München/Dapd/Red. Schön, wenn die Kinder Musik machen, dann kommen sie nicht auf blöde Gedanken, heißt es. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CDU) dürfte diesem Satz nicht mehr zustimmen: Die „Münchner Abendzeitung“ enttarnte seinen Sohn Jakob als Rapper „Jackpot“, der in seinen Songs Sätze wie „Ich ficke Bräute aus der Unterschicht besoffen in der Klasse und boykottier den Unterricht“ vom Stapel lässt. Die „Abendzeitung“ kürte ihn flugs zum „Porno-Rapper“.
Im Internet brüstete sich der 18-Jährige, er trinke „Wodka wie Wasser“. Und das, wo doch sein Vater gegen das „Komatrinken“ zu Felde zieht. Der Spott über den Minister ist groß: „Herrmanns Law-and-Order-Politik scheint nicht mal in der eigenen Familie anzukommen“, sagte Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2011)
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