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EHEC-Fälle nehmen zu: Streit um Herkunft

28.05.2011 | 19:07 |   (Die Presse)

Dritter Verdachtsfall des Darmbakteriums in Oberösterreich. Deutschland beklagt unterdessen schon den neunten Todesfall. Der Bakterienstamm stammt eigentlich aus den Därmen von Nutztieren.

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Wien/Berlin. Die Ausbreitung des im schlimmsten Fall lebensgefährlichen Darmbakteriums EHEC ist auch zwei Wochen nach den ersten Verdachtsfällen alles andere als unter Kontrolle. In Deutschland, von dort scheint die Epidemie bisher auszugehen, vermeldeten die Behörden am Samstag den inzwischen neunten Todesfall. In Schleswig-Holstein erlag eine 84-jährige Frau ihren schweren Nierenkomplikationen.

Der Bakterienstamm, der eigentlich aus den Därmen von Nutztieren stammt, soll in Deutschland inzwischen fast 1000 Mal bei Menschen nachgewiesen worden sein. Meistens leiden Betroffene unter schwerem Durchfall. Weitere Fälle sind aus den Niederlanden und Skandinavien bekannt. In Österreich war am Samstag in Linz von einem dritten Verdachtsfall die Rede. Der Schauspieler soll zuvor in Deutschland gewesen sein und dort bei seiner Großmutter eine Gurke verzehrt haben. Schon am Freitag wurden ebenfalls in Oberösterreich zwei Radfahrer aus Deutschland ins Krankenhaus eingeliefert, die unter den EHEC-Symptomen litten.

Im Schatten der gesundheitlichen Folgen entwickelte sich in den vergangenen Tagen ein geradezu bizarrer Streit darüber, woher denn die gefährlichen Bakterien überhaupt stammen. Klar scheint inzwischen nur, dass die EHEC-Keime mit aus Spanien importierten Gurken nach Mitteleuropa, unter anderem nach Deutschland und Österreich, gelangt sind. Die verdächtigen Chargen wurden inzwischen aus dem Verkehr gezogen.


Gurken auf den Boden gefallen? Gleichzeitig gerieten die Produzenten unter Verdacht, bei der Hygiene geschlampt zu haben. Die jedoch wehren sich. Die Bakterien seien womöglich beim Transport auf die Ware gelangt, sagt einer der beiden Produzenten, Pepino Bio Frunet. So könnte das Gemüse womöglich bei der Anlieferung im Hamburger Großmarkt auf den Boden gefallen sein.

Ebendort wies man die Theorie bisher brüsk zurück. Vorstandschef Hans Joachim Konrad hielt dazu fest: „Wir treiben hier keine Kuhherden durch die Hallen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.05.2011)

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30 Kommentare
 
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Re: @ Flotte Lotte

Das Problem geht nicht von Österreich aus. Das ist mir schon klar.

Nun weiß ich aber, dass überall dort, wo intensive Tierhaltung praktiziert wird, die Böden überdüngt sind. Ich habe dazu erst kürzlich eine Sendung über Deutschland gesehen. Zudem hält sich doch keiner dran. Wer öfter über Land fährt, kann das auch beobachten. Die Landwirte halten so die Vorschriften nicht mehr ein, denn sie wissen einfach nicht, wohin mit dem ganzen Dreck. Meiner Ansicht nach, sollte die Jauche in die Kläranlagen geschafft werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast2234324
29.05.2011 12:03
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Re: Re: @ Flotte Lotte

1) Österreich ist nicht Deutschland.
Und wollen Sie damit sagen, dass Sie aus dieser einen Fernsehsendung Sie Ihre ganzen "Fachkenntnisse" haben?

2)Wie erkennen Sie beim vorbeifahren, ob eine Wiese überdüngt ist?

3)Woher wissen Sie, dass die Landwirte sich nicht an die Regelungen halten? Kennen Sie die Fristen, wann Bauern Gülle und Mist ausbringen dürfen? Wissen Sie bei den jeweiligen Bauern über wie viel Fläche sie verfügen und wie viel Großvieheinheiten sie besitzen?

4) Gülle ist kein "Dreck", sondern wertvoller Dünger.

5) Klärschlamm wird teilweise auch als Dünger eingesetzt.


Re: Re: Re: @ Flotte Lotte

Wissen Sie, wie ich das erkenne? Es stinkt :)
Man sieht die Traktoren ja mit diesen Jauche-Anhängern herumfahren und -spritzen. Es ist auch nicht so lange her, dass sehr viel Senkgrubeninhalte, samt Waschmittel u.a. ebenso auf die Wiesen gesprüht wurde und zwar zu jeder Jahreszeit, nämlich dann, wenn die Senkgrube voll war.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast2234324
29.05.2011 13:29
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Re: Re: Re: Re: @ Flotte Lotte

"Es stinkt."
Daran erkennt man nicht, dass die Wiese überdüngt ist, sondern dass sie gerade ge-düngt wird.

Ich kann bei Ihren Ausführungen nur den Kopf schütteln. Sie sind offensichtlich eine Städterin, die ab und an mal "übers Land fährt".
Bitte sehen Sie ein, dass Sie sich nicht auskennen!

Das mit dem Waschmittel stimmt schon, aber das Gülle ausfahren zu allen Jahreszeiten, stimmt nicht - im Winter, wenn Schnee liegt, hat sicher nie jemand Gülle ausgebracht. Und zu den anderen Jahreszeiten ist es eh erlaubt (innerhalb gewisser Fristen).

Ich spare es mir, Ihnen jetzt einen Vortrag zu halten, womit/wie/wann man Grünland idealerweise düngt. Es bringt nichts, denn Sie sind ja der Meinung, eh schon Bescheid zu wissen (schließlich haben Sie im Fernsehen ja einen Beitrag über deutsche Landwirtschaft gesehen).

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Re: Womit sich zeigt,

Yea !!!!!!!!!!! :-)

 
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