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Bio-Skandal in Italien: 700.000 Tonnen gefälschte Ware

07.12.2011 | 14:02 |   (DiePresse.com)

Ein Zehntel des italienischen Marktes stammt gar nicht aus Bio-Anbau, sondern aus herkömmlicher Methode. Waren im Wert von 220 Millionen Euro ist mit falschen Etiketten verkauft worden.

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Die italienische Finanzpolizei hat einen riesigen Betrug mit vermeintlichen Bio-Produkten aufgedeckt. Die Bande soll seit 2007 insgesamt 700.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von 220 Millionen Euro mit falscher Kennzeichnung verkauft haben. Allein in der italienischen Stadt Verona wurden 2500 Tonnen sichergestellt und sieben Personen festgenommen. Die umgesetzte Menge entspricht den Angaben zufolge einem Zehntel des italienischen Marktes.

Die Ermittlungen liefen unter dem Titel "Der gestiefelte Kater", berichteten italienische Medien am Dienstag. Bei den Festgenommenen handelt es sich großteils um Geschäftsleute. Unter den Verdächtigen befindet sich jedoch auch ein Behördenmitarbeiter. Als vermeintliche Bio-Lebensmittel wurden überwiegend Getreide, Soja, Mehl und Obst aus herkömmlichem Anbau verkauft. Die Ware wurde in Rumänien und Italien eingekauft und mit gefälschten Papieren zu Bio-Ware erklärt.

Bio-Landwirtschaft spielt in Italien eine zunehmend wichtige Rolle: Die Produktion hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht, die Anbauflächen überschreiten eine Million Hektar und der Umsatz die Drei-Milliarden-Euro-Grenze, teilte die Landwirtschaftsvertretung Coldiretti mit. Obwohl der Großteil der Ware ins Ausland geht, steigt auch im Land der Bio-Umsatz.

Zeitgleich mit der Razzia hat Europol bei einer koordinierten Aktion auch in neun anderen europäischen Ländern Kontrollen durchgeführt, darunter in Bulgarien, Rumänien, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Dabei wurden gefälschte und teils gesundheitgefährdende Produkte beschlagnahmt, darunter Champagner, Käse und Olivenöl.

(APA/Red.)

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45 Kommentare
 
1 2
Gast: Biopimmel
19.01.2012 08:17
0 0

sehr gut

Artikel ist sehr hilfreich.
Danke

Gast: mysterium
13.12.2011 18:20
0 0

Die EU, ein Paradies für Mafia und Organisierte Kriminalität.


offspring
10.12.2011 02:34
5 1

Marketinggag

Ein weiterer Beweis dafür, dass Bio im Massenverkauf ein Marketinggag ist, um den Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Antworten Gast: Radieschenrot
14.12.2011 04:53
0 0

Re: Marketinggag

Wer echt Bio möchte braucht einen Garten oder Schrebergarten. Welche Partei dafür sorgt jedem Österreicher und Innen selbiges zukommen zu lassen wird gewählt. Alles nur eine Frage des Wollens, den Rettungsschirm leisten wir uns doch auch.

wzfzyz
09.12.2011 10:30
0 0

Foodcoops (Vertrauen und Kontrolle) statt Lebensmittel mit Bio-Siegel vom Supermarkt

Wer Bio-Siegel (und Supermärkten und Diskontern, die Lebensmittel mit solchen Siegel anbieten) nicht vertraut, aber dennoch biologische Lebensmittel beziehen will, noch dazu möglichst regional und saisonal, kann ja mal Lebensmittelkooperativen (Foodcoops) ausprobieren. Foodcoops versuchen Lebensmittel möglichst direkt von den ProduzentInnen zu beziehen und im direkten Kontakt mit diesen zu stehen. Im Gegensatz zu Bio-Siegel wird also nicht nur auf Kontrolle, sondern vor allem auch auf Vertrauen und gegenseitige Unterstützung gesetzt.

Gast: Ösi - italian (tuto ehrlich) Style
08.12.2011 18:19
1 0

Iche kaufe nur "bio". Weile schmecke so guuut!

ganze bene:
- zu Weihnachten frische Bio-Butter di Almo, ganze frisch
- Bio-Eier di Freiland, Hühner was legen Eier in die Schnee
- Bio-Heu-Almmilch, gemolken per mano
- Bio-Erdbeeren, frische aus Simmering
- Olio di Kürbiskern, caldo gepresst

ciao
Ösepaue

Gast: nestbeschmutzer
08.12.2011 08:56
3 0

Kirche im Dorf lassen

Ist ja ein Witz; denn jeder Apfel ist Bio. Die Definition von Bio will sich ja ursprünglich gegen viel schlimmeres absichern: man lese "die Suppe lügt"bei Amerzon. Wenn der Apfel aus dem Chemielabor kommt, dann wird die Sache bedenklich. und das ist heute bei unglaublich vielen Lebensmittel der Fall, da wird aber kaum drüber geredet.
Also: Der "BioApfel" nach abwaschen unterscheidet sich vom "Normalabpfel" nur marginal. Hütet euch aber vor den aus Abfällen gefertigten "Synäpflel".

2 1

Re: Kirche im Dorf lassen

Vollkommen richtig,denn

nicht biologische

Nahrungsmittel

könnten wir gar nicht verdauen.

Alle Nahrungsmittel sind biologischer Herkunft,

egal ob zeitaufwendig

mit grün-esoterischer

Bio-Bauern-Pflege

oder

normal und kostengünstig

konventionell

produziert.

Antworten Antworten Gast: Gast4711
08.12.2011 12:26
4 2

Re: Re: Kirche im Dorf lassen

Ob Ihr zwei Schlaumeier auch dann noch so denkt, wenn ihr durch die Spritzmittel eurer normal und kostengünstig produzierten Äpfel vielleicht Krebs bekommt?

2 1

Re: Re: Re: Kirche im Dorf lassen

Welche Spritzmittel?

Schimmelpilze in Bio-Nahrungsmittel mit ihren GEFÄHRLICHEN Toxinen sind die Hauptverursacher für Leberkrebs Mister Gast:Gast 4711!

Besonders in verschimmelten Bio-Vollkorn-Getreide-Produkten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Gast4711
09.12.2011 09:00
1 1

Re: Re: Re: Re: Kirche im Dorf lassen

Von 300 zugelassenen Spritzmitteln sind 280 cancerogen.

Bei Leberkrebs durch Schimmelpilze haben sie allerdings recht.

3 0

darum

so lokal wie möglich kaufen. Ich kaufe nur noch nach Saison und nur noch aus der Gegend. Jetzt gibt es sooo viele schöne Sachen: üppigen Kohl, schönes Weiß-und Blaukraut, feste karotten, herrliche Annabell und Kipflerkartoffeln, so viele Sorten Äpfel, geschmackigen Chinakohl, Käferbohnen und weiße Bohnen, Linsen, Kürbisse... Tut alles so gut.
Ausnahme: ich mag Orangen, also kaufe ich da welche. Ein bissi was davon wird mir nicht schaden. Und wer I traut, dem ist sowieso nicht zu helfen.

0 0

Re: darum

Jetzt frag ich mich, wo die Linsen lokal wachsen??? Na ja und wer I traut...
Warum wird dann das Zeug's eingefürt?? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wo bleiben unsere Kontrolleure? Importware wäre halt auch zu konrollieren, ganz egal woher sie komm. Aber die Österreicher nehmen ja alles. Erinnert verdammt an den alten Spruch "Wo der Gulden geschlagen ist, gilt er nichts" - alles, was von draussen kommt ist besser, aber nur solang, bis man doch drauf kommt, dass es besser gewesen wäre, bei den heimischen Produzenten zu kaufen.

0 0

Re: Re: darum

heisst natürlich eingeführt, mein h bleibt manchmal hängen, sorry

Antworten Gast: urspung wurzeln
08.12.2011 09:53
0 0

Re: darum - so viel wie möglich - österreichische erzeugnisse kaufen


erdäpfel aus I werden hierzulande sehr gut und viel verkauft, weil die sind ja so schön teuer *kopfschüttel*

----lady manhattan ihrem posting stimme ich voll zu---

Gast: Al
08.12.2011 00:33
0 0

Da bin ich jetzt aber wirklich schockiert!


Antworten Gast: Inger
08.12.2011 09:33
0 0

Re: Da bin ich jetzt aber wirklich schockiert!

Und seit wann wachsen die Linsen in unseren Breiten????

8 0

Billa-Werbung

Hab vor ein paar Minuten auf ORF 1 einen Werbespot von Billa gesehen, in dem Bio-Zitrusfrüchte aus Sizilien unter der Marke "Ja natürlich" angepriesen werden, mit der Aussage "streng kontrollierte Qualität". Ist irgendwie originell - und mutig - diesen (offensichtlich schon früher produzierten) Werbespot gerade jetzt weiterhin zu senden ...

4 0

Ja natürlich!


Gast: Konservativer
07.12.2011 20:09
3 5

Ich mache es mir relativ leicht.

Ich schaue beim Einkaufen auf die Verpackung.

Steht irgendwo "bio" drauf, auch nur im Kleingedruckten, kaufe ich nicht.

Prinzipiell.

Wer bio kauft, kauft blöd.

Antworten Gast: bergerin
07.12.2011 23:12
2 2

Re: Ich mache es mir relativ leicht.


so richtig wahnsinnig gar so gscheit bist du halt nicht.

macht nix.

ich hoff, du hast einen fähigen papa.
der wirds scho richtn

Antworten Gast: intelligenter Konservativer
07.12.2011 22:26
4 1

Re: Ich mache es mir relativ leicht.

Du kannst ja die Bio Lebensmittel mit Pestiziden besprühen, den Kunstdünger, den nur Bioprodukte nicht einsetzen, direkt ins Grundwasser gießen und naja, wie Du das mit dem Genmanipulieren hinkriegen kannst, weiss ich auch nicht...

Gast: "Die Presse" recherchiert nicht!!!
07.12.2011 19:52
8 0

Warum wird verschweigen, welche österr. Supermarktketten betroffen sind???


Hofer? Spar? Billa? Merkur? Zielpunkt?
Warum die Geheimniskrämerei?

Warum recherchiert "Die Presse" nicht?
Würde uns neugieriggemachte Leser ziemlich interessieren.

Ermöglicht wird dieser Großbetrug nur, da in Ö wie in der EU die Nahrungsmittel zum Nachteil der Konsumenten kaum kontrolliert werden.

Außerdem wurden die zulässigen Grenzwerte für Giftstoffe entsprechend den Wünschen der Großhändler-Lobbies gemäß festgesetzt.

Diese Voraussetzungen und dazu der zollkontrollenlose Binnenmarkt begünstigen wie man sieht den mafiotischen Großbetrug zur Schädigung der Gesundheit der abgezockten Konsumenten.

Bedenkt man, daß vor allem Kinder, Alte und chronisch Kranke aus weniger begüterten Einkommensschichten oft unter Opfern teure Bioware kaufen, erkennt man wie teuflisch in der Realität das abstrakte EU-Binnenmarktkonzept im Dienste der Organisierten Kriminalität die EU-Konsumenten schädigt. Hin und wieder gibt es eine Razzia zur Konsumentenberuhigung. Passieren tut den Erwischten eigentlich im Endeffekt nichts. Lustig geht das profitable Spielchen weiter. Der abgezockte Konsument resigniert mangels Alternativen.

Glücklich, daß ich nie teures "Bio"zeug kaufe, eben deshalb.

Zusatzfrage: Wird eigentlich der Import möglicherweise radioaktiv verseuchter Japan-Ware (vor allem Fisch und Fischstäbchen!) ausreichend häufig mit Geigerzähler kontrolliert oder genügt Kundenfang durch die angegebenen (angeblichen?) Fanggebiete?
Angeblich werden in EU nur 350 Proben pro Jahr gezogen?!

Gast: Tullnerfelder
07.12.2011 19:32
9 0

WIR ÖSTERREICHER HABENS VERDIENT

Ich bin selbst Bauer, zwar nur konventionell, aber die Kontrollinstanzen in Österreich sind extrem. Wir sind hier päpstlicher als der Papst, und unsere lieben Mitbewerber aus Ost und Süd haben leider kleine Preisvorteile, denn unter unseren Bedingungen tun die sich eine solche Produktion gar nicht erst an.... Oder glaubt hier irgendwer, dass AMA Gütesiegel ist gratis.... oder die Freigabe von Tierschutzvereinen für die Freilandeier??? Diese "Behörden" lassen es sich auch ganz schön bezahlen für ihre "Kontrollfunktion". und ohne die gibt es keine Listung im Handel, aber wenn das ganze aus I oder HU oder RO oder so kommt ist das Geschäft noch besser, weil billiger einkaufen, und teurer verkaufen als österreichische WARE. Denn vieles ist in Topqualität unter österreichischen Bedingungen leider nicht kostendeckend zu produzieren, bzw. wird die Produktion durch unzählige Kontrollinstanzen abgewürgt. Armes Österreich

Antworten fefe
07.12.2011 21:35
0 0

Re: WIR ÖSTERREICHER HABENS VERDIENT

Aha, danke für den Einblick! Bei uns in Wien kosten die Bioprodukte jedenfalls ein Vermögen.

Gast: Ösi
07.12.2011 18:04
2 2

Ise ja Wahnsinn! Müsse sofort schicken viele Milliarden Rettungsschirm, damit mache besser!

Italienische Küche so bene! Unde Italiano so ehrlich!
Jetze schicke Milliarde, weile Italia so supe!
Schuld e nur Berlusconi!

nixe zu trinke
Ösepaue

 
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