Paris/Ag. Der französische Innenminister Claude Gueant hat sich zu einem pikanten Gerücht über den früheren, über einen Sexvorfall gestolperten IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn geäußert: Er soll vor Jahren in einem Pariser Stadtwald, der als Hochburg der Prostitution gilt, in eine Polizeikontrolle geraten sein. „Ich habe davon gehört, dass Strauss-Kahn im Bois de Boulogne kontrolliert wurde“, sagte Gueant in der Zeitung „Journal du Dimanche“. Strauss-Kahn sei dabei anno 2006 aber nicht, wie behauptet wird, in einen „Hinterhalt der Polizei“ geraten.
„Verschwörung Quatsch“
Gueant wies Gerüchte über eine Verschwörung der konservativen Regierungspartei UMP von Präsident Sarkozy gegen den Sozialisten Strauss-Kahn zurück. Solche Theorien seien „Quatsch“. Ein Anwalt von „DSK“ gab zu, dass sein Mandant in dem Park gewesen sei – er habe aber in der Nähe gewohnt und sei dort spazieren gegangen. Strauss-Kahn war im Frühjahr in New York wegen Verdacht auf Vergewaltigung eines Zimmermädchens verhaftet worden. Zwar ließ die Staatsanwaltschaft aufgrund mangelhafter Glaubwürdigkeit des Opfers die Anklage fallen, DSK aber musste als IWF-Chef gehen; auch seine Ambitionen für die Präsidentenwahl 2012 zerschlugen sich.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.12.2011)
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