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Great Barrier Reef: Havarierter Frachter wird ausgepumpt

06.04.2010 | 12:58 |   (DiePresse.com)

Das größte Korallenriff der Welt vor Australien ist bedroht. Ein chinesischer Frachter ist auf das Riff aufgelaufen und verliert Öl. Das Schiff, das rund 950 Tonnen Öl an Bord hat, droht zu zerbrechen.

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Um die Gefahr einer Ölpest am Great Barrier Reef vor Australien zu bannen, soll nun der auf Grund gelaufene Kohlefrachter ausgepumpt werden. Experten wollten die 950 Tonnen Öl an Bord des Frachters über Schläuche in die Tanks eines Rettungsbootes leiten. Bisher sind rund vier Tonnen Öl ausgelaufen. Die Masse zersetzte sich aber, nachdem sie aus der Luft mit Chemikalien besprüht worden war.  

"Wir sind einigermaßen sicher, dass es nicht zu einem katastrophalen Bruch des Schiffes kommt", sagte der Chef der Meeresschutzbehörde, Patrick Quirk. "Es sei denn, das Wetter ändert sich." Die Bergungsexperten entschlossen sich zu der Pumpaktion, nachdem klar war, dass der schwer beschädigte Frachter nicht von dem Riff zu bekommen war.

Premier kündigt Untersuchung an

Premierminister Kevin Rudd versprach nach einem Überflug am Dienstag eine Untersuchung. "Es ist hanebüchen, das ein so großes Schiff mitten im Great Barrier Reef mehr als zwölf Kilometer vom Kurs abkam", sagte er. "Wir werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen." Der Reederei drohen 3,8 Millionen Euro Strafe. Der Kapitän muss, falls er den Unfall verschuldet hat, mit einer dreijährigen Haftstrafe rechnen.

Ruf nach schärferen Gesetzen

Bürgermeister der Küstenregion, die weitgehend von Touristeneinnahmen der Besucher am größten Korallenriff der Welt lebt, waren entsetzt, dass Schiffe offenbar ohne ortskundige Lotsen in Küsten- und Korallenriffnähe unterwegs sein dürfen. Sie verlangten schärfere Gesetze. Experten spekulierten, dass der Kapitän nach Aufnahme der Ladung Kohle in Gladstone eine Abkürzung auf das offene Meer nehmen wollte.

Die "Shen Neng 1" war am Samstag aus ungeklärten Gründen mehr als 15 Kilometer vom Kurs abgekommen und bei voller Fahrt auf das Riff gelaufen. Der Frachter gehört der größten chinesischen Reederei Cosco. Er hatte im Hafen von Gladstone zuvor 65.000 Tonnen Kohle geladen und war auf dem Weg nach China. Die Havarie passierte rund 120 Kilometer vor der Küste von Rockhampton. Versuche, den Frachter loszubekommen, scheiterten.

(Ag.)

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10 Kommentare
ferdi666
05.04.2010 22:32
0 0

"eine Million Dollar Strafe für die Rederei"

kann mir gut vorstellen wie sich die Führungsetage dieser Rederei diesen Witz erzählt und aus dem Lachen nicht mehr rauskommt...

helfrich
05.04.2010 22:22
0 0

Zeitschrift "GEO"

hat schon vor 20 Jahren, in einem Artikel, den Beweis erbracht, das sich KEIN Containerschiff an die vorgeschriebenen Routen hält. Ein Journalist hat sich als !. Offizier ausgegeben und angeheuert. Seine Erlebnisse sind ein Skandal der Sondergüte. Nichts hat sich seitdem geändert. Die Schweinspolitiker, mit dem Rüssel am Futtertrog sind die Grossverbrecher, der heutigen Zeit.

Gast: Zarewitsch
05.04.2010 16:51
0 1

Ich habe es gelernt, die Natur zu schützen

Aber wenn ich mir die Klimahysterie anschaue, die initiiert wurde, um uns auszuplündern, könnte ich eines Tages zum Umweltverschmutzer mutieren.

Diese Katastrophe läßt mich schon ziehmlich kalt. Vielleicht freue ich mich demnächst sogar. Das hat die Elite geschafft. Die nächste Strompreis und Benzinpreiserhöhung steht an, um uns weiter auszuquetschen. Dann fliegt demnächst mein Müll direkt in die Botanik.

galli leo
05.04.2010 16:41
0 0

so schade es um einen teil des great barrier reefs ist:

viel schlimmeres wird in summe tag für tag der erde angetan, und keine sau regt sich auf darüber.

0 0

ui

die chinesen nehmen ihre juristischen kartell aufräumarbeiten aber fast schon mafiosi ernst

3 0

Die VETO-Mächte in der Weltregierung

haben für solche unfälle zum glück derer keine
Strafen, Aufräumarbeiten, Sofortmaßnahmen oder sonstige sofortige wiedergutmachungen
vorgesehen und gesetzlich verankert

Gast: Die krone das ist halt noch ein qualitätsblatt!
04.04.2010 22:31
1 0

Darf man nach 17uhr kein postin mehr sschreiben?

Davon steht nichts in den AGBs!

Gast: einfache lösung
04.04.2010 19:41
2 1

die aussies

sollen einfach ihre marine um das riff herum stationieren und jeder der näher als 20 meilen herankommt wird abgedrängt

Allah
04.04.2010 13:03
0 2

Jaja, da wollte wohl einer die Abkürzung nehmen.


Antworten Gast: Jehova
04.04.2010 21:48
0 0

Was hat es eigentlich mit ihrem nick auf sich?