„Warum mag uns Österreich nicht?“

31.05.2011 | 18:15 |  Von unserem Korrespondenten HANS-JÖRG SCHMIDT (Die Presse)

Hassliebe zwischen Tschechen und Österreichern erhält neue Nahrung. In Prag versucht man, die vermeintliche Boshaftigkeit Wiens zu erklären.

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„Sie konfiszieren uns unberechtigt wertvolle Kunstgegenstände und eine Lokomotive, blockierten unsere Grenze, drohten, uns wegen Temelin nicht in die EU zu lassen, während ihnen deutsche oder schweizerische Atomkraftwerke nichts ausmachen. Weshalb eigentlich mögen uns die Österreicher nicht?“, fragte am Dienstag verzweifelt die konservative Prager Tageszeitung „Lidove noviny“. Und sie gab auch gleich die Antwort: Die Aversionen stammten aus der Zeit, da ihnen die Tschechen die Monarchie zerstörten.

Normalerweise ist das ein klassisches Thema für die journalistische „Saure-Gurken-Zeit“. Aber in diesem Fall ist das anders. Die Tschechen sind wirklich richtig sauer. Zwei Vorfälle sind daran schuld: Ein Wiener Gericht hat drei Leihgaben der Prager Nationalgalerie, die sich gerade bei einer Ausstellung im Wiener Belvedere befanden, auf Antrag einer in Liechtenstein residierenden Blutplasmafirma konfiszieren lassen. Besagte Firma befindet sich in einem Rechtsstreit mit Tschechien. Und zudem durfte Ende vergangener Woche eine Lokomotive aus den Škoda-Werken nach einer Testfahrt in Österreich nicht zurück nach Tschechien.

 

Ins Arbeiterviertel verwiesen

Dabei räumen die Tschechen selbst ein, dazu beizutragen, dass das Verhältnis zu den Österreichern bestenfalls „kühl“ ist. Natürlich könne es den Nachbarn nicht gefallen, wenn die Tschechen die Zeit des Zusammenlebens in einem gemeinsamen Staat bis heute als „Temno“ (Zeit der Finsternis) bezeichnen.

Selbstverständlich hätten sie den Österreichern nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen ein Botschaftsgebäude im eher schmuddeligen Prager Arbeiterbezirk Smíchov zugewiesen, während alle anderen Nachbarn auf der zauberhaften barocken Kleinseite residieren konnten. Ganz sicher hätten sich die Österreicher auch daran gestört, dass die Tschechen zu denen gehörten, die am lautesten in Europa gegen die Beteiligung Jörg Haiders an der Regierung in Wien protestiert und sich den EU-Sanktionen angeschlossen hatten.

Für den tschechischen Botschafter in Wien, Jan Koukal, steht fest, dass sich die Österreicher bis heute nicht mit der Vergangenheit ausgesöhnt haben. „Wann immer ich auf einer Vortragsreise unterwegs bin, steht immer einer aus dem Publikum auf und beginnt, auf die Beneš-Dekrete zu schimpfen.“ Vratislav Lokvenc, der fünf Jahre in Österreich Fußball spielte, meint: „Sie neiden uns unserer sportlichen Erfolge und haben da einen regelrechten Komplex.“ Petr Kratochvil von der Agentur „CzechTourism“ begreift nicht, weshalb die Österreicher als Touristen Tschechien meiden, obwohl die Zahl der tschechischen Österreich-Touristen stetig wachse. Botschafter Koukal sieht eine Besserung der Beziehungen: „Immer mehr Leute vom Balkan wandern nach Österreich ein, die vermehrt Kriminalität mitbringen. Daher betrachten die Österreicher uns Tschechen nicht mehr so sehr als kriminelles Volk.“

Außenminister Karel Schwarzenberg, der in Österreich gelebt hat und die Nachbarn wegen ihrer Temelin-Aversion schon mal „Verwirrte“ nannte, sagt, Tschechen und Österreicher seien für den jeweils anderen „wie ein Spiegel“.

 

„Jeder hat Tante in Österreich“

Für die „Lidove noviny“ steht fest, dass die Österreicher – ungeachtet des Vorwurfs der Verwirrtheit – nie wieder so einen netten tschechischen Außenminister bekommen werden. Und im Grunde verhielten sich die Tschechen gegenüber schwächeren Ländern ähnlich arrogant wie die Österreicher gegenüber den Tschechen.

Das Blatt zitiert den ersten tschechoslowakischen Präsidenten, Tomáš Masaryk, der die Tschechen aufgerufen hat, für die Vorurteile der Österreicher Verständnis aufzubringen. „Schließlich“, so Masaryk, „hat jeder von uns eine Tante in Österreich.“ Die Tschechen mögen Masaryk bis heute. Dass sie seinem Rat folgen werden, darf aber bezweifelt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2011)

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48 Kommentare
 
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Gast: Carlson
11.07.2011 22:07
0

Na hallo

Ich würde nicht sagen das sich Österreicher und Tschechen hassen. War schon vor 20 Jahren oben in Budweis wo der Schilling stark war und die Mühlviertler Bauernjungen in der Disco die großen Machos gespielt haben. War natürlich für die männlichen Tschechen nicht so erbauend und hat den Ruf von uns ach so sympathischen Ösis nicht gerade gefördert. Und zu den Enteignungen muß man sagen wer Wind sät wird Sturm ernten. die Österreicher haben gejubelt als Hitler kam sie haben sich im großen Prozentsatz bei der SS und sämtlichen Gräueltaten beteiligt. Und die deutschen Frauen und Kinder in Tschechien mußten für was büßen was....... Das ist alles dunkle Geschichte.. Würde sagen das die tschechischen Politiker gerne Österreich provozieren da sie wissen das unsere Politiker zu schwach sind um irgendetwas zu erwirken. Siehe Sanktionen, EU usw. Aber vom einfachen Volk gesehen würde ich nicht sagén das sich Österreicher und Tschechen hassen.

Gast: JohnWayne
05.06.2011 23:03
0

Hassliebe kenne ich nicht

Ich bin oft in Tschechien, aber mir ist nie aufgefallen, daß offen über Österreich geschimpft wird (und ich bin der tschechischen Sprache mächtig) - weder im Wirtshaus noch im Freundes- oder Bekanntenkreis - da sind die eigenen Politker bzw. die EU ein viel lohnenswerteres Thema...wie auch für uns Österreicher !

Gast: sid
03.06.2011 12:14
2

moegen

erklaere man mir warum ich die tschechen moegen soll !

meine vorfahren wurden vertrieben und unsere haueser und betriebe im erzgebirge und in prag enteignet.

Gast: Schweik
03.06.2011 00:23
0

Warum hassen sich die Tschechen und Österreicher?

Weil die so ähnlich sind :-) Ich bin ein Tscheche, habe 4 Jahre in Deutschland gelebt und 1 Jahr in Wien. Die österreichische Mentalität ist viel näher der tschechischen als die deutsche, in vielen Hinsichten und die 2 Völker hassen sich, weil sie in sich ein Spiegel haben.
Interessant waren auch die Vorurteile der Deutschen gegenüber die Österreicher und umgekehrt.
Ich kann sagen nur das, dass es überall auf der Welt dumme und kluge, böse und gute Menschen gibt. Intelligente Menschen können sich immer verständigen und die dummen kämpfen Vorurteil gegen Vorurteil
http://www.amazon.de/%C3%96sterreicher-Tschechen-Alter-Streit-Hoffnung/dp/3205770412

Re: Warum hassen sich die Tschechen und Österreicher?

Ich bin Österreicher, sehe jeden Tag beim Rasieren in den Spiegel, aber ein Tscheche hat mir dabei noch nie entgegen geblickt!

Gast: Michl_Austria
01.06.2011 22:48
0

Vielleicht hat es

mit den Kriminaltouristen zu tun,die früher Busweise nach Österreich kamen,Geschäfte plünderten und Abends mit der Beute wieder nach Hause fuhren.

Gast: Mrs.Miller
01.06.2011 22:18
4

...............

Sehr geehrter Hr. Knoukal, kehren Sie lieber vor Ihrer eigenen tschechischen Türe, bevor Sie anderen Völkern raten, die Vergangenheit zu überwinden.


Zu manchem Vorurteil.....

....tragen halt persönliche Erfahrungen bei. Auf einem 4 tägigen Städtetrip nach Prag ist mir, nebem vielem positiven, auch so manch negatives untergekommen.

zB. kein Kleingeld für die U-Bahn, am Kiosk zwei Mineralwasser gekauft und um Münzen gebeten, angeschnauzt daß dies keine Wechselstube sei, nicht sehr freundlich.

In der U-Bahn Station während des Wartens auf die U-Bahn, 5!! Kontrollore stiefeln in der Gruppe entspannt ratschend den Bahnsteig auf und ab, trotz vollem Bahnsteig wird kein Mensch kontrolliert. Da erkennen Sie uns mit Fotoapparat und Karte in der Hand als Touristen und schon wird amtshandelnd eingeschritten, auch nicht sehr freundlich, vor allem offensichtlich unfreundlich gegenüber Touristen, egal welcher Provenienz.

Abendessen in einem Restaurant mit Buffet, grosser Ansturm da es ein Feiertag ist. Während wir am Buffet unser Essen holten setzten sich einfach Einheimische auf unsere Plätze (obwohl Getränke am Tisch standen). Unser Einwand daß wir reserviert hätten hatte da nicht allzu viel Gewicht, neuen Platz gesucht, wieder das Gleiche!!! Der Bedienung war das herzlich egal, da kann man halt nichts machen, so der Kommentar.

Ich bin beruflich und privat schon in vielen Ländern mit den unterschiedlichsten Kulturen gewesen, in so kurzer Zeit, so oft brüskiert wurde ich sonst nie.

Obwohl ich das Land und die Architektur sehr schön finde, die nächsten Reiseziele werden aufgrund der Erfahrungen nicht in Tschechien liegen.

Re: Zu manchem Vorurteil.....

Die einheimische Bevölkerung in Tschechien kann sich solche eklatante Unhöflichkeiten, wie die von Ihnen geschilderten, nur deshalb erlauben, weil sie nie befürchten muß, deswegen sofort als "nazistisch" bezeichnet zu werden! Gefühlter Nationalismus und gelebter Kommunismus imprägnieren eben das tschechischen Bewußtsein vor jeglicher kritischer Befassung mit der eigenen Vergangenheit...

Gast: Xerios
01.06.2011 21:10
6

Absurd

Absurd, diese tschechische Weinerlichkeit.
Gegen Atomkraftwerke in Deutschland etwa sind ebenso Österreicher aktiv (gemeinsam mit den dortigen Aktivisten, wie das in Tschechien ja auch der Fall ist).
Und abgesehen davon dass die Schweiz nicht in die EU möchte, war Deutschland bereits vor uns in selbiger.

Mal provokativ anders gefragt: Warum errichten die Tschechen ihre Kraftwerke in unmittelbarer Grenznähe? Wenn was passiert, können wir Wien abschreiben.
Fazit - die Slowaken wissen schon, warum sie sich aus dem gemeinsamen Staat abgesetzt haben.

Re: Absurd

Dei meisten Atomkraftwerke in Europa befinden sich in Grenznähe!Ein Blick auf die Europakarte der Reaktorbauten zeigt das sofort...

Gast: Blankenstein Husar
01.06.2011 19:53
5

...darauf seriös zu antworten,

würde die Zensi-Tant wohl nicht überleben..

Gast: gast4711
01.06.2011 12:46
10

Ich fiel fast vom Stuhl...

als ich das las:
Botschafter Koukal: „Immer mehr Leute vom Balkan wandern nach Österreich ein, die vermehrt Kriminalität mitbringen."
Alarm, Alarm, Alarm,... achso, hat ja kein Österreicher gesagt.

Re: Ich fiel fast vom Stuhl...

Tschechen und Tschechinen verdienen
zu wenig, um Österreich zu besuchen.
Tschechische Touristen in den Alpen sind am meisten diejenigen,
die ihr Geld mit Machenschaften
mit Immobilien
und historischen Gebäuden [einst im Besitz von Sudetendeutschen] in Prag
und mit Korruption verdienen.

Na, dann sollen's hat daheim bleiben, wenn wir e so bös sind.


Wer in Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen auf andere schmeißen.

"weshalb die Österreicher als Touristen Tschechien meiden"

Das mag unter Umständen daran liegen, keine Lust mehr zu haben, von Fremdenführern in Tschechien laufend geschichtsklitternden, nationalistischen Schmarrn (gespickt mit nationalen Mythen) erzählt zu bekommen. Es kann durchaus sein, daß diese Mythen für einen jungen Staat von Bedeutung sind, wenn man aber Geld ausgibt, um Bauwerke zu bestaunen, hat man wenig Freude damit. Solange es in Tschechien Usus bleibt, aus jedem "böhmischen" Werk ein "tschechisches" zu machen, werde ich mich als Tourist dort fürderhin rar machen. Zudem konnte man bei einigen Führungen den Eindruck gewinnen, daß hinter jedem tschechischen Baumeister, Maler oder Architekten mindestens ein Österreicher stand, der ihnen die Pinsel in Tinte tunkte, Ziegelsteine versteckte, das Reißbrett mit Seife beschmierte oder sonst auf erdenkliche Art und Weise die Entfaltung des fleißigen tschechischen Volkes behinderte.

Beispiel gefällig?
Am Hauptplatz von Budweis fragte ich den Reiseleiter, wann denn die umliegenden Gebäude entstanden seien, nachdem er von der herrlichen tschechischen Baukunst schwärmte. Wohlwissend, daß es sich um Werke aus der scheußlichen Altdeutschen Epoche handelte. Er lobhudelte dann, es sei hier der Stil "Junges Tschechien", der ab 1880 Einzug hielt. WTF.

Die Tschechische Tourismusbehörde sollte sich die Pressburger zum Vorbild nehmen. Dort schafft man es, völlig emotions- und mythenfrei zu erzählen, wann welches Bauwerk entstand.

Re:

pressburg heißt die stadt schon lange nicht mehr

Re: Re:

Irrtum:

Das offizielle Bratislava hat durchaus kein Problem mit allen drei historischen Namen - also auch mit Pressburg und Pozsony.

Denn nicht alles ist Physik. ;-)

Re: Re:

In der deutschen Sprache heißt die Stadt nach wie vor Pressburg. Ein Slowake sagt ja auch er fährt nach "Vieden" in "Rakusko" und nicht nach Wien in Österreich.

Re: Re: Re:

Und viele Slowaken, die Deutsch sprechen, sagen auch "Pressburg"...


Aufschlussreich wäre

warum die Skoda-Lokomotive nicht zurück nach Tschechien durfte, da muss es doch einen rechtlichen Grund geben. Bei den Kunstwerken ist es einigermaßen klar, Bilder die gerade in einem Rechtsstreit involviert sind (was die tschechische Nationalgalerie gewusst haben muss) an ein anderes Land zu verleihen, ist nicht besonders schlau.
Dass es die Tschechen stört, wenn Österreicher (und Deutsche) auf die Benesdekrete hinweisen, mag sein. Angesicht von Gesetzen die eklatant gegen die Menschenrechte verstoßen und heute noch Bestandteil der tschechischen Gesetze sind (Tschechien hat sich dafür extra eine Ausnahmegenehmigung für die EU-Menschenrechtscharta ausverhandelt!), darf man sich nicht wundern, wenn manche Leute darauf hinweisen. Wie wäre es damit die menschenrechtswidrigen Gesetze endlich abzuschaffen?
Dass Tschechien als einziges damaliges Nicht-EU-Land an den Sanktionen gegen Ö teilgenommen hat, war halt auch nicht gerade die feine Art. So darf man sich nicht wundern, wenn man von den Nachbarn nicht gerade geliebt wird.
PS: Bei der Temelin-Aversion der Österreicher gebe ich den Tschechen allerdings recht. Die Haltung Österreichs schwankt bei diesem Thema wirklich zwischen irrational und dümmlich. Wir kaufen ihnen Strom ab, verlangen gleichzeitig, dass sie es abdrehen und möchten einem anderen Land seine Energiepolitik diktieren.

Re:warum die Skoda-Lokomotive nicht zurück

Weil sie Bombardier beschlagnahmt hat.
Bombardier fordert von Skoda 1 Mio EURO zurück. Dafür wurde die Lok beschlagnahmt.

Skoda und Bombardier entwickelten gemeinsam die Lok, Skoda kündigte einseitig die Zusammenarbeit, nachdem sie das know-how von Bombardier hatten.

Ganze Story bei:
http://www.eurailpress.de/article/view/1144/oesterreich-bombardier-laesst-skoda-lok-beschlagnahmen.html

Gast: Khaine2025
01.06.2011 10:56
2

Jawohl!!!!

Der Artikel triffts auf den Punkt*gg*

Es ist halt wie bei 2 nörgelnden selbstgerechten und kritikresistenten Sturschädeln, die seit Jahrzehnten im Nachbarschaftsstreit liegen, nur weil irgendeiner irgendwann mal schief angeschaut oder die Spidermanfigur geklaut hat.

Da werden halt Boshaftigkeiten ausgetauscht...vorallem wenn die Mentalität - wie bei Tschechen und Österreichern - ein und die Selbe ist.

Und das sage ich stolz als Österreicher mit tschechischen Wurzeln, der oft oben war*gg*

Re: Jawohl!!!!

Die anderen Fakten -
In den letzten zwanzig Jahren wurden abertausende Arbeitsplätze
aus Deutschland, Österreich
und Westeuropa nach Tschechien
und Polen verlagert,
wegen der billigen Arbeitskraft.
1850 lebten 80% der Population Böhmens
auf dem Land.
Die böhmischen Stände der deutschen Herkunft waren die Träger
des Stadtlebens,
die gestalteten die Architektur, Kunst, Kultur.
Die böhmischen Deutschen
und Österreicher waren die Bahnbrecher der Industrialisierung
in Böhmen.
1850-1914 sog. Gründerzeit - Indusrialisierung Deutschlands, Preußens, Österreichs, Sudetenlandes.
1911 war bloss 1/5 der böhmischen Industrie
in den tschechischen Händen,
4/5 völlig rechtmäßig im Besitz von böhmischen Deutschen und Österreichern,
die selbstverständlich ihre Gründer waren.
1918 - 1938 gerieten
diese sudetendeutschen
und österreichischen Unternehmen
in den Händen der Tschechen, die preußischen Unternehmen in den Händen der Polen,
nicht zu sprechen vom Geschehen nach 1945.

Antworten Gast: Xerios
01.06.2011 21:17
2

Re: Jawohl!!!!

Sehe ich anders.
Denn abseits von wenigen Einzelthemen hat Tschechien im Bewusstsein der meisten Österreicher heutzutage recht geringe Bedeutung.
Da befassen sich die Tschechen scheints mehr aus einem Minderwertigkeitskomplex (samt leichtem Größenwah) heraus mit Österreich.

Lustig fand ich ja mal den tschechischen Präsidenten als er im deutschen TV vor Jahren ungefragt und mit vollem Ernst erklärte, Prag läge ja weiter im Westen als Wien.
Solche gewichtigen Fragen treiben wohl die wenigsten Österreicher um.

Antworten Antworten Gast: Nur ein Gast
05.06.2011 22:10
0

Re: Re: Jawohl!!!!

Lieber Xerios,
da irrst Du dich gewaltig. Es sind die Österreicher und ihre akademische, ökonomische und journalistische Elite (wenn man die letztere so überhaupt bezeichnen kann - angesichts der hierzulande meistgelesenen Klatschpresse), die auch nach 20 Jahren von den postkomunistischen oder (ex) Ostblockstaaten meistens redet. Und Tschechien ist ein Ostnachbar....um sich doch klar abzugrenzen - auch welchen sonstigen Gründen als einem Minderwertigkeitskomplex samt Grösenwahn? Wien, durch eine balkanische Subkultur stark geprägte Stadt, wollte sich schon immer als irgendetwas nahe Genf liegendes positionieren. Viele Wiener glauben noch immer unterbewusst, dass Pressburg mehr als 300 km von Wien entfernt liegt. Und so geht das noch ein Paar Jahrzehnte.........wenn man nach 40 Jahren Kommunismuszusammensturz noch immer die Länder ´(ex) Ostblock´ bezeichnet, so wäre die Bezeichnung ex-Ostmarke oder ex-Nazideutschland ziemlich berechtigt, oder? Nur damit man ein eigenes Spiegelbild wahrnimmt, bevor man die sonstigen qualifiziert.

 
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