

Für wen?

Antworten Antworten Dekkard
09.01.2010 21:15
0 0

Und wer hat den Krieg gegen Drogen je gewonnen?

Es werden mehr Drogen denn je genommen. Der Krieg gegen Drogen kann nicht gewonnen werden. Da sie aber bisher nur bekämpft wurden und dies nur Verluste auf beiden Seiten (und unzählige weiterer Probleme) gebracht hat, sollten sie mit einem Alternativvorschlag kommen.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
10.01.2010 13:57
0 0

Wenn Vergewaltigungen und Morde überhandnehmen, wäre ich auch nicht für eine Legalisierung der genannten Verbrechen, sondern (hier mein Alternativvorschlag) für die Ausweitung der Strafverfolgung und eine drastische bis drakonische Strafmaßerhöhung.


Antworten Antworten Antworten Antworten Dekkard
10.01.2010 15:54
0 0

Re: Wenn Vergewaltigungen und Morde überhandnehmen, wäre ich auch nicht für eine Legalisierung der genannten Verbrechen, sondern (hier mein Alternativvorschlag) für die Ausweitung der Strafverfolgung und eine drastische bis drakonische Strafmaßerhöhung.

Habe mir nichts anderes als diese kleingeistige Antwort erwartet. Bei den von ihnen genannten Verbrechen geht es um völlig andere Dinge, bei denen andere zu Schaden kommen. Leute die Alkohol trinken schaden in erster Linie ja auch nur sich selber, und Alkounfälle sind bedauerliche Nebenprodukte. Im übrigen ist Alkohol eine Droge die einen ums vielfache mehr beeinträchtigt als so manch andere Droge, trotzdem ist sie erlaubt und eine Prohibition wird wohl nicht so schnell durchgebracht - zumal wir WISSEN das sie nicht funktioniert, genauso wie die Prohibition gegen alle anderen Drogen...
Das einzige was sie wohl befürworten ist die Todesstrafe...

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: daniel
09.02.2010 22:11
0 0

Re: Re: Wenn Vergewaltigungen und Morde überhandnehmen, wäre ich auch nicht für eine Legalisierung der genannten Verbrechen, sondern (hier mein Alternativvorschlag) für die Ausweitung der Strafverfolgung und eine drastische bis drakonische Strafmaßerhöhung.

word!
mord, diebstahl, vergewaltung oder sexueller missbrauch ist absolut anders einzustufen als der PERSÖNLICHE gebrauch von drogen.
jeder mensch ist frei,und seine freiheit endet dort wo die freiheit seiner mitmenschen beginnt.
wenn ich mal nen joint rauche, mir ne pille schmeiße oder ne line ziehe dann schade ich wenn nur mir selbst.
(ausgenommen verbrechen unter drogeneinfluss)
aber eig mir mal nen auf e oder hasch der ne schlägerei beginnt...gg

Gast: Gos
09.01.2010 09:36
6 0

Alle Drogen freigeben!!

Alkohol ist eine weit schlimmere und viel verbreitete Droge, die jedem frei zugänglich ist und niemand regt sich auf. Schon mal die Anzahl von Alkoholtoten mit der der 'Drogentoten' verglichen??

Eine internationale Freigabe (Anbau, Handel und Konsum) wäre auch gleichbedeutend mit sofortigem Verschwinden der Drogenkriminalität. Die freiwerdenden Mittel könnte man gut zur allgemeinen Budgetentlastung bzw. Umweltmaßnahmen und Bildung verwenden. Zusätzlich einfach eine kleine Steuer wie auf alle Alkoholprodukte und los geht's!

Bevor die Gutmenschen und Nanny-State Befürworter wieder aufschreien: Jedes Suchtproblem beginnt im eigenen Umfeld und ist fast immer sozial bedingt. Jeder der Drogen will, bekommt sie auch - egal ob Heroin, Alkohol oder Klebstoff zum schüffeln...

Antworten Gast: gast
09.01.2010 15:57
1 2

"Eine internationale Legalisierung von Vergewaltigung wäre gleichbedeutend mit dem sofortigen Verschwinden der Vergewaltigungskriminalität."

Gradiose Denkleistung, Du Pro-Suchtgift-Gutmensch.

Antworten Antworten Gast: Gos
09.01.2010 20:13
1 0

Re:

Erstens sind wir nicht per Du!

Zweitens bin ich weder für noch gegen Drogen - sehr wohl jedoch FÜR die uns eigentlich gesetzlich zustehende Privatautonmie.

Drittens bin ich wirklich kein Gutmensch.

Viertens hinkt Ihr Vergleich ganz gewaltig: Mich selbst zu betrinken bzw. mir selbst Drogen zu verabreichen betrifft nur mich, während eine Vergewaltigung in die Privatrechte einer anderen Person eingreift. Analog dazu könnte man auch, wenn auch etwas überspitzt, sagen, dass der Staat mich de facto 'vergewaltigt', wenn er mir vorschreibt, was ich zu mir nehme, ohne in irgendeiner Weise in die Rechte eines Mitmenschen einzugreifen.

Ihre 'Denkleistung' ist also weit schmäler als Sie es vermuten .... wie aus Ihrem geistreichem Posting ja ganz gut ersichtlich ist. Jedes Vergewaltigungsopfer wird Sie für Ihren schwachsinningen Vergleich abgrundtief hassen!

Kleiner Vorschlag: Zuerst nachdenken, bevor Sie etwas in Wirtshausmanier in die Welt hinausposaunen.

Antworten Antworten Antworten Gast: gast
10.01.2010 13:55
0 0

"Gos" kurz abgefertigt.

"(...)mir selbst Drogen zu verabreichen betrifft nur mich"

Nikotin.

Passivrauch.

Hauptargument ungültig, Restpolemik gestrichen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gos
11.01.2010 11:46
0 0

Re:

Wie ich schon sagte, das Gebrabbel eines Wirtshausstratege eben: der Weitblick endet beim eigenen Tellerrand und das Verständnis von komplexeren Zusammenhängen fehlt gänzlich.

Nur zur Richtigstellung. Es war von (derzeit) verbotenen bzw. 'harten' Drogen die Rede, nicht vom Rauchen oder der Passivrauch-Problematik!

Aber vielleicht sollte man, analog zu seinen off-topic Ausführungen, unserem Wirtshausstrategen dann auch wegen der Luftverschmutzung das Autofahren verbieten...?

Antworten Antworten Antworten Gast: whatever
10.01.2010 11:24
0 0

Re: Re:

Schauen Sie sich mal das Beispielland Portugal an:
http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=portugal-drug-decriminalization

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gos
11.01.2010 11:48
0 0

Re: Re: Re:

Es gibt noch mehrere Beispiele wie dieses. Die Aufhebung der Prohibition in den USA ist wohl das Beste dieser Art.

Schade, daß unsere Politiker nicht mehr Mumm haben und sich immer von irgendwelchen pseudo-konservative Wertvorstellungen lenken lassen.

Antworten Dekkard
09.01.2010 12:50
0 0

Re: Alle Drogen freigeben!!

Endlich mal wieder ein kluges Posting.

Antworten Antworten Gast: gast
09.01.2010 15:58
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Ist "klug" ein anderes Wort für "bekifft"?

Dann ja.

Sonst nicht.

Antworten Andreas59
09.01.2010 10:47
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Re: Alle Drogen freigeben!!

Und womit soll der CIA künftig seine verdeckten Operationen finanzieren?

Das wäre für den Steuerzahler in den USA unzumutbar!

 
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