Ermittler suchen Begleiterin des "Concordia"-Kapitäns

19.01.2012 | 15:27 |   (DiePresse.com)

In der Nacht des Unglücks soll sich eine 25-Jährige mit dem Kapitän auf der Kommandobrücke befunden haben. Die Moldawierin stand aber nicht auf der Liste der Passagiere.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Nach offiziellen Angaben werden immer noch 22 Menschen nach der Havarie der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste vermisst. Die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto wollen nun überprüfen, ob sich auch blinde Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes befanden. Dies würde die Verwirrung über die Zahl der Vermissten erklären. Nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" sei es für das Personal von Kreuzfahrten nicht unüblich, dass Kapitän und Offiziere diskret Freunde oder Verwandte auf ihr Schiff einladen, ohne dass diese offiziell registriert seien.

Ermittler wollen nach Angaben italienischer Medien vor allem eine 25-jährige Moldawierin befragen, die sich in der Nacht des Unglücks mit Kapitän Francesco Schettino auf der Kommandobrücke befand, jedoch nicht in die Liste der Passagiere eingetragen war. Der Kapitän selber hatte vor Ermittlern berichtet, dass sich die Frau auf der Kommandobrücke befand. Sie wurde am Abend des Unglücks in Begleitung des Kapitäns gesehen. In einem Interview mit einem moldawischen TV-Kanal verteidigte die 25-Jährige den Kapitän. "Er hat über 3000 Personen das Leben gerettet. Er hat eine außerordentliche Arbeit geleistet, das denkt die ganze Besatzung", sagte sie.

Mehr zum Thema:

Vorwürfe gegen Reederei

Auch die Reederei geriet ins Visier der Ermittler. Die mit den Ermittlungen beauftragten Staatsanwälte wollen herausfinden, warum die Kreuzfahrtgesellschaft Schettino nicht sofort gedrängt hat, den Notstand an Bord auszurufen und 68 Minuten lang mit dem Beginn der Evakuierung des Schiffes zugewartet hat. Die Staatsanwälte wollen klären, ob die Reederei durch unzulängliche Informationen des Kapitäns über die realen Zustände an Bord irregeführt wurde oder ob sie in einer ersten Phase versucht habe, das Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen. So sei die Evakuierung verspätet begonnen worden, was mehrere Menschen das Leben gekostet hat, vermuten die Ankläger.

Unterwasser: Taucher im Wrack der ''Costa Concordia''

Alle 25 Bilder der Galerie »

Etwa einen Tag war die Suche nach Überlebenden unterbrochen, am Donnerstag in der Früh konnte sie wieder aufgenommen werden. Messungen zufolge habe sich das Kreuzfahrtschiff am Mittwoch bewegt, es drohte abzurutschen. Die Stabilität des Schiffes wurde geprüft, um das Leben der Taucher nicht zu gefährden. Die Lage sei jetzt sicher genug, um die Suche wieder aufzunehmen, betonten nun die Rettungsmannschaften.

Mit Sprengkörpern wollen sich die Tauchermannschaften Zugang zu jenen Teilen des Wracks verschaffen, zu denen sie noch nicht vorgedrungen sind. Die Behörden befürchten jedoch, dass eine aufkommende Schlechtwetterfront die Situation wieder verschärfen könnte.

Kapitän gibt schwere Fehler zu

Schettino ist derzeit die zentrale Figur des Schiffsunglücks. Der 52-Jährige wurde unter Hausarrest gestellt. Nach Angaben der italienischen Justizbehörde habe der Kapitän zugegeben, schwere Fehler gemacht zu haben.

So gab der 52-Jährige an, dass er vor der Insel Giglio ein Manöver namens "Die Verneigung" vollführen wollte, bei dem das Schiff mit voller Beleuchtung und Sirenen die Küstenbewohner grüßt. Er habe sich aber zu sehr der Insel genähert, das Schiff sei gegen einen Felsen gefahren.

Kapitän: "Opfer meiner Gedanken"

"Das Manöver war schon beim Start in Civitavecchia beschlossen worden, doch ich habe einen Fehler gemacht. Ich kenne die Strecke gut und ich hatte das Manöver schon drei- oder viermal vollführt. Diesmal bin ich in zu seichtes Wasser geraten. Ich weiß nicht, warum das passiert ist. Ich war Opfer meiner Gedanken", sagte Schettino den Ermittlern bei der Anhörung.

Der Kapitän habe das Kreuzfahrtschiff "extrem ungeschickt" zu nahe an die Insel herangeführt, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Zudem habe Schettino das Schiff lange vor dem Ende der Evakuierungsaktion verlassen. Damit habe er die Passagiere sich selbst überlassen.

Costa Concordia: Einsatz am Schiffswrack

Alle 39 Bilder der Galerie »

Kapitän bestreitet Flucht

Schettino bestritt jedoch eine Flucht. "Die Passagiere drängten sich am Deck, um auf die Rettungsboote zu kommen. Ich hatte nicht einmal eine Schwimmweste an, weil ich sie einem Passagier gegeben hatte. Ich versuchte, die Passagiere in die Schaluppen zu bringen. Doch plötzlich hat sich das Schiff um 70 Grad geneigt, ich bin ausgerutscht und in eine Schaluppe gestürzt", rechtfertigte sich Schettino. Wegen der starken Neigung, konnte er dann nicht mehr in die "Costa Concordia" zurückkehren. Er habe jedoch die Evakuierungsaktion unweit des Schiffes koordiniert.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

642 Kommentare
2 1

Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

In diesem Falle ist es besser, Sie lassen das Schreiben !

Re: Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem/Vergil

Wenn mir ein derartiger Kapazunder das befiehlt - na dann!

Antworten Gast: Hammurabi
19.01.2012 11:42
0 1

Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Geld wird die Reederei eh nicht sehen. Die Versicherungen zahlen bei grober Fahrlässigkeit normalerweise nicht. Wenn der Kapitän gegen die Felsen steuert, kann man ja auch nicht mehr nur von Pech reden. Aber Carnival hat genug Gewinn gemacht und es trifft keinen Armen.

Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Herzlichen Dank an "xxxx" und "Rating Agent 007"! Das Böse ist doch tatsächlich immer und überall! Und das weiß offensichtlich nicht nur die EAV. ;o))

Antworten Gast: xxxx
19.01.2012 10:23
0 1

Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Wenn Sie etwas mit Billigsttickets über Diskontvertrieb betreiben müssen, dann sind doch die Mios aus der Neuwertversicherung allemal besser als jedes Jahr dutzende Mios in das Schiffernakel zur Defizitabdeckung zu stecken.
Oder glauben Sie man wartet 50 Jahre und zahlt bis dorthin fleissig jedes Jahr die vielen Mios in das Fass ohne Boden.

2 1

Re: Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass die Costa Concordia defizitär war?

Ich denke jedenfalls, dass die ganzen Schiffsgesellschaften solche großen Kreuzfahrtsschiffe schon bauen lassen, weil sie damit Gewinn machen und nicht weil sie eh nur auf eine günstige Gelegenheit zur Versenkung und Versicherungsprellung warten. Weiters berücksichtigt diese Theorie überhaupt nicht den Imageverlust für den Betreiber, denn Kreuzfahrten mit der Costa-Gesellschaft werden in nächster Zeit wohl nicht sehr gefragt sein.
Weiters müsste man da dem Kapitän schon fette Summen gezahlt haben, damit er das Schiff auf ein Riff lenkt, den Sündenbock abgiebt und nun als Buhmann, Feigling und Tr*ttel der Nation dasteht.

Wie man also sieht hat diese Theorie weder Hand noch Fuß und platzt wie eine Seifenblase sobald man sie näher hinterfragt.

Antworten Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
19.01.2012 11:57
0 3

Re: Re: Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Die Costa Concordia veruracht Kosten ganz unabhängig von der Belegung duch die Passagiere. Wenn man Glück hat kommt hoher Gewinn, normalerweise bilanziert man fast ausgelichen und muss das Personal treten wie die Sklaven im alten Rom, Abkürzungen fahren damit doch noch was übrig bleibt, wenn man Pech hat ist gerade eine Finanzkrise, Weltwirtschaftskrise.

Kreuzfahrten sind Mega-Out. Nur mehr Politiker wie der Salzburger Bürgermeister oder Postbeamte udgl. haben das vielleicht noch nicht mitbekommen.

Daher das Fass ohne Boden.

Antworten Gast: Rating Agent 007
19.01.2012 10:11
0 0

Re: Versicherungsbetrug? Man helfe mir vom Pferde - oder auf die Sprünge, je nachdem

Ein nahezu neues Schiff eignet sich besonders gut, muss doch der ganze Neupreis erstattet werden. 2009 wurden die Sicherheitsbestimmungen solcher Schiffe radikal verbessert. Die Costa Concordia würde heute nicht mehr zugelassen werden.

Gast: Rating Agent 007
19.01.2012 09:54
0 1

Die Costa Concordia ist zum Symbol für die Finanzkrise geworden

Die Reederei, die Offiziere und der Kapitän, die nur den Profit maximieren und unter Verdacht des Versicherungsbetrugs stehen.
Die Unterschicht, Arbeits-Sklaven, ganz ohne Rechte und Bezahlung.
Dazwischen die Spekulanten (Passagiere), die immer und überall nur ihren eigenen Vorteil suchen und bei Glegenheit auch noch Teile des Schiffs als Souvenir mitgehen lassen, so wie der Salzburger Bürgermeister.

Gast: i bins da hubert!
19.01.2012 08:53
2 0

billiglöhne

auch ein interessanter Aspekt:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-01/costa-concordia-besatzung-arbeit

lesenswert, wie immer, auch die kommentare

Antworten Gast: denker!!!
19.01.2012 10:11
2 1

Re: billiglöhne

hab kein Problem wenn die Löhne auf den Kreuzfahrtschiffen steigen - dann werden die Preise der Passagen erhöht und es ist weniger Pöbel an Board.


Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
19.01.2012 09:48
0 0

Aus Sicherheitsgründen

müßte der Costa die Lizenz entzogen werden. Alle Schiffe müssten auf aktuelle sicherheitsbestimmungen geprüft werden, alle Verträge mit der Mannschaft müssten ebenfalls überprüft werden.
Die Costa muss sich um eine Lizenz neu bewerben. Das ist überall in der Welt so.

Re: Aus Sicherheitsgründen/Hermann vom Gipfel

Sie schreiben "...Schiffe MÜSSTEN, ...Verträge...MÜSSTEN, Costa MUSS sich" und weiter "Das ist überall in der Welt so". Sie wissen es nicht, gell? Wenn etwas tatsächlich so IST, dann gibt's keine "MÜSSTE(N)", dann IST es eben so. Alles andere sind bloß IHRE Vermutungen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
19.01.2012 12:28
0 1

Re: Re: Aus Sicherheitsgründen/Hermann vom Gipfel

Die Sicherheitsbestimmungen SIND 2009 wesentlich verschärft worden. Es ist wirklich fraglich warum dann bei der Costa Concordia nicht nachgerüstet wurde.
Nachdem es nun sogar zu einem Unfall gekommen IST, MÜSSTE die Zulassung neu beurteilt werden. Das ist allerdings die Aufgabe der Behörden.

Auch die Mannschaft IST ein wesentlicher Sicherheitsfaktor, die Verträge MÜSSTEN überprüft werden. Auch das IST wiederum die Aufgabe der Behörden.

Hmmm...

....der Kapitän gibt also einen Fehler zu. Und alle anderen mitverantwortlichen wollen nichts bemerkt haben?? Wie pervers ist das denn?

Gast: Hermann vom Gipfel
19.01.2012 07:24
0 3

Endlich eine gute Nachricht für die Reederei. Das bringt 500 Mio!

Und eine Diskussion ob die Toskana im Meer noch immer als Naturschutzgebiet gelten soll? Eine Ölpest wäre da hilfreich die Schifffahrtsroute deutlich abzukürzen.

Gast: Rating Agent 007
18.01.2012 23:24
2 7

Ich bin überzeugt davon, dass es sich

um einen gewaltigen Versicherungsbetrug handelt. Nahzeu alles spricht dafür.

Die Schuld liegt demnach bei der Reederei. Da nützen auch Geständnisse beteiliger Kapitäne nichts. Er ist vermutlich ein Opfer, so wie die vielen Angestellten, Arbeitssklaven auch.

Es war hübsch konstruiert, Tote waren vermutlich nichtgeplant, waren aber ohnedies egal (Wieviele? Fragt der Kapitän läppisch).

Sie decken sich gegenseitig. Der Bürgermeister, der Kapitän, die Reederei. Jeder kann die Schuld auf den anderen schieben (die Reederei z.B. auf den Bürgermeister). Der facebookeintrag nimmt schon vor der Tat eine wichtige Frage vorweg. Den Urlaub des Oberkellners. Niemand schreibt sowas in facebook, wenn nicht zu einem bestimmten Zweck.

Alle hoffen sie nun auf eine Ölpest. Dann wäre vielleicht endlich die Abkürzung des Naturschutzgebiets endlich eine offizielle Seefahrtsroute. Das spart Treibstoff und erhöht den Profit weiter. Schon am Montag hätte der Sturm das Schiff in den Abgrund treiben sollen. Nun hofft man auf morgen oder auf übermorgen und beeilt sich über die Presse die grosse Gefahr lautstark zu verkünden.

Alle beteiligten Personen kannten bzw. kennen die Zukunft genau. Sie müssen also über hellseherische Fähigkeiten verfügen oder haben sich abgesprochen?

Gast: Rating Agent 007
18.01.2012 22:18
0 3

Der Kapitän wollte Treibstoff sparen

und ist so eine Abkürzung gefahren. Vom eingesparten Sprit bekommt er Provision. Die Schiffahrtslinie ist nach der Marinekarte weit westlich der Insel und führt zwischen Elba und Korsika hindurch. Bis zum nächsten Stopp ist das ein Bogen, daher die verbotene Abkürzung durch das Naturschutzgebiet. Sicherlich steckt die Reederei dahinter.

Gast: Ahab
18.01.2012 20:01
0 0

Alles Lüge und Vernebelung

Weder der Ansteuerungskurs noch die Geschwindigkeit während des Unfalls passen zu der Version mit der "Verbeugung".

Und schon gar nicht die Behauptung, alles wäre längst geplant gewesen.

Was GAR NICHT zusammenpasst:

- warum ist der Kapitän bei einem GEPLANTEN Manöver ALLEIN auf der Brücke? KEIN EINZIGER weiterer Offizier.

- warum diese haarsträubende Unprofessionalität ? Ein Kapitän mit Jahrzehnten Praxis, der plötzlich nicht mehr weiss, wie weit er vom Land weg ist? Ein Kapitän, der täglich (mehrere) Anlegemanöver fährt und daran scheitert, in "gefährliche" Ufernähe zu fahren?

aber am schwersten zu erklären:

der ANSTEUERUNGSKURS: bis um ca. 21:25 fährt das Schiff einen Bilderbuchkurs wie aus dem Lehrbuch - um die südöstlich vorgelagerte Insel herum und mitten in der Fahrrinne. Aber dann nimmt das Schiff weder Kurs auf Porto Giglio (was mit der Verbeugung konsistent wäre) - noch schwenkt es auf Nordwestkurs, der für eine einfache Vorbeifahrt an der Insel korrekt wäre.

Nein, das Schiff behält einfach seinen Kurs bei und steuert kerzengerade auf den unbewohnten südlichen Teil der Insel zu. Erst sehr spät dreht das Schiff nach Norden, ist aber schon sehr nahe an Land.

Die Geschwindigkeit beim Aufprall war 15 Knoten, normale Marschfahrt. Würde jemand mit dem Auto, der in zwei, drei Autolängen stehenbleiben will, um sich zu "verneigen", weiterhin mit 100 km/h dahindonnern? Die Unfallstelle ist 2-3 Schiffslängen vom Hafen entfernt ! Und ein Schiff hat keine Scheibenbremse.

0 0

Re: Alles Lüge und Vernebelung

http://marinetraffic.com/ais/de/default.aspx?zoom=9&oldmmsi=247158500&olddate=1/13/2012%209:02:00%20PM

unter diesem link sieht man den kurs bis 12:02 ... das von ihnen beschriebene verhalten kann ich daran nicht erkennen. ich sehe auch die fahrtrinne nicht ...

meinten sie die daten von marinetraffic.com oder haben sie dazu noch einen anderen zugang?

0 0

Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

Also, auf meiner Seekarte von der Gegend ist dort, wo der Kurs nach Norden schwenkt, kein Felsen eingezeichnet. Außerdem hätte er demnach eine Entferung von gut 5 Kabellängen zum Ufer eingehalten, was den allgemeinen Angaben in den Medien widerspricht, allerdings auf den zeitlichen Abstand zwischen zwei AIS Meldungen zurückzuführen sein kann.

Antworten Antworten Gast: Ahab
18.01.2012 23:31
1 0

Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung


Die 15 kn sind aus Corriere della Sera, Atikel "Così ha abbandonato 300 persone
Sulla nave anche disabili e bimbi". Dort wird die Anklage zitiert:

"di aver «agito con imprudenza, negligenza e imperizia superando la velocità di 15 nodi ancorché in prossimità di ostacoli, in modo da non poter agire in maniera appropriata ed efficace per evitare abbordaggi e per arrestare il natante entro la distanza adeguata alle circostanze e alle condizioni del momento e di aver in questo modo cagionato il naufragio»"

... indem er 15 kn überschritt obwohl Hindernisse in der Nähe ..."

Weitere Daten neben marinetraffic habe ich nur auf graphischen darstellungen gefunden:

die Karte bei GemiTracks und eine Animation auf youtube: youtube.com/watch?v=aw4pVWYeplU

Die Daten auf marinetraffic haben leider ein Loch genau ab der interssanten Zeit ab 21:36 (20:36 GMT) - danach erst wieder an der Stelle wo das Wrack liegt.

Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
18.01.2012 21:15
0 0

Re: Alles Lüge und Vernebelung

Vieles bleibt komisch:

1. Der Bürgermeister der Insel Giglio, der eiftrig davon erzählt, dass er die Reederei gebeten hat möglichst nahe an seiner Stadt vorbeizufahren. Wen will er damit decken? Der Inhalt diess Schreibens erscheint auch angesichts südländischer Mentalität konstruiert.

2. Der Facebook Eintrag mit dem seltsamen Hinweis auf den Urlaub des Oberkellners. Dieser erschien in Medien erst, als in einem Interview zuvor davon die Rede war, dass dem Oberkellner jeglicher Urlaub systematische von der Reederei (dem Kapitän) gestrichen wurde.

3. Ein Salzburger Bürgermeister, der eine Schwimmweste als Souvenir mitgehen lässt (stieht?), während sie allen anderen abgenommen wurde. Möglicherweise wurde er sehr früh gerettet und stieg sofort in seinen Dienstwagen?

4. Die Angabe von Personen von Giglio, die sofort angegeben haben, dass der Kapitän lügt (behauptet wurde, dass der Felsen in den Seekarten eingezeichnet ist, obwohl gar nicht bekannt war, welcher Felsen da überhaupt mitgerissen wurde...)

5. Ist überhaupt heute schon bekannt, welcher Felsen das konkret war? Nachdem er abgerissen wurde, müssten ja auch am Untergrund frische Spuren sichtbar sein? Diese Stelle könnte genau vermessen werden und mit der GPS Aufzeichnung verglichen werden.

6. Die Angaben des Kapitäns zu Position und technischen Defekten. Vermutlich hat er an die unedliche Genauigkeit von Höhenlinien geglaubt. Oder hat die Software die aktuelle Tiefe aus den Seekarten interpoliert?

Antworten Antworten Gast: Ahab
19.01.2012 00:07
0 0

Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

Der Felsen ist eindeutig identifiziert.

Heute in Corriere Adriatico:
... und auf dem gut sichtbar die Spuren des roten Lacks der Costa Concordia ....

"Lo scoglio. Quanto allo scoglio speronato, che sarebbe già stato individuato e su cui sarebbero ben visibili i segni della vernice rossa dello scafo della Costa Concordia, la scatola nera confermerebbe la ricostruzione della procura. Sarebbe stato proprio Schettino a portare la sua nave da crociera verso la collisione e il naufragio. "


0 0

Re: Alles Lüge und Vernebelung

auf marinetraffic kann ich ihre kursangaben nicht nachvollziehen ... woher haben sie diese daten?

Antworten Antworten Gast: Ahab
18.01.2012 21:43
0 0

Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

Die AIS Daten auf marinetraffic
(marinetraffic.com/ais/de/default.aspx?zoom=9&oldmmsi=247158500&olddate=1/13/2012%209:02:00%20PM)

zeigen eine (angenommene) gerade Linie zwischen zwei weit auseinander liegenden Zeitpunkten und lassen die kritische Zeitspanne zwischen 2037 und dem Aufprall vermissen, zeigen aber vorher den geraden Kurs auf die Insel (Fortsetzung des ca. 276 Kurses).

Daten für die Zwischenzeit habe ich auf Gemi Trafiks gefunden
(facebook.com/photo.php?fbid=282781358446472)

(via landkartenindex punkt blogspot.com/2012/01/neue-daten-zeigen-die-exakte.html)

Die Info mit den 15kn Fahrt stammt aus einer Zeitung, leider hab ich die letzten Tage so viele Zeitungsmeldungen gelesen dass ich den link nicht mehr finde.

0 0

Re: Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

aja, hier sieht man das gut ...
http://landkartenindex.blogspot.com/2012/01/neue-daten-zeigen-die-exakte.html

er ist also doch ganz einfach und ganz gerade ueber die 10m linie gefahren ... mit 8.5m tiefgang ist das halt schon anstaendig jenseits ... danke fuer die info ...

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ahab
19.01.2012 00:22
0 0

Re: Re: Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

eindeutig (da die Kollision dort stattgefunden hat, wie von der Hafenpolizei festgestellt wurde) - ja.

unglaublich.

Trotzdem bleibt für mich unklar, warum die Kursänderung nach Norden so spät war (kurz was anderes gemacht und die Zeit übersehen ?), und er dann nicht nach NE korrigiert hat um wieder von der Küste wegzukommen, sondern dem ursprünglichen Plan (was immer das war) folgend nach NNW.

Warum ihn nicht ein einziger Kollege unterstützt oder auf den gefährlichen Kurs hingewiesen hat, ist völlig schleierhaft (hat er die alle rausgeschickt? warum?)

Die anhaltend hohe Geschwindigkeit deutet für mich darauf hin, dass der Käptn spätestens jetzt keine blöden Verbeugungen mehr machen wollte sondern einfach nur mehr auf die normale Route zurück.

Dass er wegen des ungeplanten "Ausflugs" dafür aber zu weit westlich war, optisch noch gut weg vom Land, aber auf dem Kurs nach Norden genau auf die flach auslaufende Landzunge mit den Riffen zugesteuert hat, war der fatale Fehler.

Warum er den Abstand nicht mit Radar oder Echolot kontrolliert hat sondern einfach "freihändig" gefahren ist kann nur damit zusammenhängen, dass er wirklich mit den Gedanken woanders war.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom gipfel
18.01.2012 23:15
0 0

Re: Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

Die 15k sind in der oben angeführten Karte auf facebook vereichnet.

Antworten Antworten Antworten Gast: Hermann vom Gipfel
18.01.2012 22:14
0 0

Re: Re: Re: Alles Lüge und Vernebelung

Die 15kn stehen auch in den Messpunkten der oben referenzierten Karte auf der facebook-Seite.

Gast: bauer342
18.01.2012 18:39
1 0

Bauernweisheit

geht im ersten monat des jahres ein schiff unter, geht im letzten monat des jahres die welt unter!

0 0

Re: Bauernweisheit

no sama froh, dass des schiff nur gestrandet (bzw. gelandet) ist, und (noch?) nicht unterging

Vergesst nicht: Er ist ein Dienstnehmer

Und die werden normalerweise ja immer verteidigt. Müssen für den grössten Bolzen, den sie bei der Arbeit anstellen, niemals haften. Und das alles scheint korrekt, weil ihr euch immer mit ihnen identifiziert, und der Sippe verzeiht man ja alles, nicht?

Ein Muster...

...findet sich offenbar bei dieser Schiffskatastrophe. Die Topangestellten mit dem großen Gehalt, das sie angeblich aufgrund ihrer Verantwortung verdienen, stehlen sich im Fall der Fälle davon oder fallen irgendwie weich - diesmal ins Rettungsboot. Auch hier gibt es Berichte, wonach die schlecht bezahlten Angestellten aus Fernost sich bis zum Schluss für die Rettung der Passagiere vorbildlich engagierten. Die besser bezahlte Crew dachte dagegen ebenfalls schon eher an die eigene Haut als an die der Passagiere.

Dieses Muster findet man leider auch in anderen untergehenden Institutionen. Die, die eigentlich Verantwortung tragen sollten und den Untergang herbeigeführt haben, stehlen sich mit goldenem Handschlag davon - während die Kleinen das Nachsehen haben.

Na klar

Wirklich arm, der Herr Kapitän! Zuerst fällt er in ein Rettungsboot und kann nicht mehr auf das sinkende Schiff zurück.
Kaum ist er auf der Insel, rutscht er schon wieder aus und fällt in ein Taxi, das in blöder Weise zur Fähre auf das Festland bringt.
Und gerade als er dem Taxifahrer klar machen will, dass er zurück zur Unfallstelle wolle, rutscht er schon wieder aus, fällt auf die Fähre und diese bringt ihn ganz gegen seinen Willen auf das Festland.
Die Brüder Grimm waren wahre Amateure gegen diesen Captain oder anders gesagt: Unsere Politclowns können sogar von diesem Herrn etwas lernen.

Das ist hart...

.... ich kann mir das gar nicht vorstellen.

Gast: Wer die Krankheit hat, keine Ungerechtigkeiten ertragen zu können, darf nicht zum Fenster hinaussehen und muß die Stubentür zuschließen. Vielleicht tut er auch wohl, wenn er den Spiegel wegnimmt!
18.01.2012 16:55
1 5

"Costa Concordia": Kapitän gibt schwere Fehler zu......

...aber auch für den Kapitän gilt bis zur einer etwaigen Verurteilung die Unschuldsvermutung....er hat Fehler zugegeben, in meinen Augen ist er auch NUR ein Mensch, ich glaube auch, dass es nicht leicht ist, IM NICHT 1000%igen Wissen, was mit dem Schiff passiert....RICHTIG ZU HANDELN, ABER er hätte an Board bleiben müssen, das ist klar.....WARUM ER DAS NICHT TAT, EVENTUELL UNTER DROGEN???.....die Welt kann sich auch freuen, dass soviele TAUSENDE MENSCHEN gerettet wurden....wenn wer ums Leben kommt, das ist immer tragisch.....aber ist es nicht auch tragisch, dass seit dem Unglück vor 5 Tagen, auf dieser Welt ca. 125 000 Menschen verhungert sind - NUR VERHUNGERT!

http://www.youtube.com/watch?v=SJ2PMavpg7c&feature=related

Ps: und noch etwas, WOLLEN WIR MENSCHEN BEI EINER KREUZFAHRT, NICHT GERNE AM TISCH DES KAPITÄNS ABENDESSEN, ist er in "GUTEN ZEITEN" nicht eine Art Held???

Gast: UserXYZH
18.01.2012 16:14
0 5

Spielen mit Fakten über "Costa Concordia" !!!

Das Schiff hat 13 Decks die nach europäischen Ländern benannt sind.

Orlanda 1, Svezia 2, Belgio 3, Grecia 4, Italia 5, Gran Bretagna 6, Irlanda 7, Portogallo 8, Francia 9, Germania 10, Spagna 11, Austria 12 und Polonia 13.

Wasser dringt ein und ist am absaufen. Klingelt schon?

Am Abend des 13. Januar 2012 (war ein Feitag) lief das Schiff vor der Insel Giglio im Mittelmeer auf Grund und liegt derzeit mit rund 65 Grad (Anm. mit Zahlen kenne ich mich nicht aus). :(

„Kreuzfahrtschiff“ war ein Schiff, mit dem sich die Kreuzritter über das Mittelmeer nach Palästina begaben, um dort gegen die Muslime zu kämpfen.

Warum hat der Kapitän gegen alle Regeln das Schiff auf einen in den Meereskarten eingezeichneten Felsen gefahren und dabei wurde die Seite auf 70 Meter aufgeschlitzt? Was hat ihn dazu getrieben? Warum ist er so früh von Bord gegangen, schon vor Mitternacht? Warum hat er sich nicht um die Rettung der Passagiere gekümmert? Warum ist er sogar nach der Aufforderung des Hafenmeisters nicht mehr zurück an Bord gegangen? Wusste er Bescheid und war das ein Auftrag?

Wer sagt jetzt, was war dieses Unfall ??????


Gast: Tommi Schalk-im-Nacken
18.01.2012 15:23
5 0

"ich bin ausgerutscht und in eine Schaluppe gestürzt"

Erinnert irgendwie an "Little Britain" ...

Gast: Hanibal L.
18.01.2012 15:17
12 0

perfektes manoever

wieso, das schiff hat sich doch schoen, fast perfekt vor der insel "verneigt", es liegt seitlich, fast demuetig gegen das festland.

Die Ratten

verlassen als erste das Schiff.

Gast: xxxx
18.01.2012 14:28
5 7

Klasse wie da wieder die Landratten mit ihren Goiserern beim Schifferlversenken mitreden wollen!

Keiner einen Tau von nichts aber das Mundwerk fest offen.
Deutsche Tugend!

Gast: ASVG-Sklave?
18.01.2012 13:37
2 2

Hallo Ösi? Bist du da?


Antworten Gast: Ösi
18.01.2012 14:26
4 1

Re: Hallo Ösi? Bist du da?

Wo soll ich denn sonst sein?
Die Krone ist mir ja zu kompliziert, lieber sozialdemokratischer Genosse!

Hier finde ich entsprechendes Niveau und ich wundere micht, dass in diesem Forum nicht mehr Kreuzschifffahrtskapitäne herumsegeln.

nix zu tanken
Ösenpower

Gast: Grete!
18.01.2012 11:27
1 2

Warum will man das Schiff zersägen? Das Teil ist ja noch gut!


2 2

Re: Warum will man das Schiff zersägen? Das Teil ist ja noch gut!

Unsinn, das Schiff ist Schrott, die Hülle ist bei weitem nicht das Teuerste und der Rest, also Elektronik und Einrichtung ist wohl großteils zerstört.

Antworten Antworten Gast: Rating Agent 007
18.01.2012 23:26
0 0

Re: Re: Warum will man das Schiff zersägen? Das Teil ist ja noch gut!

Versicherungssumme kassieren, Beweise vernichten.

Gast: CL
18.01.2012 10:08
3 3

So tragisch das Ganze ist,

vor allem für die Angehörigen der Vermissten (darunter wiederum v.a. Deutsche), so wenig Verständnis habe ich dafür, dass der Kapitän bereits lange bervor die Untersuchungen dieses Unfalls angelaufen sind, von den Medien durch die Bank regelrecht gelyncht wurde bzw. wird.
Kühlen Kopf bewahren!

Im Fernsehen

wurde das Gespräch mit der Küstenwache und dem bereits am Ufer befindlichen Kapitän wiedergegeben. Demnach kann kein Zweifel bestehen, daß der Kapitän als einer der ersten das Schiff verlassen hat.
Man darf nicht vergessen, daß mit diesem Unfall der gesamten Personen-Kreuzschiffahrt ein ziemlicher Schlag in puncto Vertrauen versetzt wurde.
Die Empörung über diesen Kapitän besteht zurecht!

Antworten Antworten Gast: CL
18.01.2012 17:20
3 0

Dieser Mensch ist für sein ganzes restliches Leben gestraft!

Ob er jetzt in U-Haft sitzt oder unter Hausarrest steht - sich deshalb so aufzuregen verstehe ich nicht; das macht die Vermissten oder bereits gefundenen Toten auch nicht mehr lebendig!
Der Justiz kann er so oder so nicht mehr entgehen!

Re: Dieser Mensch ist für sein ganzes restliches Leben gestraft!

Wenn er nur einen Funken Rückgrat und Selbstachtung hätte, kann er sehr wohl der Justiz entgehen.

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    04:00
    Wien
    20°
    Steiermark
    18°
    Oberösterreich
    18°
    Tirol
    16°
    Salzburg
    18°
    Burgenland
    20°
    Kärnten
    18°
    Vorarlberg
    18°
    Niederösterreich
    16°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden