Kairo/Wien/Sig/Apa. Es waren maskierte, bewaffnete Männer, die in der Nacht von Sonntag westlich der ägyptischen Stadt al-Arish Sprengstoff unter einer Gas-Pipeline zündeten. Die beiden Explosionen, deren Flammen laut Augenzeugen kilometerweit zu sehen waren, fanden nur Stunden vor Eröffnung der ersten Wahllokale statt. Es gab keine Angaben über Verletzte.
Seit dem Sturz Mubaraks wurde die Pipeline, die Gas nach Israel und Jordanien liefert, zum neunten Mal angegriffen. Die Gaslieferungen nach Israel wurden noch unter Mubarak vereinbart. Kritiker bezeichnen den 20-Jahre-Deal als zu kostengünstig für Israel.
Ägypten kündigte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen entlang der Pipeline an. Es sollen Alarmanlagen installiert und Sicherheitspersonal eingesetzt werden. Dieses soll aus der Volksgruppe der Beduinen rekrutiert werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2011)
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