Drohne muss auf AKW Fukushima notlanden

24.06.2011 | 09:10 |   (DiePresse.com)

Die 7,7 Kilo schwere Drohne vom Typ T-Hawk ist außer Kontrolle geraten und musste auf dem Dach des Reaktors 2 notlanden. Schäden sind dabei keine entstanden.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Auf dem Gelände des havarierten AKW Fukushima Eins musste eine unbemannte Drohne notlanden: Das 7,7 Kilogramm schwere Flugzeug vom Typ T-Hawk, das zur Messung von Radioaktivität dient, ist außer Kontrolle geraten. Es konnte auf dem Dach des Reaktors 2 notlanden. Zusätzlicher Schaden am Gebäude ist offenbar nicht entstanden.

Mehr zum Thema:

Japan trägt noch immer schwer an den Folgen des Erdbebens und der Tsunamis vom 11. März: Nach neuesten Angaben der Regierung sind dadurch direkte Kosten in der Höhe von 16,9 Billionen Yen (147 Milliarden Euro) entstanden. Berücksichtigt wurden die Schäden an Häusern, Fabriken und der Infrastruktur wie Straßen und Brücken, wie die japanische Regierung am Freitag mitteilte.

Bisher hatte die Regierung für den geschätzten Schaden einen Korridor zwischen umgerechnet 139 Milliarden bis 217 Milliarden Euro angegeben. Der nun veröffentlichte präzisere Wert beruht auf neuen Erhebungen der Schäden in den betroffenen Gebieten, insbesondere den Präfekturen Miyagi, Iwate und Fukushima.

Kosten der Atomkatastrophe nicht eingerechnet

Nicht eingerechnet sind die indirekten Kosten der Katastrophe, die etwa durch Produktionsausfälle in der Wirtschaft entstanden. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Kosten, die durch die Atomkatastrophe von Fukushima entstanden sind und noch entstehen.

Allein die Höhe der Gebäudeschäden betrage 10,4 Billionen Yen, teilte die Regierung am Freitag in Tokio mit. Die Schäden an Straßen und Schifffahrtswegen werden mit 2,2 Billionen Yen beziffert, die in der Land- und Forstwirtschaft sowie auf Aqua-Framen mit 1,9 Billionen Yen. Die Reparatur der Versorgungsleitungen etwa für Wasser und Gas dürfte nach Erwartungen der Regierung 1,3 Billionen Yen kosten.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunamiwelle im Nordosten Japans verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 23.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Beben und Tsunami lösten am Atomkraftwerk Fukushima zudem die größte Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus. Das Kernkraftwerk war durch das Beben und den Tsunami schwer beschädigt worden. Seither tritt dort radioaktive Strahlung in die Umwelt aus. 100.000 Häuser wurden komplett zerstört. Etwa eine halbe Million weitere Gebäude wurden beschädigt.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

1 Kommentare
Gast: sdfg56
24.06.2011 10:01
2 1

wie mache ich aus nix eine reisserische Schlagzeile

So eine Schlagzeile passt besser in oe24, ist ein 7,7kg schweres Ding wirklich so bedrohlich, dass man eine Headline draus machen muss?? Das ist ungefähr so gefährlich, wie wenn einem das Besteck auf den Fuss fällt.

Fukushima ist wirklich eine heftige, bedrohliche Katastrophe, da braucht man nix mehr künstlich anheizen....

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    22:00
    Wien
    22°
    Steiermark
    18°
    Oberösterreich
    18°
    Tirol
    17°
    Salzburg
    19°
    Burgenland
    22°
    Kärnten
    18°
    Vorarlberg
    18°
    Niederösterreich
    17°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden