Wiener Hostess: Verhalten vieler Gäste "katastrophal"

17.01.2012 | 09:56 |   (DiePresse.com)

Die 23-jährige Wienerin Marie Bulgarini war eine von 77 Österreichern an Bord der Costa Concordia. Die Crew habe sehr gut zusammengeholfen.

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77 Österreicher waren beim Unglück der "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste an Bord - eine war die 23-jährige Wienerin Marie Bulgarini, die seit November als "International Hostess" auf dem Schiff gearbeitet hat. "Wie sich die Passagiere teilweise verhalten haben, war eine Katastrophe. Anweisungen der Mitarbeiter wurden nicht befolgt", berichtet sie. "Die Crew hat sehr gut zusammengeholfen. Sobald die Anweisung zur Evakuierung kam, wurden die Passagiere sehr schnell evakuiert."

"Ich war gerade im Büro auf Deck 5, als das Schiff eine scharfe Rechtskurve machte und in Schräglage geriet", so die Wienerin. Das komme aber öfters vor, die Reisebegleiterin habe sich nichts dabei gedacht. "Plötzlich hat das ganze Schiff gewackelt und vibriert, die Kästen gingen auf und alles fiel heraus, das Licht begann zu flackern und wir hatten ein Blackout, also Stromausfall." Sie ging sofort hinauf zur Brücke auf Deck 8. "Wie alle anderen 'internationalen Hostessen' habe ich dann die erste Durchsage (in der jeweiligen Muttersprache, Anm.) gemacht." Vorerst war nur die Rede von Problemen mit den Generatoren.

"Auch wir wussten bis zur Evakuierung nicht, was wirklich passiert war. Dass der Riss 70 Meter lang war, war uns nicht bekannt. Wir hörten nur von einem Loch." In Folge machte die Österreicherin noch zwei Durchsagen, um die Passagiere zu beruhigen. "Die vierte Durchsage kam dann direkt vom Kapitän: 'Abandon ship' ('Schiff evakuieren', Anm.)."

"In kürzester Zeit 4000 Menschen evakuiert"

"Ich ging dann sofort hinunter zum vorgeschriebenen Treffpunkt der Crew auf Deck 3", sagte Bulgarini. "Die Passagiere waren in Panik. Für sie ist der Treffpunkt für die Evakuierung auf Deck 4. Viele Passagiere wurden zu diesem Zeitpunkt schon mit den Rettungsbooten evakuiert. Nachdem das Schiff bereits schräg lag, haben wir die restlichen Passagiere vom oberen Deck, auf Deck 3 geleitet, damit sie direkt von dort die Rettungsboote besteigen konnten." Die Kritik der Passagiere an der Crew kann die 23-Jährige nicht nachvollziehen. "Zumindest jene Crewmitglieder, die ich beobachten konnte, haben sehr gut zusammengeholfen. Ich habe selbst gesehen, wie einige Offiziere ins Wasser gesprungen sind, um Passagiere zu retten. Wir konnten innerhalb kürzester Zeit mehr als 4000 Menschen evakuieren."

Außerdem seien alle Schiffsmitarbeiter gut ausgebildet. "Alle Crewmitglieder besitzen ein BST-Zertifikat (Basic Safety Training). Wir müssen regelmäßig Sicherheitstrainings absolvieren, um uns für solche Katastrophen vorzubereiten." Nachsatz: "Mit einem Training kann man so ein Unglück allerdings nicht vergleichen. Es ist natürlich eine komplett andere Situation."

Verhalten vieler Gäste "katastrophal"

Das Verhalten vieler Gäste hat Bulgarini als "katastrophal" in Erinnerung. "Viele haben auch während der Evakuierung ihre Handys hochgehalten und gefilmt und fotografiert, sind uns somit teilweise wirklich im Weg gestanden und haben damit die Räumung des Schiffs behindert. Andere haben sich unseren Anweisungen widersetzt. Egal ob Frauen oder Kinder da waren, manche Touristen haben sich rücksichtslos durch die Menge geboxt, um als erste im Boot zu sein."

Um insgesamt vier Boote hat sich die Wienerin gekümmert, bis alle Passagiere von Deck 3 und 4 gerettet waren. Einmal hat sie selbst als Begleitung in einem Rettungsboot auf die Insel Giglio übergesetzt, ist dann aber zur havarierten "Costa Concordia" zurückgekehrt, um weitere Passagiere, die von der anderen Schiffsseite kamen, einzuweisen. "Die Boote waren knallvoll, teilweise sind die Passagiere auch in der Mitte gestanden. Zum Schluss bin ich selbst schon gut fünf Zentimeter im Wasser gestanden. Die Passagiere konnten direkt vom Deck ins Rettungsboot umsteigen. Das Schiff war bereits so in Schräglage, dass sich alle gegenseitig gehalten haben, um nicht über Bord zu gehen", schilderte die Österreicherin. "Ich war eine der letzten, die das Deck verlassen haben."

"Mit Decken, Essen, Heißgetränken versorgt"

Auf der Insel haben sich auch die Einwohner um die Passagiere gekümmert. "Sie haben Decken und Kleidung gebracht, es war ja sehr kalt", sagte Bulgarini. "Am Pier haben sich dann auch viele Gäste bei den Crew-Mitgliedern bedankt." Samstag früh ging es dann mit Fährschiffen auf das italienische Festland nach Santo Stefano. "Wir mussten vorher allerdings noch die Namen der Passagiere notieren." Auch am Festland kümmerten sich Hilfskräfte und Einheimische um die Gestrandeten. "Sie haben die Passagiere mit Decken, Handtüchern, Jacken, Essen und Heißgetränken versorgt." Bis Samstagmittag war Bulgarini im Dauereinsatz. "Dann wurden wir in ein Hotel gebracht."

Am Sonntag wurde eine Arbeitskollegin von ihren Eltern abgeholt und Bulgarini konnte mit nach Österreich fahren. Erst zu Hause in Wien habe sie zu realisieren begonnen, was passiert war und was sie alles verloren hat. "Ich habe, wie all meine Arbeitskollegen, alles zurücklassen müssen, wir haben uns nur um die Rettung der Passagiere gekümmert."

"Glaube, dass ich zurück aufs Schiff gehe"

Unterdessen erhärteten sich die Vorwürfe gegen den Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino. "Dass der Kapitän als einer der ersten das Schiff verlassen hat, kann ich nicht glauben. Vielleicht ist er so wie ich mit einem Rettungsboot auf die Insel übergeschifft, dann aber wieder auf die 'Costa Concordia' zurückgekehrt, um weiter bei der Evakuierung zu helfen. Ich habe ihn in den Morgenstunden am Pier gesehen, wo alle Rettungsboote ankamen", sagte Bulgarini. "Ich habe den Kapitän als gut organisierten, kompetenten Menschen kennengelernt. Warum wir so nahe an die Insel gefahren sind, weiß ich nicht."

Die 23-Jährige ist selbst erstaunt, wie ruhig sie während des Unglücks geblieben ist. "Vielleicht war das auch deshalb, weil die Insel sichtbar und so nahe war." Nach den schlimmen Ereignissen möchte sie sich erstmal bei ihrer Familie erholen. "Ich glaube aber, dass ich zurück aufs Schiff gehe."

(APA)

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642 Kommentare
Gast: Hermann vom Gipfel
17.01.2012 09:56
5 0

Eine Reederei, die Menschen ausbeutet,

ein Kapitän, der flüchtet und sich versteckt,
eine Versicherung, die nur begrenzt bezahlen will.

Spekulanten in ihrer übelsten Form.

das dünnste Buch der Welt

die italienischen Heldensagen

Gast: betta2804
17.01.2012 09:06
0 0

Vermisster

was ist eigentlich mit dem passiert, der angeblich Klopfzeichen von sich gab - wurde der gerettet?

Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

wie soll das möglich sein ?? sind ein paar gerettete über nacht wieder verschwunden ? oder geht man nun davon aus, dass sich blinde passagiere an bord befanden ?

6 3

Re: Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

Die Passagierlisten wurden anscheinend südländisch geführt. Solange nix passiert, fragt keiner genauer nach und niemand schert sich. Wenn dann was passiert hat man dann halt das perfekte Chaos.

Antworten Gast: betta2804
17.01.2012 09:31
1 1

Re: Die Zahl der Vermissten stieg über Nacht auf 28

In den Nachrichten habens gesagt, das kommt daher, weil die Passagierlisten schlampig geführt wurden

7 0

dieser kapitän ist für den rest seines lebens

gestraft. die geübte, ca. 20-minütige rettungsaktion auf solch einem kreuzfahrtschiff ist eine farce. ich habe dies selbst erlebt. tausende stellen sich missmutig oder kichernd in reih und glied auf die vorgegebene stelle auf dem angegebenen deck auf. die fotografen schwirren um diese tausenden herum. auf meine frage was wir machen sollten, wenn wir alle unvorbereitet im speisesaal sitzen und dann die sirenen losgehen? wo sind dann für tausende die schwimmwesten? wie organisiert man den menschenandrang in den schmalen treppenaufgängen in 10 stockwerken? die antwort war: solch ein schiff ist doch absolut sicher und ich erntete gelächter seitens der crew aber auch von vielen passagieren. "verderben Sie sich doch nicht und den anderen den urlaub. spiel, spaß und schiff ahoi" damals dachte ich mir schon: einmal und nie wieder

Gast: mulcahy
17.01.2012 08:18
5 0

,..

der kaptän, so ein verdammter feigling. das höchste gehalt kassieren wegen größter verantwortung und als erster stiften gehen.

hoffentlich erscheinen ihn alle toten jede nacht sein leben lang.

Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 10:10
1 3

Der Kapitän ist ein Sinnbild der Reederei

Ordentliche Seeleute bommen niemals solche Jobs.
Auch auf allen anderen Kreuzfahrtschiffen bestehen die gleichen Probleme und es kann sich so eine Katastrophe jederzeit wiederholen.
Die Zulassungsbestimmungen für Schiffe wurde 2009 sehr wirksam erhöht. Es ist unverständlich warum ältere Schiffe überhaupt noch fahren dürfen. Der Reederei könnte man Vorsatz anlasten. sie muss alle älteren Schiffe sofort ausser Betreib stellen und neu zulasen.

typisch italiener !

der italiener wird wieder seinem klischee gerecht: ein feiges gross ma ul !

kein wunder das die allierten im 2WK mit den italienischem militär die hellste freude und die deutschen den grössten ärger gehabt haben...

Re: typisch italiener !

das hat mit 'italiener' nichts zu tun. das ist eher etwas typisch mediterranes. ist das gleiche mit türken, griechen, spaniern. zuerst hirnlos protzen, dann geht natürlich was schief, und dann sich feige davonstehlen. keinerlei ehrgefühl, aber dafür ist der südländer umso weniger tolerant wenn jemand seine zweifelhafte ehre in frage stellt.

kapitän + italienische mentalität...

... noch fragen ?

Gast: DerPatriot
17.01.2012 07:04
2 22

was ist mit der umwelt?

warum wird hier eigentlich immer nur von den vermissten leuten gesprochen?
wen interesieren ein paar leute...........viel schlimmer sind die auswirkungen auf die umwelt, von dem lest man NICHTS!

Antworten Gast: 11er
17.01.2012 13:15
4 0

Re: was ist mit der umwelt?

Patriot,

was für ein Vollkoffer muss man sein, wenn man sich so etwas schreiben traut??
(das gesagte Wort verlässt vielleicht mal schnell die Lippen - na ja - soll auch nicht sein - Aber sowas zu schreiben!!!!)

UNGLAUBLICH - welche Leute es gibt!!

Re: was ist mit der umwelt?

Wie menschenverachtend muß man sein, um so einen Kommentar zu schreiben.

2 1

Re: Re: was ist mit der umwelt?

Das kommt davon wenn keinen sozialen Umgang zu Menschen pflegt..

Gast: Kapitän Larsen
17.01.2012 06:39
8 1

Wie meinte das Schiff? ...

Schütze Du mich vor dem Land,
dann schütze ich Dich vor dem Meer.

............denn wer sich retten tut,

der hat zum untergang kan mut..........

Hans Hölzl

1 1

Re: ............denn wer sich retten tut,

........und wer das glauben tut,
der tut sich selbst nicht gut.

2 1

Re: ............denn wer sich retten tut,

diese Floskel war damals schon ein großer Blödsinn

Re: Re: ............denn wer sich retten tut,

IRONIE OFF

Gast: GASTer
17.01.2012 02:21
1 9

ALLMÄCHTIGE GÖTTER

immer wieder wir bestätigt, der viel reist weiß es noch besser: diese masslose arroganz von piloten und kapitänen großer schiffe stinkt zum himmel. alle eine nase als würden sie schon den himmel streifen, wenn es draufan kommt bauen sie kacke, denken sie sind die besten der allerbesten wichtigtuer und merken oft gar nicht, dass sie in ihrer extrem übertriebenen arroganz die dümmsten kleine fehler machen, welche niemals jemand machen würde, wenn er halbwegs im boden der realität bleiben würde.

wer sich mayday ansieht, wir wissen, dass die meinsten unfälle einfach aufgrund maßloser dummheit arroganter piloten passiert.

leider können auch immer weniger piloten und kapitäne RICHTIG mit ihren großen gefährten umgehen - weil alles automatisch geht, und müssen sie bei gefahren entscheidungen treffen, fehlt ihnen die routine.

auch ein gerücht bestätigt sich wieder einmal mehr (denn DIESER unfall wird ja kein zufall gewesen sein): piloton und kapitäne machen während ihrer arbeite lieber mit frauen herum, prahlen wie toll sie nichgt sind, und nebenbei passierts dann ...

Re: ALLMÄCHTIGE GÖTTER

Jaja, alles automatisch. Von Seefahrt haben Sie aber nicht viel Ahnung.
Und ihre blöde Schubladisiererei alle Kommandanten von Luft- und Wasserfahrzeugen in eine Schublade zu stecken ist Stammtischgerede. Aber bitte, wenn sie sich dann selber besser fühlen...

Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 00:21
2 3

Arbeiter aus Philipinien sind

* immer angepasst
* kennen keine Gerkschaft
* arbeiten zigtausende Kilometer von der Heimat
* kennen keinen Urlaub
* arbeiten auch wenn sie krank sind
* schicken das ganze Geld in die Heimat
* was kostet ein Haus in Philipinien?
* können kaum Englisch
* auch nicht Italienisch
* Deutsch schon gar nicht

sie sind hochprofital und gern gesehen bei so einer Reederei. Ja alle haben den Basiskurs.

Antworten Gast: mulcahy
17.01.2012 08:23
5 1

Re: Arbeiter aus Philipinien sind

hoffentlich kommen sie nie in ein krankenhaus, denn auch dort sind sie von philippinenpflegepersonal umgeben.

ich habe sie als hervorragend ausgebildete, freundliche, kooperative kollegen kennengelernt.

arbeiten sie an ihren vorurteilen.

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 09:14
0 4

Re: Re: Arbeiter aus Philipinien sind

Die Vorurteile liegen nur bei Ihnen. Nur weil Sie irgendwo eine Philipinische Freundin haben, bedeutet das noch lange nicht, dass die Reederei nicht Profitgier auf Kosten von Menschenleben kultiviert.

Die Handyvideos beweisen, dass die Rettung versagt hat. Dieser Vorwurf wurde in den italienischen Medien von Opfern erhoben.

Gast: Rating Agent 007
16.01.2012 22:35
3 3

Der Bürgermeister der Insel

hat das Unglück vermutlich ausgelöst. Dort ermuntert er in einem Brief die Reederei, das Schiff möglichst nahe am Felsen vorbeizusteuern. Möglicherweise versucht er auf diese Weise Arbeitsplätze zu sichern. Faktum ist, dass die Reederei durch diesen Brief schwer belastet wird. Zugleich wird sie durch die Aussagen belastet, dass die Arbeiter alle übermüdet waren und dem Oberkellner der Urlaub wegen Personalmangel gestrichen wurde.

Spekulanten gegen Arbeiter. Und ausgerechnet da, wo die Arbeiter ausgebeutet werden, sitzt wieder einmal die linke Schikeria aus Österreich. Zum Schaden der Republik!

Antworten Gast: daswars
17.01.2012 10:00
3 0

Re: Der Bürgermeister der Insel

Die meisten Informationen hole ich mir bei n.tv, aber angeblich soll sich der Buergermeister bei der Reederei beschwert haben, dass das Schiff oft so nah bei der Insel vorbeikomme. Ein Unglueck war da doch vorprogrammiert.

Fuer die Personalpolitik ist doch einwandfrei die Reederei schuld, und die ist amerikanisch. Was hat da Oesterreich damit zu tun? Die Flagge ist italienisch, also?

Die Leute, die immer Billigstpreis haben wollen, muessen doch wissen, dass die Gelder irgendwo eingespart werden. Und das ist eben dort der Fall, wo "man es nicht sieht"

Und schwarze Schafe gibt es bei allen Berufsgruppen. Gleich den ganzen Berufsstand anzuschwaerzen und von da ein ganzes Volk ist schon starker Tobak und eines logischen Menschen nicht wuerdig.

Antworten Gast: Trollblume
17.01.2012 07:01
2 5

Re: Der Bürgermeister der Insel

Also aus was allem man Seitehiebe auf irgendwelche Linken ableiten kann, ist echt abenteuerlich. Made my day!

Re: Re: Der Bürgermeister der Insel

sie haben recht ! es gibt mehr als genug echte gründe aus welchen man auf die linken hinhauen kann, da braucht man nix künstlich erfinden ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 10:06
0 2

Re: Re: Re: Der Bürgermeister der Insel

Es sind Leute, wie der Salzburger Bürgermeister, wegen denen Österreich immer weiter herabgestuft werden soll.
Sie stehen auf der Seite der profitgierigen Spekulanten und verbringen sogar ihren Urlaub dort. Während die Philipinischen Kellner 14 Stunden am Tag arbeiten, champagnisiert man gerne mit dem Kapitän. Klar, dass sie auch Gesetze, die eine Ausbeutung dieser modernen Arbeits-Sklaven zukünftig verhindern soll, unterminieren werden. Damit sinkt dann das Ansehen Österreichs weltweit weiter und unwiederbringlich für Generationen. Vermutlich hat er selbst auch schon auf den Untergang Österreichs Wetten abgeschlossen, weil er die Gewinne daraus dann auch nicht versteuern muss.

Gast: Das BOOOOOOOOT
16.01.2012 22:11
0 0

Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

Der Pot ist zum Absaufen verdammt.
Herr Kaleun, geben Sie Befehl das sinkende Schiff zu verlassen!

Antworten Gast: GASTo
17.01.2012 02:26
1 0

Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

zur erklärung für dummköpfe, die gerne meckern, auch wenn sie keine ahnung haben: MODERNE schiffe haben keine verbindung mehr vom dieselmotor zu den schrauben, sondern die dieselmotoren betreiben einen generator und dieser generator liefert strom für die motoren direkt an die schrauben und wird Propellergondel (auch Pod-Antrieb) genannt. diese pods können meist 360 grad gedreht werden für manöver im hafen.

die zeit des schiffsdiesel mit einer dicken stange zur schraube ist schon lange vorbei, herr von und zu peinlicher raunzer ;-)

Antworten Antworten Gast: erhard
17.01.2012 07:05
0 0

Re: Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

stimmt nicht, bitte genauer erkundigen.

Antworten Gast: xxxx
16.01.2012 23:06
0 0

Re: Herr Kalein! Herr Kaleun! Der Schiffsdiesel ist ausgefallen! Jetzt gehen die elektrischen Schotten nicht zu!

Ohne Strom gehen weder Pumpen noch die automatischen Schote.
Ein Pech für alle Sicherheitsmaßnahmen.

Bei immer mehr sinkenden Löhnen

kommt es bei sinkenden Schiffen zu Chaossituationen.

Antworten Gast: eh kloa oida
16.01.2012 21:48
4 0

Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Dieser Satz könnte von einem (aufstrebenden? Jung-?) Politiker stammen.

Absolut inhaltsleer und schwachsinnig, aber gut formuliert und klingt einfach "nach mehr".

Pressesprecher?

Büroleiter?

oder gar - Mandatar?

der Satz hat für mich eine starke Aussage

Heute wird immer mehr und mehr Lohndumping betrieben.

Security-Mitarbeiter werden nach der Anspruchslosigkeit ausgesucht.

Qualität kostet eben seinen Preis, auch in der Dienstleistung.

Wie meinte Heraklit das noch gleich mit den Perlen?


Re: der Satz hat für mich eine starke Aussage

die leute können auch immer weniger weil die linke pädagogik leistung als qualifikationsmerkmal ablehnt und in den schulen nur noch mitläufertum gelehrt wird.

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
16.01.2012 22:16
0 1

Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Die Arbeitsbedingungen auf Kreuzfahrtschiffen sind ja bekannt.
Es war Abend.
Die Mannschaft war übermüdet. Da kann keiner mehr auch nocht "retten".

Antworten Antworten Antworten Gast: genau genommen
16.01.2012 23:03
3 0

Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

das mag vielleicht stimmen.

Andererseits: was hat der Abend, was hat die Übermüdung mit sinkenden Löhnen zu tun?

und: da kann "keiner mehr retten", aber siehe da: es wurde gerettet. Vielleicht nicht: nur durch die Bestzung. Vielleicht haben auch Passagiere mit angepackt. Und "das Chaos" sprich die Ausnahmesituation war ja durchaus real. Das war kein Nachmittagsspaziergang rund ums Mädchenpensionat.

Trotzdem WURDEN alle gerettet, die nicht tief im Schiff eingeschlossen waren - und auch das hat (ebensowenig wie der Herzinfarkt eines Passagiers) nichts mit sinkenden Löhnen zu tun.

Oder?

Dass die Radfahrer, die Juden, die Iraner, die Kapitalisten, die Hamas, die USA, die AlKaida - kurz: die Anderen - immer an allem schuld sind, ist ja klar. Dass die sinkenden Löhne jetzt auch zu den "Ursachen für Alles" gehören, ist neu ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: daswars
17.01.2012 10:11
1 0

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Die nur unbedingt noetigste Mannschaft, die billigst beschaeftigt wird, bis ans Ende der Leistungsfaehigkeit getrieben und daher auch kaum ausgebildet ist, hat sehr wohl mit Uebermuedung und der Unfaehigkeit zu tun, sich im Notfall auch nur mit den Fahrgaesten zu verstaendigen.

Auch wird das Organisieren der Evakuierung sehr erschwert, wenn sich der Kapitaen als oberste Instanz abgesetzt hat.

Dass so viele Leute gerettet wurden, grenzt an ein Wunder. Unter den Fahrgaesten befanden sich doch Blinde, alte Menschen, Kinder und Babies.

Und die Experten betonen es immer wieder: von 4000 Menschen unter solchen Bedingungen - da ist es ein Glueck, dass so viele gerettet wurden. Was nicht heisst, dass man den Tod der Getoeteten nicht betrauert.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: part time guest
17.01.2012 09:20
0 0

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

nichtzu vergessen die linken, die auch immer schuld sind.
man fragt sich welche substanzen die leut frühstücken, die solche postings absetzen.....
übermüdete crew, gefährliche situation ( grußfahrt in ufernähe ) und fertig ist das unglück.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
17.01.2012 00:18
2 0

Re: Re: Re: Re: Bei immer mehr sinkenden Löhnen

Am Anfang war niemand tief im Schiff eingeschlossen. Es waren Stunden Zeit.

Gast: schonwiedereingast
16.01.2012 20:24
1 6


Re: schlechtes Omen?

dann haben wir jetzt rein rechnerisch noch 6 jahre zeit bis zum 3. weltkrieg. vielleicht macht das den weltuntergang am 21. dezember 2012 ungültig ? wenn ja, dann hätte der jetzt so ausgebuhte kapitän die menschheit gerettet !

Re: schlechtes Omen?

25 Jahre später als der erste der 2. Weltkrieg

100 Jähre später das nächste Jahrhundert

also aufpassen (was geschrieben wird)

Re: Re: schlechtes Omen?

Solange es von einem "Gast" geschrieben wird können Sie's ohnehin vergessen ;)

Re: Re: Re: schlechtes Omen?


So betrachtet gebe ich Ihnen völlig recht.
Das Versteckenspielen macht den Kindern Freude.
Bei kindlichen Erwachsenen hingegen fehlt es an Mut, sich zu den eigenen Ansichten zu bekennen.

0 0

Vielleicht nur ein Ausrede der Reederei


Es soll nicht das erste Mal gewesen sein, dass ein Schiff dieser Reederei so nahe an der Insel vorbeifuhr. War schon fast Bestandteil der Route in diesem Streckenabschnitt.

Wenn sich herausstellen sollte, dass die Reederei dies schon öfters geduldet hat, dann kann das teuer werden; sehr teuer sogar.

Antworten Gast: Ahab
16.01.2012 22:04
1 0

Re: Vielleicht nur ein Ausrede der Reederei

Wieso "Ausrede" ? Das Unglück hat der Kapitän zu verantworten und nur er.

Aber die Frage, wie ein Unternehmen auf Pflichtverletzungen ihrer Angestellten reagieren soll, ist eine relevante:

- beim geringsten Verstoss drakonisch strafen ? Also: fristlose Entlassung, Berufsverbot - obwohl alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet wurden, der Abstand gepasst hat und (in den früheren Fällen) nichts passiert ist ?

- Verwarnung ? Und dann macht's der Kollege auch und schon ist's eine "Tradition" und das Unternehmen ist wieder dran wenn einer einmal NICHT richtig fährt?

- ignorieren ? die Eigenverantwortung der Mitarbeiter in den Vordergrund stellen und dadurch für Motivation sorgen? Klingt schon echt fahrlässig ...

Wenn alle Unternehmen auf so Vergehen wie Kursabweichung und Ehrenrunde mit Entlassung reagieren sollten, dann wären in kürzester Zeit ALLE arbeitslos.

Womit wir wieder beim Ursprung des Dramas wären: WARUM ist der "kleine Abstecher" DIESMAL so schiefgelaufen ?

Auch ich bin der Meinung, das hätte nicht paaieren dürfen. Aber es IST passiert, und nicht aus Schuld der Reederei. Die hat nur den Schaden.

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