"Costa Concordia": Unglück aus Prahlerei?

16.01.2012 | 23:18 |  Von unserer Korrespondentin KORDULA DOERFLER (ROM) (Die Presse)

Während sich die Vorwürfe gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffes verdichten, steigt laut Angaben der Küstenwache die Zahl der Vermissten.

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Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Noch ist die Costa Concordia nicht ganz versunken, noch liegt der Koloss in Seitenlage vor dem Hafen der toskanischen Insel Giglio auf einer Felskante. Doch am Montag verschlechterte sich das Wetter, der Seegang wurde stärker, der Rumpf des in der Nacht auf Samstag havarierten Kreuzfahrtschiffes begann so zu rutschen, dass die schwierige Suche nach Überlebenden zeitweise gestoppt werden musste.

„Die Hoffnung, weitere Vermisste lebend zu finden, ist sehr klein“, hatte der Bürgermeister von Giglio, Sergio Ortelli, eingeräumt. Die ganze Nacht über waren Retter im Einsatz, doch konnte am Morgen lediglich eine weitere Leiche geborgen werden. Die Zahl der Toten stieg damit auf sechs. Kein Lebenszeichen gibt es von 25 Passagieren und vier Crewmitgliedern, sagte Küstenwachenchef Marco Brusco am Montagabend im Fernsehsender RAI Uno. Nach seinen Angaben sind zehn Deutsche und sechs Italiener unter den Vermissten. Zuvor hatte die Polizei die Zahl der Vermissten mit mindestens 16 angegeben.

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Seemännischer Gruß mit Folgen

Wie es zu dem bisher größten Unglück der modernen Kreuzschifffahrt kam, war weiter unklar. Der Fahrtenschreiber muss erst ausgewertet werden. Doch spricht alles dafür, dass der Kapitän grob fahrlässig seine schwimmende Kleinstadt mit über 4000 Menschen auf ein Riff gesteuert hatte. Augenzeugen und Überlebende berichten, Capitano Francesco Schettino (52) habe das Unglück wegen Wichtigtuerei und Prahlerei heraufbeschworen: Er habe das 290 Meter lange Schiff abweichend von der üblichen Route dicht an die Insel herangesteuert – wohl, um die Familie eines Chefkellners, die dort lebt, zu „grüßen“. Solche „Verneigungen“ vor Küstenbewohnern und Touristen an Land sind üblich – oft verlassen die Schiffe die normale Route und nähern sich stark den Küsten. Die Regierung in Rom will das nun verbieten.

Der Concordia wurde dieser „Gruß“ zum Verhängnis. Ein Granitfelsen schlitzte ihren Rumpf auf mehr als 50 Metern auf, Schettino steuerte das Schiff bis in die Nähe des Hafens, dort legte es sich zur Seite. Die Hafenbehörden aber erfuhren davon offenbar nur, weil die Mutter einer Passagierin sie alarmierte – denn Schettino spielte die dramatische Situation zuerst herunter: „Alles unter Kontrolle, wir haben nur ein kleines technisches Problem“, soll er auf Fragen der Küstenwache geantwortet haben. Einen SOS-Ruf hielt er für unnötig, das Signal zur Evakuierung wurde spät gegeben. Diese verlief nach Aussagen vieler Geretteter chaotisch. Der aus Süditalien stammende Kapitän aber wartete nicht, bis die letzten Passagiere von Bord waren, wie es der (ungeschriebene) Ehrenkodex der Seeleute vorsieht, sondern setzte sich per Rettungsboot ab. „Bringen Sie mich weit weg“, soll er zu einem Taxifahrer gesagt haben. Selbst Befehlen der Hafenkommandantur, sich sofort auf sein Schiff zu begeben, widersetzte er sich.

Später sagte Schettino, die Felsen, die das Schiff rammte, seien in den Seekarten nicht verzeichnet. Die Staatsanwaltschaft von Livorno glaubt das ebenso wenig wie die Bewohner von Giglio und Kenner der Gewässer, welche als gefährlich bekannt sind. Seit Samstag sitzt Schettino wegen Fluchtgefahr in U-Haft, ihm droht unter anderem eine Anklage wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung.

''Costa Concordia'': Luxus auf hoher See

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„Beurteilungsfehler“

Selbst die Genueser Reederei Costa Crociere, eine Tochter der amerikanischen „Carnival“, ging auf Distanz zu Schettino, der seit 2006 Kapitän ist. Er habe „Beurteilungsfehler mit schwersten Folgen gemacht“, hieß es. Der Präsident der Firma, Pier Luigi Foschi, räumte Fehler ein. „Wir werden unserem Kapitän juristisch beistehen,“ sagte er. „Aber wir gehen davon aus, dass menschliches Versagen zu dem Unglück geführt hat.“ Und: „Ja, der Kapitän wollte die Insel grüßen.“



Die Reederei lässt untersuchen, wie das 110.000 Tonnen schwere Schiff geborgen werden kann. Man könnte es mit Luftkissen heben und abschleppen; möglicherweise muss es zerlegt werden. Vorerst drohen tausende Liter Diesel auszulaufen; ein holländisches Bunkerschiff ist unterwegs, um eine Ölsperre um das Wrack zu legen.

Zur Person
Der Kapitän der Costa Concordia war zum Unglückszeitpunkt Francesco Schettino, ein 52-Jähriger aus dem Ort Meta di Sorrento nahe der süditalienischen Stadt Neapel. Er kommt aus einer Familie mit seemännischer Tradition und trat vor zehn Jahren in die Dienste der Reederei Costa Crociere in Genua. Zuerst war er Sicherheitsoffizier, 2006 wurde er zum Kapitän befördert. Nun sitzt er wegen Fluchtgefahr in U-Haft.

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642 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
17.01.2012 09:56
5

Eine Reederei, die Menschen ausbeutet,

ein Kapitän, der flüchtet und sich versteckt,
eine Versicherung, die nur begrenzt bezahlen will.

Spekulanten in ihrer übelsten Form.

das dünnste Buch der Welt

die italienischen Heldensagen

Gast: betta2804
17.01.2012 09:06
0

Vermisster

was ist eigentlich mit dem passiert, der angeblich Klopfzeichen von sich gab - wurde der gerettet?

Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

wie soll das möglich sein ?? sind ein paar gerettete über nacht wieder verschwunden ? oder geht man nun davon aus, dass sich blinde passagiere an bord befanden ?

Re: Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

Die Passagierlisten wurden anscheinend südländisch geführt. Solange nix passiert, fragt keiner genauer nach und niemand schert sich. Wenn dann was passiert hat man dann halt das perfekte Chaos.

Antworten Gast: betta2804
17.01.2012 09:31
1

Re: Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

In den Nachrichten habens gesagt, das kommt daher, weil die Passagierlisten schlampig geführt wurden

dieser kapitän ist für den rest seines lebens

gestraft. die geübte, ca. 20-minütige rettungsaktion auf solch einem kreuzfahrtschiff ist eine farce. ich habe dies selbst erlebt. tausende stellen sich missmutig oder kichernd in reih und glied auf die vorgegebene stelle auf dem angegebenen deck auf. die fotografen schwirren um diese tausenden herum. auf meine frage was wir machen sollten, wenn wir alle unvorbereitet im speisesaal sitzen und dann die sirenen losgehen? wo sind dann für tausende die schwimmwesten? wie organisiert man den menschenandrang in den schmalen treppenaufgängen in 10 stockwerken? die antwort war: solch ein schiff ist doch absolut sicher und ich erntete gelächter seitens der crew aber auch von vielen passagieren. "verderben Sie sich doch nicht und den anderen den urlaub. spiel, spaß und schiff ahoi" damals dachte ich mir schon: einmal und nie wieder

Gast: mulcahy
17.01.2012 08:18
5

,..

der kaptän, so ein verdammter feigling. das höchste gehalt kassieren wegen größter verantwortung und als erster stiften gehen.

hoffentlich erscheinen ihn alle toten jede nacht sein leben lang.

Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 10:10
1

Der Kapitän ist ein Sinnbild der Reederei

Ordentliche Seeleute bommen niemals solche Jobs.
Auch auf allen anderen Kreuzfahrtschiffen bestehen die gleichen Probleme und es kann sich so eine Katastrophe jederzeit wiederholen.
Die Zulassungsbestimmungen für Schiffe wurde 2009 sehr wirksam erhöht. Es ist unverständlich warum ältere Schiffe überhaupt noch fahren dürfen. Der Reederei könnte man Vorsatz anlasten. sie muss alle älteren Schiffe sofort ausser Betreib stellen und neu zulasen.

typisch italiener !

der italiener wird wieder seinem klischee gerecht: ein feiges gross ma ul !

kein wunder das die allierten im 2WK mit den italienischem militär die hellste freude und die deutschen den grössten ärger gehabt haben...

Re: typisch italiener !

das hat mit 'italiener' nichts zu tun. das ist eher etwas typisch mediterranes. ist das gleiche mit türken, griechen, spaniern. zuerst hirnlos protzen, dann geht natürlich was schief, und dann sich feige davonstehlen. keinerlei ehrgefühl, aber dafür ist der südländer umso weniger tolerant wenn jemand seine zweifelhafte ehre in frage stellt.

kapitän + italienische mentalität...

... noch fragen ?

Gast: DerPatriot
17.01.2012 07:04
2

was ist mit der umwelt?

warum wird hier eigentlich immer nur von den vermissten leuten gesprochen?
wen interesieren ein paar leute...........viel schlimmer sind die auswirkungen auf die umwelt, von dem lest man NICHTS!

Antworten Gast: 11er
17.01.2012 13:15
4

Re: was ist mit der umwelt?

Patriot,

was für ein Vollkoffer muss man sein, wenn man sich so etwas schreiben traut??
(das gesagte Wort verlässt vielleicht mal schnell die Lippen - na ja - soll auch nicht sein - Aber sowas zu schreiben!!!!)

UNGLAUBLICH - welche Leute es gibt!!

Re: was ist mit der umwelt?

Wie menschenverachtend muß man sein, um so einen Kommentar zu schreiben.

Re: Re: was ist mit der umwelt?

Das kommt davon wenn keinen sozialen Umgang zu Menschen pflegt..

Gast: Kapitän Larsen
17.01.2012 06:39
8

Wie meinte das Schiff? ...

Schütze Du mich vor dem Land,
dann schütze ich Dich vor dem Meer.

............denn wer sich retten tut,

der hat zum untergang kan mut..........

Hans Hölzl

Re: ............denn wer sich retten tut,

........und wer das glauben tut,
der tut sich selbst nicht gut.

Re: ............denn wer sich retten tut,

diese Floskel war damals schon ein großer Blödsinn

Re: Re: ............denn wer sich retten tut,

IRONIE OFF

Gast: GASTer
17.01.2012 02:21
1

ALLMÄCHTIGE GÖTTER

immer wieder wir bestätigt, der viel reist weiß es noch besser: diese masslose arroganz von piloten und kapitänen großer schiffe stinkt zum himmel. alle eine nase als würden sie schon den himmel streifen, wenn es draufan kommt bauen sie kacke, denken sie sind die besten der allerbesten wichtigtuer und merken oft gar nicht, dass sie in ihrer extrem übertriebenen arroganz die dümmsten kleine fehler machen, welche niemals jemand machen würde, wenn er halbwegs im boden der realität bleiben würde.

wer sich mayday ansieht, wir wissen, dass die meinsten unfälle einfach aufgrund maßloser dummheit arroganter piloten passiert.

leider können auch immer weniger piloten und kapitäne RICHTIG mit ihren großen gefährten umgehen - weil alles automatisch geht, und müssen sie bei gefahren entscheidungen treffen, fehlt ihnen die routine.

auch ein gerücht bestätigt sich wieder einmal mehr (denn DIESER unfall wird ja kein zufall gewesen sein): piloton und kapitäne machen während ihrer arbeite lieber mit frauen herum, prahlen wie toll sie nichgt sind, und nebenbei passierts dann ...

Re: ALLMÄCHTIGE GÖTTER

Jaja, alles automatisch. Von Seefahrt haben Sie aber nicht viel Ahnung.
Und ihre blöde Schubladisiererei alle Kommandanten von Luft- und Wasserfahrzeugen in eine Schublade zu stecken ist Stammtischgerede. Aber bitte, wenn sie sich dann selber besser fühlen...

Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 00:21
2

Arbeiter aus Philipinien sind

* immer angepasst
* kennen keine Gerkschaft
* arbeiten zigtausende Kilometer von der Heimat
* kennen keinen Urlaub
* arbeiten auch wenn sie krank sind
* schicken das ganze Geld in die Heimat
* was kostet ein Haus in Philipinien?
* können kaum Englisch
* auch nicht Italienisch
* Deutsch schon gar nicht

sie sind hochprofital und gern gesehen bei so einer Reederei. Ja alle haben den Basiskurs.

Antworten Gast: mulcahy
17.01.2012 08:23
5

Re: Arbeiter aus Philipinien sind

hoffentlich kommen sie nie in ein krankenhaus, denn auch dort sind sie von philippinenpflegepersonal umgeben.

ich habe sie als hervorragend ausgebildete, freundliche, kooperative kollegen kennengelernt.

arbeiten sie an ihren vorurteilen.

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 09:14
0

Re: Re: Arbeiter aus Philipinien sind

Die Vorurteile liegen nur bei Ihnen. Nur weil Sie irgendwo eine Philipinische Freundin haben, bedeutet das noch lange nicht, dass die Reederei nicht Profitgier auf Kosten von Menschenleben kultiviert.

Die Handyvideos beweisen, dass die Rettung versagt hat. Dieser Vorwurf wurde in den italienischen Medien von Opfern erhoben.

Gast: Rating Agent 007
16.01.2012 22:35
3

Der Bürgermeister der Insel

hat das Unglück vermutlich ausgelöst. Dort ermuntert er in einem Brief die Reederei, das Schiff möglichst nahe am Felsen vorbeizusteuern. Möglicherweise versucht er auf diese Weise Arbeitsplätze zu sichern. Faktum ist, dass die Reederei durch diesen Brief schwer belastet wird. Zugleich wird sie durch die Aussagen belastet, dass die Arbeiter alle übermüdet waren und dem Oberkellner der Urlaub wegen Personalmangel gestrichen wurde.

Spekulanten gegen Arbeiter. Und ausgerechnet da, wo die Arbeiter ausgebeutet werden, sitzt wieder einmal die linke Schikeria aus Österreich. Zum Schaden der Republik!

Antworten Gast: daswars
17.01.2012 10:00
3

Re: Der Bürgermeister der Insel

Die meisten Informationen hole ich mir bei n.tv, aber angeblich soll sich der Buergermeister bei der Reederei beschwert haben, dass das Schiff oft so nah bei der Insel vorbeikomme. Ein Unglueck war da doch vorprogrammiert.

Fuer die Personalpolitik ist doch einwandfrei die Reederei schuld, und die ist amerikanisch. Was hat da Oesterreich damit zu tun? Die Flagge ist italienisch, also?

Die Leute, die immer Billigstpreis haben wollen, muessen doch wissen, dass die Gelder irgendwo eingespart werden. Und das ist eben dort der Fall, wo "man es nicht sieht"

Und schwarze Schafe gibt es bei allen Berufsgruppen. Gleich den ganzen Berufsstand anzuschwaerzen und von da ein ganzes Volk ist schon starker Tobak und eines logischen Menschen nicht wuerdig.

Antworten Gast: Trollblume
17.01.2012 07:01
2

Re: Der Bürgermeister der Insel

Also aus was allem man Seitehiebe auf irgendwelche Linken ableiten kann, ist echt abenteuerlich. Made my day!

Re: Re: Der Bürgermeister der Insel

sie haben recht ! es gibt mehr als genug echte gründe aus welchen man auf die linken hinhauen kann, da braucht man nix künstlich erfinden ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 10:06
0

Re: Re: Re: Der Bürgermeister der Insel

Es sind Leute, wie der Salzburger Bürgermeister, wegen denen Österreich immer weiter herabgestuft werden soll.
Sie stehen auf der Seite der profitgierigen Spekulanten und verbringen sogar ihren Urlaub dort. Während die Philipinischen Kellner 14 Stunden am Tag arbeiten, champagnisiert man gerne mit dem Kapitän. Klar, dass sie auch Gesetze, die eine Ausbeutung dieser modernen Arbeits-Sklaven zukünftig verhindern soll, unterminieren werden. Damit sinkt dann das Ansehen Österreichs weltweit weiter und unwiederbringlich für Generationen. Vermutlich hat er selbst auch schon auf den Untergang Österreichs Wetten abgeschlossen, weil er die Gewinne daraus dann auch nicht versteuern muss.

Gast: Das BOOOOOOOOT
16.01.2012 22:11
0

Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

Der Pot ist zum Absaufen verdammt.
Herr Kaleun, geben Sie Befehl das sinkende Schiff zu verlassen!

Antworten Gast: GASTo
17.01.2012 02:26
1

Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

zur erklärung für dummköpfe, die gerne meckern, auch wenn sie keine ahnung haben: MODERNE schiffe haben keine verbindung mehr vom dieselmotor zu den schrauben, sondern die dieselmotoren betreiben einen generator und dieser generator liefert strom für die motoren direkt an die schrauben und wird Propellergondel (auch Pod-Antrieb) genannt. diese pods können meist 360 grad gedreht werden für manöver im hafen.

die zeit des schiffsdiesel mit einer dicken stange zur schraube ist schon lange vorbei, herr von und zu peinlicher raunzer ;-)

Antworten Antworten Gast: erhard
17.01.2012 07:05
0

Re: Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

stimmt nicht, bitte genauer erkundigen.

Antworten Gast: xxxx
16.01.2012 23:06
0

Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

Ohne Strom gehen weder Pumpen noch die automatischen Schote.
Ein Pech für alle Sicherheitsmaßnahmen.

Bei immer mehr sinkenden Löhnen

kommt es bei sinkenden Schiffen zu Chaossituationen.

Antworten Gast: eh kloa oida
16.01.2012 21:48
4

Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Dieser Satz könnte von einem (aufstrebenden? Jung-?) Politiker stammen.

Absolut inhaltsleer und schwachsinnig, aber gut formuliert und klingt einfach "nach mehr".

Pressesprecher?

Büroleiter?

oder gar - Mandatar?

der Satz hat für mich eine starke Aussage

Heute wird immer mehr und mehr Lohndumping betrieben.

Security-Mitarbeiter werden nach der Anspruchslosigkeit ausgesucht.

Qualität kostet eben seinen Preis, auch in der Dienstleistung.

Wie meinte Heraklit das noch gleich mit den Perlen?


Re: der Satz hat für mich eine starke Aussage

die leute können auch immer weniger weil die linke pädagogik leistung als qualifikationsmerkmal ablehnt und in den schulen nur noch mitläufertum gelehrt wird.

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
16.01.2012 22:16
0

Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Die Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen sind ja bekannt.
Es war Abend.
Die Mannschaft war übermüdet. Da kann keiner mehr auch nocht "retten".

Antworten Antworten Antworten Gast: genau genommen
16.01.2012 23:03
3

Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

das mag vielleicht stimmen.

Andererseits: was hat der Abend, was hat die Übermüdung mit sinkenden Löhnen zu tun?

und: da kann "keiner mehr retten", aber siehe da: es wurde gerettet. Vielleicht nicht: nur durch die Bestzung. Vielleicht haben auch Passagiere mit angepackt. Und "das Chaos" sprich die Ausnahmesituation war ja durchaus real. Das war kein Nachmittagsspaziergang rund ums Mädchenpensionat.

Trotzdem WURDEN alle gerettet, die nicht tief im Schiff eingeschlossen waren - und auch das hat (ebensowenig wie der Herzinfarkt eines Passagiers) nichts mit sinkenden Löhnen zu tun.

Oder?

Dass die Radfahrer, die Juden, die Iraner, die Kapitalisten, die Hamas, die USA, die AlKaida - kurz: die Anderen - immer an allem schuld sind, ist ja klar. Dass die sinkenden Löhne jetzt auch zu den "Ursachen für Alles" gehören, ist neu ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: daswars
17.01.2012 10:11
1

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Die nur unbedingt noetigste Mannschaft, die billigst beschaeftigt wird, bis ans Ende der Leistungsfaehigkeit getrieben und daher auch kaum ausgebildet ist, hat sehr wohl mit Uebermuedung und der Unfaehigkeit zu tun, sich im Notfall auch nur mit den Fahrgaesten zu verstaendigen.

Auch wird das Organisieren der Evakuierung sehr erschwert, wenn sich der Kapitaen als oberste Instanz abgesetzt hat.

Dass so viele Leute gerettet wurden, grenzt an ein Wunder. Unter den Fahrgaesten befanden sich doch Blinde, alte Menschen, Kinder und Babies.

Und die Experten betonen es immer wieder: von 4000 Menschen unter solchen Bedingungen - da ist es ein Glueck, dass so viele gerettet wurden. Was nicht heisst, dass man den Tod der Getoeteten nicht betrauert.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: part time guest
17.01.2012 09:20
0

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

nichtzu vergessen die linken, die auch immer schuld sind.
man fragt sich welche substanzen die leut frühstücken, die solche postings absetzen.....
übermüdete crew, gefährliche situation ( grußfahrt in ufernähe ) und fertig ist das unglück.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 00:18
2

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Am Anfang war niemand tief im Schiff eingeschlossen. Es waren Stunden Zeit.

Gast: schonwiedereingast
16.01.2012 20:24
1


Re: schlechtes Omen?

dann haben wir jetzt rein rechnerisch noch 6 jahre zeit bis zum 3. weltkrieg. vielleicht macht das den weltuntergang am 21. dezember 2012 ungültig ? wenn ja, dann hätte der jetzt so ausgebuhte kapitän die menschheit gerettet !

Re: schlechtes Omen?

25 Jahre später als der erste der 2. Weltkrieg

100 Jähre später das nächste Jahrhundert

also aufpassen (was geschrieben wird)

Re: Re: schlechtes Omen?

Solange es von einem "Gast" geschrieben wird können Sie's ohnehin vergessen ;)

Re: Re: Re: schlechtes Omen?


So betrachtet gebe ich Ihnen völlig recht.
Das Versteckenspielen macht den Kindern Freude.
Bei kindlichen Erwachsenen hingegen fehlt es an Mut, sich zu den eigenen Ansichten zu bekennen.

Vielleicht nur ein Ausrede der Reederei


Es soll nicht das erste Mal gewesen sein, dass ein Schiff dieser Reederei so nahe an der Insel vorbeifuhr. War schon fast Bestandteil der Route in diesem Streckenabschnitt.

Wenn sich herausstellen sollte, dass die Reederei dies schon öfters geduldet hat, dann kann das teuer werden; sehr teuer sogar.

Antworten Gast: Ahab
16.01.2012 22:04
1

Re: Vielleicht nur ein Ausrede der Reederei

Wieso "Ausrede" ? Das Unglück hat der Kapitän zu verantworten und nur er.

Aber die Frage, wie ein Unternehmen auf Pflichtverletzungen ihrer Angestellten reagieren soll, ist eine relevante:

- beim geringsten Verstoss drakonisch strafen ? Also: fristlose Entlassung, Berufsverbot - obwohl alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet wurden, der Abstand gepasst hat und (in den früheren Fällen) nichts passiert ist ?

- Verwarnung ? Und dann macht's der Kollege auch und schon ist's eine "Tradition" und das Unternehmen ist wieder dran wenn einer einmal NICHT richtig fährt?

- ignorieren ? die Eigenverantwortung der Mitarbeiter in den Vordergrund stellen und dadurch für Motivation sorgen? Klingt schon echt fahrlässig ...

Wenn alle Unternehmen auf so Vergehen wie Kursabweichung und Ehrenrunde mit Entlassung reagieren sollten, dann wären in kürzester Zeit ALLE arbeitslos.

Womit wir wieder beim Ursprung des Dramas wären: WARUM ist der "kleine Abstecher" DIESMAL so schiefgelaufen ?

Auch ich bin der Meinung, das hätte nicht paaieren dürfen. Aber es IST passiert, und nicht aus Schuld der Reederei. Die hat nur den Schaden.

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