Im Rahmen einer neuen Mars-Mission will die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Der eigens für die Mission entwickelte Roboter "Curiosity" soll am Samstag (16.02 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gen Mars starten. Nach einer etwa 570 Millionen Kilometern langen Reise wird "Curiosity" im August 2012 auf dem Roten Planeten erwartet. Insgesamt soll seine Mission zwei Jahre dauern.
"Curiosity" hat sechs Räder und ist mit einem chemischen Labor, Videokameras, einem Laserstrahl sowie mit einem über zwei Meter langen Roboterarm und einer Wetterstation ausgestattet. Das fast 900 Kilogramm schwere Gerät übersteigt in Größe und Fortschrittlichkeit frühere Mars-Roboter damit deutlich. Die Entwicklung des Roboters verschlang 1,8 Milliarden Dollar, insgesamt wird seine Mission auf 2,5 Milliarden Dollar (knapp 1,87 Milliarden Euro) veranschlagt. Eine der Aufgaben wird die Suche nach Wasser sein und somit nach Hinweisen auf Spuren von Leben auf dem Planeten.
Bemannte Mars-Mission in 2030er-Jahren?
"Das ist eine Traummaschine", sagte Ashwin Vasavad, einer der wissenschaftlichen Betreuer der Mission: Der Roboter ersetze "mehr als 200 Wissenschaftler auf dem Mars". Landeplatz des mobilen Labors im kommenden Jahr soll der Krater Gale sein. Nach Angaben der Nasa wurde er ausgewählt, weil dort unter anderem Lehm und Sulfate vermutet werden. Auf der Erde existiert überall dort, wo es Wasser gibt, auch mikrobisches Leben. Im August hatte die Nasa erstmals mittels eines Orbiters, der den Planeten seit 2006 umkreist, Hinweise auf die Existenz von Wasser auf dem Mars entdeckt.
"Curiosity" kann mit seinem hochmodernen Arm mehrere Zentimeter tief in den Boden oder in einen Fels bohren und Gesteinsproben entnehmen. In seinem integrierten chemischen Labor kann dann deren Zusammensetzung analysiert werden. Mit seinem Laserstrahl mit einer Reichweite von bis zu acht Metern kann "Curiosity" zudem die Oberfläche von Gestein analysieren. Er soll darüber hinaus die Marsumgebung nach Methan absuchen, da auch dieses Gas auf die Existenz von Wasser schließen lässt.
Die Wissenschaftler haben hohe Erwartungen an "Curiosity" - rund 70 Prozent der vorangegangenen mehr als 40 Mars-Missionen waren gescheitert. Angefangen hatte die Erkundung des Roten Planeten im Jahr 1976. Höhepunkt könnte eine bemannte Mars-Mission in den 2030er Jahren sein. In Vorbereitung dieser Mission soll der Wunder-Roboter auch Strahlungsmessungen auf dem Planeten durchführen.
(APA)





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