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Gewalt gegen Migranten: Italien bastelt Integrationsplan

11.01.2010 | 14:00 |   (DiePresse.com)

Schwarzarbeit und Intoleranz sollen bekämpft werden. Rund 2000 Migranten sind aus der süditalienischen Stadt Rosarno geflüchtet. Auf den Feldern rund um die Stadt arbeiten zahlreiche Migranten als Tagelöhner.

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Ein Integrationsplan, um gegen Schwarzarbeit und rassistische Intoleranz vorzugehen: Mit desem Konzept will die italienische Regierung auf die rassistischen Unruhen in der süditalienischen Kleinstadt Rosarno reagieren. Der Plan soll in den nächsten Wochen vorgestellt werden, erklärte Sozialminister Maurizio Sacconi.

Innenminister Roberto Maroni versprach mit Hilfe der Landwirtschaftsverbände eine "massive Aktion zur Bekämpfung der Schwarzarbeit" auf den süditalienischen Feldern, wo Migranten als Tagelöhner ausgenützt werden. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten afrikanische Migranten bis zu 15 Stunden für 25 Euro. Hinter der Ausnutzung der Tagelöhner stecke meistens die Mafia, die sich mit dem Menschenhandel bereichere.

2000 Migranten ergriffen die Flucht

Der Handel mit illegalen Immigranten, die auf den Feldern Süditaliens ausgebeutet werden, beschäftigt die italienischen Behörden schon seit Jahren. "Die Immigranten kommen gesund nach Italien, erkranken aber bald wegen der verheerenden Lebensverhältnisse auf den Feldern", sagte Teo Di Piazza, Arzt in der süditalienischen Stadt Foggia. 40 Prozent der Ausländer, die in der süditalienischen Landwirtschaft arbeiten, wohnen in Hütten ohne Strom und Wasser. 30 Prozent von ihnen werden misshandelt. In 82,5 Prozent der Fälle war der Angreifer ein Italiener. In kaum einem Landwirtschaftunternehmen werden Saisonarbeiter legal angestellt, berichteten italienische Medien.

Rund 2000 afrikanische Migranten haben seit Beginn der Unruhen am Donnerstagabend Rosarno verlassen. Die meisten von ihnen wurden in Auffanglagern in Kalabrien untergebracht. Die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung sollen ausgewiesen werden, erklärte Innenminister Maroni. Am Montag wurden eine Ex-Fabrik und einige verlassene Gebäude abgerissen, die die Saisonarbeiter als Notunterkünfte benutzt hatten. Innenminister Maroni lobte das Vorgehen der Behörden als beispielhaft. Schuld für die Unruhen seien Jahre "falscher Toleranz" gewesen.

Bischof fordert "neuen Humanismus"

Der Migranten-Beauftragte der Italienischen Bischofskonferenz (CEI), Erzbischof Bruno Schettino, forderte einen "neuen Humanismus" im Umgang mit Ausländern. Vor Gott gebe es keine illegalen Einwanderer, sagte der Erzbischof von Capua laut Kathpress in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Il Messaggero".

Die oppositionellen Linksparteien warfen der Regierung Berlusconi vor, Fremdenhass zu schüren. "Von den Unruhen betroffen sind vor allem Ausländer, die in Italien politisches Asyl beantragt haben, weil sie aus Kriegsgebieten stammen und Opfer von Menschenhändlern sind, die sich mit ihrer harten Arbeit bereichern", hieß es in einer Presseaussendung der Partei der Italienischen Kommunisten (PDCI).

Der Generalsekretär der Rifondazione Comunista, Paolo Ferrero, macht die Einwanderungspolitik der Regierung Berlusconi für die Unruhen in Kalabrien verantwortlich. "Mit dieser Einwanderungspolitik hat auf eklatante Weise die Ausbeutung von Migranten zugenommen", sagte Ferrero. Die einzige Lösung sei, allen in Italien arbeitenden Ausländern eine Aufenthaltsgenehmigung zu sichern, damit die Ausnutzung der Migranten ein Ende finden könne.

(Ag.)

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11 Kommentare
Gast: ADAXL
12.01.2010 07:17
0 0

Abgetaucht!

Wie ist doch die Innenministerin angegriffen worden als sie die Asylwerber 28 Tage "einsperren" wollte! Gleichzeitig erfahren wir, dass aus den Lagern wie Traiskirchen die Leute zu Dutzenden verschwinden und abtauchen. Wohin gehen sie wohl? Sie bleiben im Land und arbeiten schwarz, und irgendwann haben wir die gleiche Situation wie in Rosarno. Daher: Alle, die als Asylwerber ins Land kommen erst einmal unter Hausarrest. Wer abpascht, verliert augenblicklich jedes Recht auf ein weiteres Verfahren. Alle, die kein Recht auf Asyl haben, in Schubhaft und dann raus mit ihnen.

Gast: Arnot
11.01.2010 21:21
0 0

Wir dürfen in den Zuwanderern nicht die Schuldigen sehen

Sie kommen, weil hier Milch und Honig fließt - ein wahres Schlaraffenland. Vielleicht würden wir ähnliches machen, wenn wir in Not wären und irgendwo ein sicherer Hafen in Sicht wäre.

Wir sollten lieber die Frage stellen, wer uns das eingebrockt hat und wie wir diese Leute dafür zur Rechenschaft ziehen können. Das ist aber gar nicht so einfach, weil die Strippenzieher das Licht der Öffentlichkeit scheuen und gleichzeitig die Medien kontrollieren. Die Einzelschicksale sind diesen Menschen völlig egal. Sie benutzen die Einwanderer als Instrumente, um unsere Gesellschaft durch Heterogenisierung besser manipulieren zu können.

Gast: Gast
11.01.2010 19:22
2 0

Na die linke Zensur hat letztens viel zu tun...


Gast: radius
11.01.2010 18:55
0 0

Lesen Sie Saviano!

Saviano, der ein Buch über die Mafia schrieb und seither Personenschutz braucht.

Ich kann nur sagen, keine italienischen und spanischen Produkte kaufen, da steckt Blut und Schweiß dran.

1 0

Etwas einseitig...

Die PRESSE - ein Sprachrohr der beiden kommunistischen Parteien in Italien? Die Position der Regierung wird demgegenüber nur verzerrt reflektiert.

Antworten Gast: gast
11.01.2010 18:17
0 1

Re: Etwas einseitig...

meine Sie die rechtsextreme / neofaschistische Regierung? Naja die Meinung dieser rechtsrechten Schlechtmenschen zum Thema Menschenrechte kannt man ja ohnehin.. nicht nötig diesen Progandisten und Mafiosis noch mehr Raum zu bieten.

0 0

Re: Re: Etwas einseitig...

so ähnlich wird sich die PRESSE-Redaktion auch vorgestellt haben *lach*

3 0

...

einfach heimschicken, dann werden sie in europe nicht ausgebeutet.

Antworten Gast: gast
11.01.2010 18:18
0 3

Re: ...

ich denke Ihnen würden da noch ganz andere "Lösungen" einfallen .. nicht wahr?

0 0

Re: Re: ...

wozu kraftwerke, bei uns kommt der strom aus der steckdose.

kennen sie den noch ?

die teletubbyhumanisten heute sind die gleichen flaschen wie die antikraftwerkollies von damals.

mittlerweile steht zwar trotzdem ein atomkraftwerk in der nähe von wien, aber immerhin fliessen die gewinne nicht in die österreichischen sondern tschechischen staatskassen. bravo, tolle leistung ;)

und spätestens wenn die sozialgelder radikal gekürzt werden weil sie ganz einfach nicht mehr bezahlbar sind, dann werdet ihr WIEDER ganz grosse augen machen. und glaub mir, mein freund, DANN wenn die bevölkerung nichts mehr zum beissen hat, werden ihr WIRKLICH "ganz andere lösungen" einfallen.

Antworten Gast: schlÄchter
11.01.2010 18:18
1 0

Re: ...

sg herr taggart!
sie bringens auf den punkt:
die derzeitige asyanerkennungsquote liegt bei 25%, der rest sind wirtschaftsflüchtlinge die den wirklich verfolgten die aufnahem erschweren und dieswe in mißkredit bringen,
eine unmenge geld für illegale schlepper ausgeben, dabei nicht selten ihr leben riskieren um dann unter wirklich unmenschlichen bdingungen als moderne arbeistsklaven im westen billigarbeit zu finden. zu bhgause haben oft viele verwandte ihre ersparnisse zusammengerafft um die schlepper zu bezahlen oder stellen sich als geiseln zur verfügung, damit der moderne arbeistssklave seine schleppgebühren auch bezahlt und anderen uillehalen immigranten unterschlupf gewährt: dadurch werden durch die schlepper bewusst die grenze zw. täter/opfer verwischt.
es ist mir unverständlich, dass dagegen nicht präventiv zb durch massive antimigrationskampagnenen in afrika vorgegangen wird. offensichtlich leben vielzuviele sehr gut von diesem neuen sklavenhandel: europ.mafia, schlepper, drogenbosse, afrikan. eliten, NGOs, diakonie, rechtsanwälte....eine seltsame allianz.

die abschiebung nach hause und restriuktive aufnahmebedingungen würde allen helfen:
den wirklichen flüchtlingen
den geschleppten - sie könnten nicht in ein jahrelanges abhängigkeitsverhältnis eingebunden werden
den heimatländern denen arbeistwillige kräfte erhalten bleiben
uns europäern vor massenimmigration mit den traurigen begleiterscheinungen

mfg
s.