Das italienische Parlament will den Kampf gegen Alkohol und Drogen am Steuer verschärfen. Der Senat in Rom hat am Mittwoch eine Reihe von Änderungen in der Verkehrsordnung verabschiedet, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Sie treten am 1. August in Kraft.
Berufskraftfahrer und Personen, die ihren Führerschein noch keine drei Jahre besitzen, dürfen sich nur völlig nüchtern hinters Steuer setzen. Berufskraftfahrer müssen sich außerdem einem Drogen-Test bei der Erneuerung des Führerscheins unterziehen.
Alkohol-Ausschank wird limitiert
Ein Alkoholausschankverbot wurde für alle Lokale auf 3 Uhr Morgens festgelegt. An den Autobahn-Raststätten wird man ab 22 Uhr keine Spirituosen mehr kaufen können. Ab 2 Uhr nachts ist der Verkauf von Wein und Bier verboten. Raststätten-Betreiber, die sich an diesen Regeln nicht halten, müssen mit Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro rechnen. In Gaststätten müssen Alkomaten aufgestellt werden.
Autofahrer, denen in einem Jahr 15 Punkte entzogen wurden, weil sie dreimal das selbe Vergehen begangen haben, müssen wieder die Fahrschule besuchen und noch einmal zur Prüfung antreten.
Auch Handy am Steuer wird teurer
Die Strafen werden auch für Autofahrer erhöht, die am Steuer telefonieren oder Zebra-Streifen ignorieren. Führerschein-Neulinge können schon als Siebzehnjährige - nur in Begleitung eines Erwachsenen - mit einer Sondergenehmigung Auto fahren, um vor dem Erwerb des Führerscheins Erfahrung zu sammeln.
Eingeführt wird Gurtpflicht für die sogenannten Minicars, die 14-Jährige in den Städten lenken dürfen.
Test: Black-Box für Autos
Getestet wird erstmals auch eine Black Box für Autos, die Unfalldaten speichern soll. Man erhofft sich davon einen pädagogischen Effekt: Allein das Vorhandensein einer solchen Box solle das Verantwortungsgefühl des Fahrers heben, sagte Verkehrsminister Altero Matteoli. Die Geräte würden außerdem die Klärung von Unfallursachen und -hergang erleichtern, teure kriminaltechnische Untersuchungen könnten sich erübrigen. Die Versicherungen sparten dadurch Geld und könnten die Prämien reduzieren.
In den Schulen soll stärker auf Verkehrserziehung gesetzt werden. Mit den Einnahmen aus den höheren Strafen sollen Maßnahmen zur Förderung der Sicherheit finanziert werden. Auch Verkehrszeichen sollen modernisiert werden.
(APA)
Wiener Radtaxi Mit der Fahrrad-Kutsche durch Wien
Gefährdete Wörter Wenn der ''Afterarzt'' den ''Autofahrergruß'' zeigt
Stadttempel Zu Besuch in der Wiener Hauptsynagoge
''Eingefroren'' Fünf Minuten Stillstand für zwei Tage Spaß
Sonnenfinsternis ''Feuerring'' auf beiden Seiten des Pazifiks