Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Toten auf 2220 gestiegen. Am Montag wurden unter den Trümmern noch 70 Leichen entdeckt. Sandstürme und Schneefälle behindern nun schon seit Tagen die Hilfe für die Zehntausenden Obdachlosen. Am Sonntag mussten alle Flüge ins vom Erdbeben betroffene Yushu abgesagt werden. Die Überlebenden brauchen Essen, Trinkwasser, Kohle und warme Mäntel.
Unter den Obdachlosen befinden sich auch 8000 Mönche. Durch das Erdbeben wurden rund 90 Klöster beschädigt, berichtete die staatliche Zeitung "China Daily". Nach Angaben der Behörden der Provinz Qinghai sollen die Wohnbereiche der Klöster bis zum Jahresende wieder bewohnbar sein.
Rund 60.000 Zelte sind bisher in dem abgelegenen Katastrophengebiet im tibetischen Hochland eingetroffen, wo die Überlebenden nach dem Beben am 14. April anfangs bei eisigen Temperaturen im Freien übernachten mussten.
(Ag.)
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