Seit 2005 ist der Satellit UARS (Upper Atmosphere Research Satellite) außer Betrieb. Nun droht der sechs Tonnen schwere US-Forschungssatellit auf die Erde zu stürzen. In den Tagen um den 24. September werde er in die Erdatmosphäre eintreten, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Dabei werde der Weltraummüll zwar auseinanderbrechen, aber nicht alle Teile würden in der Atmosphäre verglühen. Der Satellit ist in etwa so groß wie ein Autobus.
Russische Medien spekulieren, dass die Hauptstadt Moskau in der "Risikozone" liegen könnte, in der der Satellit heruntergehen wird. Laut Nasa ist es jedoch noch zu früh, um vorhersagen zu können, wo und wann UARS abstürzt. Das Risiko, dass dabei Menschen verletzt werden, sei "extrem gering". Seit Beginn der Raumfahrt in den 1950er Jahren habe es keine Schäden gegeben, wenn Müll aus dem Orbit auf die Erde gefallen sei.
Der 750 Millionen teure Forschungssatellit wurde 1991 mit der Mission losgeschickt, die Ozonschicht und die Erdatmosphäre zu untersuchen. Er umkreist die Erde derzeit in etwa 250 Kilometer Höhe (Animation: Die Umlaufbahn des Satelliten). Die Nasa beobachtet ihn nach eigener Aussage genauestens und berichtet laufend auf ihrer Website. Wer ein Teil findet, das von dem Satelliten stammen könnte, solle es nicht angreifen, sondern die Polizei benachrichtigen, warnte die Behörde.
(Ag.)
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